• Sinnvolle Förderung von E-Mobilität und Begrenzung der Luftverschmutzung
    Viele Städte und Ballungsräume haben das Problem, die Luftverschmutzung in den vorgegeben Grenzen zu halten. Diesbezüglich wurden bereits die ersten Kommunen verklagt, bis zum Ende des Jahres Konzepte vorzulegen, wie sie die Grenzwerte einhalten wollen. Es drohen erhebliche Strafzahlungen. In den Städten und Ballungsräumen sind ältere Dieselfahrzeuge vor allem Taxis als Vielfahrer unterwegs. Bei einer Kilometerleistung von 100 km/Tag (nicht gerade viel für ein Taxi) und einem CO2-Ausstoß von 150g/km werden von 55000 Taxis pro Tag 285t CO2 ausgestoßen. D.h. eine Umstellung von den Taxis auf Hybrid mit einem CO2 - Ausstoß von < 50g/km ergibt dies bei der Umsetzung eine Jahreseinsparung von ca. 200.000t / CO2 (100 km - 150g/km CO2 pro Taxi am Tag). Für Stuttgart bei 784 Taxis bringt die Umsetzung eine Einsparung des CO2-Ausstoßes von ca. 8 t/Jahr, für Hannover mit 640 Taxis ca. 6,5 t / Jahr. Das würde nicht nur für die Bewohner und Besucher der Städte eine erhebliche Verbesserung der Luftqualität bedeuten, sondern auch die Kommunen bei der Einhaltung der Grenzwerte erheblich unterstützen. Natürlich ist dieser Vorschlag nur als Ergänzung zu anderen Maßnahmen zu sehen, aber so partizipieren nicht nur die Automobilindustrie und der einzelne Käufer von den bereits beschlossenen Fördergeldern, sondern alle Menschen, die sich in den Innenstädten aufhalten.
    103 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Herbert Reiners
  • Stromnetz in Bürgerhände bringen!
    Das Berliner Stromnetz ist das Rückgrat der Energiewende und der Daseinsvorsorge in unserer Stadt. Bei einem Volksentscheid im Herbst 2013 haben sich mehr als 600.000 Berliner/innen für den Rückkauf des Netzes vom Energiekonzern Vattenfall gestimmt - die große Mehrheit aller Wähler/innen, die am Volksentscheid teilgenommen haben. Doch der Berliner Senat hat den Bürgerwillen bislang ignoriert - und das Stromnetz gehört noch immer Vattenfall. Mit der Berlin-Wahl im Herbst 2016 haben wir die einmalige Chance, das Stromnetz doch noch in Bürgerhände zu bringen! Denn der Nutzungsvertrag mit Vattenfall ist ausgelaufen und der neue Senat entscheidet in einem Vergabeverfahren, wer zukünftig das Berliner Netz betreiben darf. Wir wollen mit unserer Kampagne Druck auf die neuen Regierungsparteien während der Koalitionsverhandlungen machen und die Unterschriften an den neuen Senat überreichen. Netz oder nie: Öffentliche Hand und Bürgergenossenschaften nehmen gemeinsam das Stromnetz in die eigenen Hände, damit die Millionengewinne in der Stadt bleiben und die Energiewende in Berlin endlich vorankommt!
    10.201 von 15.000 Unterschriften
    Gestartet von Luise Neumann-Cosel, BürgerEnergie Berlin
  • Kein Gasbohren und Fracking in HAMM! Wann, wenn nicht jetzt: Es ist soweit.
    Die Welt ist so beschaffen, dass wir nur gemeinsam überleben und leben können. Wir nutzen täglich den Vorteil unserer Zivilisation- fließend warmes Wasser aus der Leitung, warme Wohnungen und genießen unsere Freizeit mit Familie und Freunden in der Natur. Das ist alles in Gefahr sollten die Risiken, die durch das Gasbohren eintreten, wahr werden. Verseuchung von Boden und Wasser. Starke Bewegungen im Erdreich führen zu Beben. Ich sorge mich um Fauna und Flora. Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen. Lasst uns Gemeinschaften bilden, in denen wir lernen, uns gegenseitig zu helfen und an einer friedlichen Zukunft arbeiten, wo nicht die Profitmaximierung an erster Stelle steht, sondern ein Miteinander: Leben im Jetzt.
