• Für einen sozial-ökologischen New Deal: Klimapolitik als Bürgerbewegung gestalten!
    **Ohne den deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien wird Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erfüllen können.** Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, dem Ausstieg aus der Kohle und perspektivisch dem Ausstieg aus Erdgas muss gleichwohl die Erhaltung der Versorgungssicherheit für die Gesellschaft gewährleistet bleiben. Auch bei kontinuierlicher Erschließung von Energieeffizienzpotentialen und fortschreitender Realisierung der Sektorenkopplung zwischen den Bereichen Energie, Verkehr und Gebäude wird der Stromverbrauch in Deutschland deutlich steigen. Deswegen muss der Ausbau Erneuerbarer Energien, von Speichern und Wandlern (Wasserstoffstrategie) deutlich gesteigert und mit einer digital gestützten Modernisierung der Strom- und Gasnetze verbunden werden. Hierzu müssen wir alle Potentiale nutzen, insbesondere auch die solaren Potentiale auf gewerblich genutzten Gebäuden und Geschosswohnungsbeständen. Um diese Ziele zu erreichen muss das zivilgesellschaftliche Engagement gefördert und verbreitert werden. **Wir brauchen eine neue Form der Kooperationskultur zwischen Bürgerinnen und Bürgern, (mittelständischen) Unternehmen und der lokalen Energiewirtschaft, die von den Stadtwerken geprägt ist.** Wir brauchen eine zunehmende Aktivierung von privaten und öffentlichen Investitionen. Dies schließt den Wunsch nach einer unkomplizierten Nutzung von eigenständig produziertem umweltfreundlichen Strom in den Quartieren und Dörfern mit ein. **Hierfür sind grundlegende regulatorische Änderungen unabdingbar, wie sie die EU mit der Strombinnenmarktrichtlinie und der Erneuerbare-Energien-Richtlinie für die Mitgliedsstaaten bereits verbindlich vorgegeben hat.** Die EU hat richtig erkannt, dass ein zentralistisches Energiewendemodell scheitern muss, weil es die Beteiligungswünsche vieler Bürgerinnen und Bürger ignoriert, bzw. ihre Bereitschaft zur Eigeninitiative demotiviert. Und weil es verkennt, dass dezentrale Systeme mit Sektorenkopplung deutlich effizienter und kostengünstiger sind. **Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gilt es, neue Begeisterung für eine dezentrale Energiewende zu entfachen** und im politisch-gesellschaftlichen Diskurs die Vorteile eines stark dezentralen Energiesystems mit 100 Prozent erneuerbaren Energien klar darzustellen. **Daher braucht es eine Wiederbelebung und Verbreiterung des Konzeptes der Bürgerenergie** – von Einzelpersonen, über Energie-Gemeinschaften und Genossenschaften, (kleinen und mittleren) Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften, kommunalen und privaten Wohnungsunternehmen bis hin zu den von den Kommunen getragenen Stadtwerken. Dies ist der Schlüssel für eine sozial-ökologische Transformation – hin zu einer Ökonomie, die durch Partizipation, Innovation und Inklusion ökologische, soziale und wachstumsorientierte Potentiale für unser Gemeinwesen hebt und die Resilienz unserer Versorgungsinfrastrukturen garantiert. **Daher fordern wir Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat auf, die verbindlichen Vorgaben aus dem „Clean Energy Package“ unverzüglich in nationales Recht umzusetzen.** In diesem Zusammenhang geht es insbesondere darum, die Hemmnisse für den Einsatz von erneuerbaren Energien in Deutschland zügig abzubauen. Nur gemeinsam als Gesellschaft können wir auf die größte Herausforderung unserer Zeit, der Verwirklichung eines nachhaltigkeitsgerechten Klimaschutzes, mit der „Power of Community“ erfolgreich reagieren. Daher sind der Gesetzgeber und die ausführenden Verwaltungen in der Verantwortung: **Hindernisse für den Einsatz der Erneuerbaren Energien müssen beseitigt, der Zugang zur Nutzung der Erneuerbaren Energien vereinfacht werden**, um Bürgerinnen und Bürgern die Option einer aktiven Partizipation zur Rettung unseres Klimas zu ermöglichen. **Initiatorinnen und Initiatoren:** Simone Peter, Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. René Mono, Vorstand Bündnis Bürgerenergie e.V. Josef Göppel, Energiebeauftragter des BMZ für Afrika, ehem. Mitglied des Deutschen Bundestages , CSU Klaus Mindrup, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD Rechtliche Verweise: [1] Artikel 21, Absatz 2, a), ii) EER II und Artikel 21 Absatz 2, b) EER II [2] Artikel 21, Absatz 2, a), ii) EER II [3] Artikel 22 Abs. 2 EER II [4] Artikel 22 Ab. 4 EER II [5] Artikel 22 Abs. 6, c) EER II [6] Artikel 4 Abs. 4 Satz 2 in Verbindung mit Erwägungsgrund 71 EER II [7] Artikel 22 Abs. 2, b) EER II
    296 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Josef Göppel
  • Kein Alukragen an Bierflaschen der staatseigenen Brauerei Rothaus
    Der Aluminiumkragen ist unnötig. Die Aluminiumproduktion hingegen ist energie- und ressourcenintensiv. Nur eine Minderheit der Kunden lässt den Kragen an der Flasche und ermöglicht so ein direktes Recycling [1]. Beim Öffnen der Flasche lösen sich kleine Aluminium-Teile und verschmutzen unsere Umwelt. Rothaus braut jährlich circa 100.000.000 Liter Bier, die in 0,5 l und 0,33 l Flaschen abgefüllt werden [2]. Alle 0,33 l Flaschen sind mit einem Alukragen ummantelt. Bereits Anfang der 1990er wurde auf die Problematik der Alukragen hingewiesen [3]. Die allermeisten Brauereien sahen ihre Verantwortung und verzichteten auf den Alukragen. Die Brauerei Rothaus ist eine der letzten Brauereien, die ihre Flaschen mit Aluminium ummantelt. Das Brauhaus und die Braukunst von Rothaus sind traditionell und hochgeschätzt. Doch Tradition soll nicht Stillstand bedeuten - Vermüllung und übermäßiger Ressourcenumsatz sind elementare Herausforderungen dieser Zeit! Nehmen Sie bitte Ihre Verantwortung als Großproduzent wahr und verzichten Sie zukünftig auf den Aluminiumkragen. Für einen sauberen Schwarzwald und eine lebenswerte Umwelt - vielen Dank. Quellen: [1] https://www.hochschwarzwald.de/Reisemagazin/Alle-Geschichten/Kultur-Tradition/Von-der-Flasche-an-den-Hals [2] https://www.deutschlandfunkkultur.de/begehrtes-staatsgebraeu.1001.de.html?dram:article_id=156793 [3] https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498575.html
    2.356 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Joshua Lampe
  • Kohle statt Kirche? Keine Entwidmung der Kirchen im Rheinischen Braunkohlerevier
    Nach dem Abriss des Immerather Domes, dessen Bilder um die Welt gingen, hat die Initiative „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ ca. 6000 Unterschriften gegen Verkauf und Entwidmung weiterer Kirchen im Rheinischen Revier gesammelt (1). Ihre Annahme wurde jedoch von den Bischöfen in Köln und Aachen verweigert. Obwohl die Kohlekommission sich Anfang 2019 für den Erhalt der Dörfer ausgesprochen hat (2), wurden die Kirchen in Manheim und Morschenich im Frühsommer 2019 profaniert, die Kirchen in Keyenberg, Kuckum und Beverath im Herbst 2019 an RWE verkauft (3). Aber kann ein Konzern