    481 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Christel Weiß
  • Hände weg vom Fracking-Moratorium
    Die Fracking-Industrie hat am 15. Juni angekündigt, das seit knapp fünf Jahren bestehende Fracking-Moratorium aufzukündigen. Am 24. Juni beschloss der Bundestag das lange umstrittene Fracking-Gesetz. Dieses Gesetz erlaubt das in Niedersachsen praktizierte Sandstein-Fracking, wenn auch unter verschärften Auflagen. Jetzt bald werden erste Anträge zur Wiederaufnahme von Fracking-Bohrungen erwartet. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) unterstützt den Vorstoß zu Beendigung des Moratoriums. Niedersachsen ist zentral für die Fracking-Industrie, weil dort der größte Teil der deutschen Erdgasförderung konzentriert ist. Welche fatalen Auswirkungen Fracking-Bohrungen haben können, haben wir bei uns in Hemslingen - einem niedersächsischen Ort mit zahlreichen Gasförderstellen - bereits erlebt. In unserem Ort - und im benachbarten Rotenburg - wurde früher auch gefrackt und inzwischen werden in unserer Region stark erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Ursache dieser erhöhten Krebsraten ist zwar noch nicht zweifelsfrei geklärt - doch ein Zusammenhang zur Gasförderung liegt nahe. Denn bei Fracking-Bohrungen werden große Mengen giftiger Chemikalien in den Boden gepresst. Außerdem traten bei der Gasförderung immer wieder Benzol, Quecksilber und weitere gesundheitsschädliche Stoffen aus. Und auch das giftige Lagerstättenwasser und das Abfackeln von Gasen gefährdet unsere Gesundheit. Wenn das Fracking-Moratorium aufgehoben wird, dann drohen an vielen Orten Fracking-Bohrungen - zunächst in Niedersachsen, später auch bundesweit. Das müssen wir gemeinsam verhindern! In Zeiten der Energiewende brauchen wir die Fracking-Technologie nicht. Fracking schadet neben der Gesundheit auch dem Klimaschutz, weil es zum Austritt von klimaschädlichem Methan führt. Der Verbrauch von Erdöl und Erdgas wird in Zukunft stark sinken müssen - nur so können wir die Klimaziele der Bundesregierung und des Pariser Klimaabkommens erreichen. In Pilotanlagen wird schon heute aus überschüssigem Windstrom Windgas hergestellt. Anstatt Fracking, sollten wir diese Alternative zu fossilem Erdgas fördern.
    31.593 von 35.000 Unterschriften
    Gestartet von Silke Döbel
  • Retten einer sehr alten Baumallee in Überlingen/wurden heute gefällt
    Es ist unfassbar, dass für die Landesgartenschau 2020 in Überlingen zunächst Über 200 Bäume fallen müssen! Teilweise uralte Platanen, in denen z.B. der Waldkauz nistet, sollen für eine nicht nachvollziehbare Umgestaltung gefällt werden. In einem Bürgerentscheid 2013 stimmten die Bürger für JA zur LGS, wurden aber nicht informiert, welche Konsequenzen dies für den Baumbestand haben wird. Im Gegenteil: Öffentlich wurde versprochen, dass die "meisten Bäume erhalten bleiben". Das alles nur, um möglichst viele Zuschüsse aus Steuergeldern abzugreifen. Wir fordern Umplanung und eine umfassende Beteiligung der Bürger, die sich heute falsch informiert fühlen.
    2.096 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Dirk Diestel
  • Kein Ausbau des Wiener Flughafens! Für eine zukunftsweisende Mobilität!
    EINE DRITTE PISTE... ...HEIZT DEN KLIMAWANDEL AN. Meint es Österreich ernst mit dem in Paris unterzeichneten Klimavertrag, so ist ein Stopp der 3. Piste unabdingbar. Es ist nur möglich, die globale Erwärmung auf 1,5- bis 2-Grad zu begrenzen und damit gravierende Klimaveränderungen zu verhindern, wenn ein sozial-ökologischer Wandel unserer Gesellschaft und Wirtschaft JETZT stattfindet – insbesondere im Bereich Mobilität. Laut Planungen soll eine dritte Piste einem steigenden Flugwachstum dienen und Schwechat zum Drehkreuz ausgebaut werden. Dadurch würden die Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs in Schwechat gegenüber dem Basisjahr 2003 bis zum Jahr 2025 um das 2- bis 3-fache anwachsen. Zusätzlich zum CO2-Ausstoß sind bei Flügen weitere umwelt- und klimaschädliche Substanzen relevant. Obwohl nur etwa 3-7% der Weltbevölkerung fliegt, leiden alle unter den Auswirkungen des Klimawandels – ausgerechnet Menschen im Globalen Süden, die wenig fliegen. … ZERSTÖRT LEBENSRÄUME FÜR PFLANZEN UND TIERE. Rund 760 Hektar Fläche würde das Projekt 3. Piste in Anspruch nehmen. Knapp 200 Hektar müssten für Landebahn und Rollwege mit Beton und Asphalt versiegelt werden – das entspricht 8 mal der Wiener Ringstraße. Betroffen sind auch 20 Hektar Wald, der gerodet werden soll, sowie Trockenrasenflächen und Schutzgebiete