wie RWE – ein Hauptverantwortlicher für globale Klimazerstörung - „Eigentümer“ einer Kirche sein? Wir sagen Nein! Wir akzeptieren dieses Eigentumsrecht nicht. Kirchen sind das Haus Gottes und der Gemeinschaft, die sich in ihnen versammeln. Die Bischöfe von Köln und Aachen haben mit dem Verkauf der Kirchen einen Fehler gemacht. Aber wie wir alle hat auch die institutionalisierte Kirche die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu revidieren, sich zu besinnen und umzukehren. Wir appellieren an Sie: • Besinnen Sie sich auf Ihren christlichen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung. • Zeigen Sie Solidarität mit der weltweiten Bewegung für Klimagerechtigkeit. • Stellen Sie Verkündigung und Seelsorge gerade in den bedrohten Dörfern sicher. • Setzen Sie ein Signal der Hoffnung: auf ein Ende der Zerstörung, auf ein gutes Leben für alle in Fülle. Ein erster Schritt muss sein, auf Ihrem Nutzungsrecht an den verkauften Kirchen zu bestehen, dort weiterhin regelmäßige Gottesdienste zu halten und den Menschen eine verbindliche Zusage zu geben: Keine Entwidmung – mindestens so lange Menschen in den Dörfern leben. Weitere Informationen finden Sie hier: https://verheizte-heimat.de/tag/kirchen-im-dorf-lassen/ https://kirchen-im-dorf-lassen.de www.twitter.com/@Kirche_an_Kante Anmerkungen (1) https://verheizte-heimat.de/2019/03/19/pressemitteilung-der-aktion-die-kirchen-im-dorf-lassen/ https://verheizte-heimat.de/wp-content/uploads/2018/06/unterschriftenliste_5kirchen_2MB.pdf (2) https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/A/abschlussbericht-kommission-wachstum-strukturwandel-und-beschaeftigung.pdf?__blob=publicationFile&v=4 (3) https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/kirchen-verkauft-rwe-garzweiler-braunkohle-100.html
    2.335 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Die Kirche(n) im Dorf lassen Picture
  • Unrentable Kohle darf nicht bis 2038 künstlich am Leben erhalten werden
    Kohle ist längst wirtschaftlich unrentabel geworden. Trotzdem will die Bundesregierung noch vor der Sommerpause in einem Gesetz festschreiben, dass die Steuerzahler*innen auf 18 Jahre hin weiter das überholte und unwirtschaftliche Geschäftsmodell von RWE, bzw. anderer Energieerzeuger, stützen und fördern sollen. Das, was der Markt eigentlich im Sinne der Wirtschaft und des Klimaschutzes regeln könnte - und nach allgemeinem gesellschaftlichen Konsens auch müsste, nämlich einen frühzeitigen Kohleausstieg, wird nun ausgerechnet durch das unmittelbar zur Abstimmung stehende Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung verhindert. Deutschlands Kraftwerke geben derzeit rund 300 Millionen Tonnen CO2 jährlich in die Atmosphäre ab. Davon stammt die Hälfte aus Braunkohlekraftwerken. Der Energiekonzern RWE allein verursacht nach wie vor rund 25% aller CO2-Emissionen in Deutschland. Kohle ist somit der Klimakiller Nr. 1. Gleichzeitig erleben erneuerbare Energien aktuell eine ungeahnte Kostensenkung, die Kohleverstromung schon heute in großen Teilen unrentabel macht. Wird das Gesetz wie geplant noch vor der Sommerpause beschlossen, wird bis in das Jahr 2038 klimaschädliche Kohle verfeuert – ermöglicht durch den Gesetzgeber.  Das wollen wir verhindern! Unterstütze uns mit deiner Unterschrift, um diesen zukunftsgefährdenen Wahnsinn zu verhindern.
    1.430 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Michaela Brauer
  • Transformation zur Nachhaltigkeit jetzt!
    Die Corona-Krise ist gerade das Thema, dem sich kaum einer entziehen kann. Wissenschaftler haben das Problem, das auf uns zukommt, früh genug erkannt. Das mathematische Wissen über exponentielles Wachstum wurde weltweit aufgefrischt. Eine ungebremste Ausbreitung des Corona Virus würde unser Gesundheitssystem überlasten, die Mehrheit der Bevölkerung hat das verstanden und handelt dementsprechend. Alle politisch notwendigen Entscheidungen wurden innerhalb von kurzer Zeit gefasst, Politiker vieler Parteien sind sich darüber einig, was getan werden muss. Unsre Demokratie hat diese Bewährungsprobe sehr gut gemeistert. Das sonst als langsam und debattenreich bekannte demokratische System hat gezeigt, dass es handlungsfähig ist und in Notsituationen ein schnelles und entschlossenes Handeln möglich ist. Gleichzeitig existiert eine ganz ähnliche Krise, die Klima-Krise. Die mathematische Grundlage ist dabei identisch, bei exponentiell wachsendem Ressourcenverbrauch wird zwangsläufig unser Ökosystem überlastet werden. Laut den Lehren ist unser Wirtschaftssystem auf Wachstum angewiesen. Damit dieses Wachstum nicht unsere Lebensgrundlage vernichtet, müssen begrenzte unwiederbringliche Ressourcen schnell effektiv geschützt werden. Damit das Wirtschaftssystem dann trotz Ressourcenverknappung weiter wachsen kann, müssten Effizienzsteigerungen, Recycling und Langlebigkeit an die Stelle von einfachen Umsatzsteigerungen treten. Auf diese Weise könnte unser aktuelles Wirtschaftssystem zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem transformiert werden. Gerade für Deutschland und die EU mit wenigen Bodenschätzen ist Nachhaltigkeit auch ein Schlüssel für Unabhängigkeit.
    100 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Hartwig Rückert
  • Wir brauchen jetzt ein Recht auf solare Eigenversorgung! Hausgemachte Energie für alle!
    **Ein starkes Recht auf Eigenversorgung durch lokalen Solarstrom in Verbindung mit Speichern würde zu einem starken Ausbau von Solaranlagen auf allen geeigneten Dächern und Flächen führen.** Heute ist Strom aus Wind und Sonne die bei Weitem günstigste Form der Energieerzeugung. Lokal erzeugter Sonnenstrom muss neben der Windkraft das Rückgrat eines sauberen Energiesystems werden. **Nicht nur wenige, sondern sehr viele Menschen könnten dadurch bei der Gestaltung des Energiesystems von morgen mitreden – das ist soziale Gerechtigkeit und gelebte Demokratie!** Zudem würden statt Energiekonzernen lokale Wirtschaftskreisläufe gestärkt. Wichtig auch, gerade für unsere Zeit: ein dezentral gestaltetes Energiesystem ist – richtig strukturiert – deutlich robuster gegenüber Störungen und bietet damit eine höhere Versorgungssicherheit. Doch die Spielregeln im Energiesystem benachteiligen den Ausbau des lokalen Sonnenstroms, indem Eigenversorgung auf allen Ebenen behindert wird. Diese Fesseln müssen gesprengt werden! **Wenn wir ein starkes Recht auf Eigenversorgung erkämpfen, profitieren das Klima und wir alle gemeinsam davon!** ** Die Petition wird unterstützt von:** Krapp und Schmitz GbR Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. ( DGS e.V.) Umweltfreundliche Energien Wadersloh eG EnergieNetz Hamburg eG Solarinput e.V. Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten (AGU) Klima- und Umweltbündnis Stuttgart Solarverein Petersberg-Marbach e.V.
    79.278 von 100.000 Unterschriften
    Gestartet von BBEn Ratsmitglied und SFV-Mitglied Volker Quaschning Picture
  • Marodes AKW Neckarwestheim abschalten! SOFORT!
    Im AKW Neckarwestheim Block II von EnBW sind hunderte Risse in Dampferzeugerrohren aufgetreten. Dieses AKW zwischen Stuttgart und Heilbronn ging 1989 an's Netz und soll – nach dann 34 Betriebsjahren - als letztes deutsches AKW erst am 31.12.2022 abgeschaltet werden. Als Folge einer jahrelangen fehlerhaften Betriebsweise sind die Heizrohre der Dampferzeuger, die das hochradioaktive Primärkreiswasser des Reaktorkreises führen, von Spannungsriss- und Lochfraß-Korrosion betroffen. Auch bei der letzten Jahresrevision im August 2019 wurden 209 Risse und 87 weitere Korrosionsschäden an den Dampferzeuger-Heizrohren festgestellt – im dritten Jahr in Folge, und es werden jedesmal mehr. Insgesamt sind bis jetzt rd. 400 Rohre betroffen. Hinzu kommen weitere Schäden an 1.100 Kondensator-Rohren, Undichtigkeiten an Vorwärmern, fehlerhafte Stellungsanzeigen an Sicherheitsventilen, Mängel an den Notstromdieseln u.a.m. Der Betreiber EnBW gibt an, der „sichere Weiterbetrieb" sei "garantiert“. Aber selbst der TÜV schließt in seinem Prüfbericht v. 12.9.19 einen „wanddurchdringenden Riss“ nicht aus. Dennoch hat das Umweltministerium von Baden-Württemberg den Weiterbetrieb dieser abgenutzten und überalterten Reaktor-Anlage Neckarwestheim genehmigt. Sicherheit ist kein Lotteriespiel! Reißt auch nur ein einziges Dampferzeuger-Heizrohr auf oder gar ab, ist ein schwerer Kühlmittel-Verlust-Störfall im Reaktor mit Freisetzung erheblicher Mengen Radioaktivität in die Umwelt nicht mehr aufzuhalten. Dieser kann bis zur Kernschmelze führen, wie sie sich u.a. bei den Atomkatastrophen 2011 in Fukushima sowie 1986 in Tschernobyl wie auch 1979 im TMI-Reaktor bei Harrisburg/USA ereignet hatte. Die Folgen für die Bevölkerung im dichtbesiedelten Mittleren Neckarraum mit den Großstädten Stuttgart und Heilbronn sind unabsehbar – hier leben im Umkreis von 40 km um das AKW Neckarwestheim 2,5 Mio. Menschen. Vielen Dank für Ihre/Eure Unterstützung!
    1.912 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Barbara Kern und Ulrich Jochimsen Picture
  • Freie Freitage für die Zukunft
    Mit und nach CoViD19 ist die Welt mit anderen Augen anzuschauen und eine freiheitlich-demokratisch organisierte Zivilisation resilient neu aufzustellen. Um die Klimakrise anzugehen, sind die Emissionen aus fossil befeuerten Anlagen schnellstmöglich gegen 0 zu verringern. Um dies sozialverträglich zu gestalten, den nötigen wirtschaftlichen Umbau herbeizuführen und zugleich die individuelle und gesellschaftliche Freiheit, Erholung und Gesundheit noch zu mehren sind freie Freitage in den verschiedensten Daseinsdimensionen förderlich. • Die meisten Großemittenten werden donnerstagsabends bis montagmorgens heruntergefahren und damit wird sofort eine drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen erzielt entsprechend dem Pariser Abkommen. • Reboundeffekte von Emissionsminderungsmaßnahmen sind wirksam zu unterbinden, denn die Klimaveränderungen sind bereits für Millionen Menschen direkt lebensbedrohlich und letztlich sind alle existenziell davon betroffen, insbesondere auch die Wirtschaft. • An den verlängerten Wochenenden ist der Energiebedarf im Sommerhalbjahr weitgehend durch emissionsfreie bzw. klimaneutrale nichtfossile Energieträger zu decken, die zu fördern sind, damit sie bald das ganze Jahr über vorwiegend zur Bedarfsdeckung beitragen. • Nachweislich führt die 4-Tage-Arbeitswoche zu höherer Energie- und Kosteneffizienz und zu höherer Arbeitsproduktivität, insbesondere nachdem in der Corona-Krise die Digitalisierung und Roboterisierung erhebliche Impulse bekommen haben und der Personaleinsatz vor Ort weiter abnimmt. Die 4-Tage-Arbeitswoche kann daher bei weitgehend gleich bleibendem Einkommensbestand (Kaufkraft) und weitgehendem Wegfallen von Kurzarbeit eingeführt werden. In einigen Branchenbereichen führen nötige Umschichtungen zu breiterer Arbeitszeitverteilung und damit auch zu mehr Jobs. Freischaffende und Selbstständige bekommen einen definitiven freien Wochentag, weil der wöchentliche Lockdown an Freien Freitagen allen zugleich Ruhe, Erholung und eine echte Pause verschafft, auch der Natur. • Dienstpläne von Noteinsatzkräften, Polizei und Pflegediensten sind so umzugestalten, dass auch für sie eine 4-Tage-Arbeitswoche eingehalten wird, obwohl auch an den Freien Freitagen Dienst zu tun ist bzw. Dienstbereitschaft besteht. • Bildungspläne und Stundenpläne der Schulen und Universitäten können so umgestaltet werden, dass die Freitage unterrichtsfrei sind und freitags v.a. das Lernen für die Zukunft im offenen gesellschaftlichen Raum und die Anwendungspraxis in den Haushalten im Vordergrund steht, öffentliche Dienststellen und deren Personal sind gehalten, dies ehrenamtlich und klimaschutzförderlich im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.
    170 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Thilo Schäfer
  • Abschaffung des 52-GW-Deckels für Photovoltaik
    Um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen, sind PV-Aufdachanlagen ein entscheidender Baustein. PV-Anlagen weisen in der Bevölkerung eine deutlich höhere Akzeptanz auf, als beispielsweise Windkraft an Land. Voraussichtlich in wenigen Wochen wird allerdings der sogenannte 52-GW-Deckel erreicht. Damit verbunden ist ein Einbruch des Photovoltaik-Ausbaus und eine Vollbremsung der Energiewende. Mit dem Erreichen des Deckels wird der nicht selbst verbrauchte und somit ins Netz einzuspeisende Strom nicht mehr vergütet. Dies macht den Betrieb vieler neu zu errichtender Anlagen zukünftig nicht mehr wirtschaftlich. Neuanlagen können dann nur noch rentabel betrieben werden, wenn sie so klein dimensioniert werden, dass der erzeugte Strom zu jedem Zeitpunkt komplett selbst verbraucht und nicht in das Stromnetz eingespeist wird. Dadurch erfolgt eine meist kleinere Dimensionierung der Anlagen als möglich, womit wertvolle Dachflächen für die Energiewende ungenützt bleiben. Auch werden viele Photovoltaikanlagen aufgrund des Deckels und damit fehlender Rentabilität überhaupt nicht realisiert. Dies betrifft vor allem Anlagen auf Wohnhäusern, aber auch auf Dächern mittelständischer Betriebe. PV-Aufdachanlagen haben zwei entscheidende Vorteile für ein Gelingen der Energiewende: 1. Den Bürgern wird ermöglicht direkt an der Energiewende zu partizipieren, wodurch die Akzeptanz der Energiewende stark gesteigert wird. 2. Durch PV-Anlagen in Städten wird der Ausbau des Übertragungsnetzes reduziert , da die Energie verbrauchsnah bereitgestellt wird und nicht über weite Strecken beispielsweise aus norddeutschen Windparks in die Verbrauchszentren transportiert werden muss. Aufgrund des langwierigen Ausbaus des Übertragungsnetzes wird durch dezentrale PV-Anlagen die Energiewende beschleunigt. Trotz des akuten Handlungsbedarfs wurde bisher seitens der Politik kein Gesetz verabschiedet, welches den Deckel beseitigt. Um die Energiewende nicht zum Stillstand zu bringen und Arbeitsplätze zu vernichten, ist die Abschaffung des Deckels jedoch zwingend in den nächsten Wochen notwendig.
    946 von 1.000 Unterschriften
    Gestartet von Paul Burkhardt
  • Flughafen TXL sofort schließen - Steuermillionen-Vergeudung stoppen!
    Die Zahl der Fluggäste in Berlin ist Corona-bedingt seit der 2. Märzhälfte auf 2,5 Prozent des Normalbetriebs gesunken, so der Berliner Finanzsenator Kollatz-Ahnen (SPD). Weil kaum noch jemand fliegt, erwirtschaftet der Flughafen TXL jeden Monat ein Defizit von 7 Millionen Euro! Dieses Geld fehlt bitter nötig an anderer Stelle, um beispielsweise bedrohten Berliner Kleinbetrieben und Kunstschaffenden finanziell unter die Arme zu greifen und ein Überleben zu ermöglichen, oder um die Gehälter von Pflegekräften im Gesundheitswesen anzuheben. Obwohl die FBB selbst für die vorübergehende Schließung von TXL eintritt, sperrt sich der Bund als Mitgesellschafter in Gestalt von Verkehrsminister Andreas Scheuer wider jeglicher ökonomischen Vernunft dagegen (der bereits beim Mautskandal wenig Gespür für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern hatte). Die von Flughafenchef Lütke Daldrup favorisierte temporäre Stilllegung für zwei Monate wurde am 30.3. von der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes (FBB) vertagt. Am morgigen 29. April beraten die Verantwortlichen erneut, ob ein solcher Schritt erforderlich sein könnte. In Paris etwa wurde der Flughafen Orly am 1. April geschlossen (https://www.tagesspiegel.de/berlin/easyjet-streicht-alle-fluege-300-millionen-euro-corona-hilfe-fuer-berlins-flughaefen/25695990.html), zudem sind mehrere Londoner Flughäfen geschlossen. Eine sofortige Schließung von TXL hat neben positiven ökonomischen auch unmittelbar ökologische und gesundheitliche Nutzen: Lärm: Die 300.000 Menschen im Berliner Norden, die seit Jahren unter dem wachsenden Fluglärm leiden, atmen angesichts des stark reduzierten Flugverkehrs erstmals auf - für den 8.11. ist sowieso die endgültige Stillegung von TXL geplant, wenn der BER zum 30.10. in Betrieb geht. Die Betriebserlaubnis von TXL ist seit langem erloschen. Klima: Eine Betriebsstillegung von TXL für (mindestens) die Dauer der Corona-bedingten Reiseverkehrseinschränkung wäre zudem ein Beitrag zum Klimaschutz, weil unnötige Transfers zwischen TXL und Schönefeld entfallen. Auch die Helikopterflüge müssen dauerhaft von TXL nach Schönefeld/BER verlegt werden (www.tegelschliessen.de/category/aktiv-werden/).
    105 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Ulrike Bickel
  • Ermäßigte Mehrwertsteuer für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen
    Wenn jetzt die Wirtschaft wieder angefahren wird ist es wichtig, dass es Kauf-und Produktionsanreize für nachhaltige Produkte und Lösungen gibt. Auf diese Weise können sich breitere Schichten umweltfreundliche Produkte leisten und Produzenten richten ihre Produktion nachhaltiger aus. Diese Vorschläge hat auch das UBA bereits im November 2018 unterbreitet. https://www.recyclingmagazin.de/2018/11/29/uba-ermaessigte-mehrwertsteuer-fuer-umweltschutz/
    341 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Judith Eiwan
  • Beseitigung von Plastikmüll im Hochseebereich
    Bojan Slat mit seinem Projekt "Ocean Clean Up" und Marcella Hansch mit ihrem Projekt "Parzific Garbadge Sceening" konzentrieren sich mit ihren gegenwärtigen Projekten mehr auf Fluss und Flussmündungsbereiche. Das gleiche gilt für den "SeeElefant" und der "Seekuh" von "One-Earth-One Ocean". ---Für den Hochseebereich, mit evtl. zerstörerischen Stürmen und dazugehörigem Wellengang, ist mir bisher noch keine praktische Umsetzung eines Konzeptes bekannt, das sowohl den Ansprüchen einer tobenden Natur ais auch dem hier beschriebenen ökölogischen Zweck gerecht werden könnte. Einige Umweltschützer / Biologen sind der Meinung, dass man Plastikmüll in den Meeren lassen sollte, um nicht noch mehr Schaden anzurichten. Genau wie im Bereich der heutigen Landwirtschaft, wo spezielle Sensoren, die angeschlossenen Computer und die passende Robotik zwischen Nutzpflanzen und Unkraut unterscheiden und im Sinne des Landwirtes zielgerichtet eingesetzt werden können, dürfte es auch bei dieser Problematik möglich sein, eine entsprechende Technik einzusetzen. die verhindert, dass die fragile Meeresbewohner des sogenannten Neuston zum überwiegenden Teil erstickt und zerquetscht werden.--- Ich wage zu bezweifeln, dass es in diesen Meeresgebieten keine schweren Wetter gibt. Insofern scheinen der blaue Seedrache, dort lebende Veilchenschnecken und Segelquallen usw., usw.,usw., auch mit einigen biologischen Schutzmechanismen ausgestattet zu sein. ---Wichtig wäre in diesem Zusammenhang sicherlich eine vorausgehende Forschung, damit die Vergleichsbibliothek der Computer entsprechende Informationen bereithält und so die gewünschten Differenzierungen möglich werden können. Um die negativen Folgen einer Plastikmüllbeseitigung zu minimieren, könnten an Bord eines genügend großen Schiffes durch geschultes Personal ( Biologen) und entsprechende Ausrüstung nach meiner Überzeugung also Strukturen erschaffen werden, die helfen, anders als bei dem bloßen Einsatz von Netzen, biologisches Leben im großen Maßstab zu erhalten. Ich halte Fließbandstrukturen und Sortierungsprozesse für möglich, in denen die Lebewesen ihr Medium Meerwasser nicht länger als für maximal drei Sekunden verlassen müssen. -----In einem genügend großen Schiff wäre auch genügend Platz für zahlreiche Auffang- und Aufzuchtbecken verschiedenster Art, z.B. für befruchtete Eier / Larven/ Jungfische usw.usw. ---Vor der Fertigstellung eines solchen Schiffes, wäre es sinnvoll, möglichst viele entsprechende Erfahrungen zu sammeln, um die technische Ausrüstungen entsprechend anpassen zu können. -----Studien zu den Vor- und Nachteilen des Entfernens von Plastikmüll aus den Meeren sind mir nicht bekannt. Da es aber bisher noch nicht gelungen ist, im Hochseebereich lange genug tätig zu werden, um die entsprechenden Daten gewinnen zu können, gibt es logischerweise auch keine Unverträglichkeitsprüfungen in Bezug auf das Neustron. Die auf vielen Fotos zu sehenden Tiermägen voller Plastik , von denen es inzwischen viele, viele Millionen bei den verschiedensten Meeresbewohnern geben dürfte und die sicherlich einen extrem qualvollen Tod mit sich bringen, wären für mich auch Grund genug, auch im Hochseebereich tätig zu werden.
    100 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Wolfgang Protz