von sehr seltenen, bedrohten Großtrappen und Zieseln in nächster Nähe. Die dafür vorgebrachte Scheinlösung lautet, die zerstörte Natur solle über Ausgleichsflächen woanders „wiederhergestellt“ werden. Doch Natur ist nicht gleich Natur. Statt des Ablasshandels mit Naturzerstörung sollte unnötige, nicht nachhaltige Infrastruktur gar nicht erst gebaut werden. … VERHINDERT STADTNAHE LANDWIRTSCHAFT. Durch den Ausbau würden zudem mehrere hundert Hektar Ackerfläche zerstört werden. Dies ist besonders gravierend angesichts der Tatsache, dass ohnehin schon täglich rund 20 Hektar Fläche in Österreich versiegelt werden – obwohl eine regionale und stadtnahe Landwirtschaft notwendig ist für eine zukunftsweisende erdölarme Lebensmittelversorgung. … FÜHRT ZUR ZUNAHME VON FLUGLÄRM, LUFTVERSCHMUTZUNG UND GESUNDHEITSSCHÄDEN. Der Flughafen liegt in unmittelbarer Nähe dichtverbauten Gebietes. Die 3. Piste würde den Flugverkehr genau über die Ballungszentren des Großraums Wien leiten. Direkt betroffen sind dann mindestens 350.000 Menschen. Das vom Flughafen prognostizierte Flugaufkommen würde von derzeit (2013) 240.000 Flugbewegungen auf 460.000 im Jahr 2030 ansteigen, also ca. jede Minute ein Start und eine Landung. Lärm, vor allem nachts, sowie die Luftverschmutzung durch Stickoxide und Feinstaub, verursachen physische und psychische Gesundheitsschäden. … DIENT PRIVATEN PROFITEN - ABER FÜHRT ZU SCHÄDEN FÜR DIE ALLGEMEINHEIT. Flugverkehr ist nur deshalb ein profitables Geschäft, weil sämtliche externe Kosten auf die Gesellschaft ausgelagert werden – wie Gesundheitsschäden, Klimawandel und Naturzerstörung. Gleichzeitig profitiert die Flugindustrie von einer Reihe von Steuererleichterungen: Die FWAG (Flughafen Wien Aktiengesellschaft) ist grundsteuerbefreit, die Flugabgabe sehr gering, Auslandsflüge sind von der Umsatzsteuer, Kerosin von der Mineralölsteuer befreit. Das Insolvenzrisiko der FWAG, die inzwischen zu 38% einem australischen Pensionsfonds gehört, wird auf die Steuerzahler*innen abgewälzt werden, da man die FWAG nicht in Konkurs gehen lassen kann, wenn das prognostizierte Passagieraufkommen nicht eintritt.
    798 von 800 Unterschriften
    Gestartet von System Change
  • Schlimmer als Asbest! Stoppen Sie die krank machenden Ultra-/ Feinstäube und Gifte aus Laserdruckern
    Chronisch krank, brutale Atemnot, nicht zur Schule gehen können, Ausbildung, Studium und Beruf aufgeben müssen: Das sind die leidvollen Erfahrungen tausender Menschen, die durch die Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern krank geworden sind. Es gibt auch Todesopfer. Millionen Menschen atmen fast täglich Milliarden gefährliche Nanopartikel ein, die bis in die Zellen und sogar ins Gehirn eindringen. „Was ich hier sehe, ist schlimmer als Asbest“, waren die Worte eines Pathologen. Diese vollkommen vermeidbare Gefahr gilt es zu stoppen! Feinstaub ist laut Bundesregierung eine tödliche Gefahr und entsteht auch durch Laserdrucker und Kopierer (vgl. Artikel vom 23.04.14)! Am 25.08.2016 informierte die Bundesregierung in dem Artikel Luftverschmutzung macht krank erstmals über Atemwegsentzündungen, Thrombosen und Lungenkrebs durch Ultrafeinpartikel, die auch aus Laserdruckern kommen. Die Grünen haben im Bundestag einen Antrag zum Schutz der Innenraumluft und gegen die Druckeremissionen eingebracht. Doch die SPD schwenkt zurück auf überwunden geglaubte Positionen des Bundesumweltministeriums und behauptet, es gebe keine Risiken. Die CDU spricht sogar von einem „Scheinproblem“. Angesichts der oftmals schweren Erkrankungen tausender Bürger klingt das wie Hohn. Feinstaub wird nicht dadurch ungefährlich, dass er ultrafein und angereichert mit gefährlichen Schadstoffen ungefiltert aus Laserdruckern direkt in die Atemluft der Menschen geblasen wird. Seit 2007 versuchen die Behörden sich mit der Aussage zu retten, die emittierten Partikel wären fast kein Toner. Stimmt, aus Dieselfahrzeugen kommt auch kein Diesel. nano-Control (www.nano-control.org) liegen tausende Meldungen von Betroffenen vor, die seit 1998 um ihr Recht auf gesunde Raumluft kämpfen. Die Feinstaubgefahr aus den Druckern betrifft fast Jede/n: Feinstaub tötet laut Europäischer Umweltbehörde (EEA) allein in Europa jährlich 430.000 Menschen und kommt laut Bundesregierung auch aus Laserdruckern und Kopierern. Schon 1995 stellte die US-Umweltbehörde (EPA), die den Diesel-Skandal aufdeckte, nach Untersuchung der Emissionen von Kopiergeräten fest, dass von der Innenraumluft die größten Umweltrisiken für die nationale Gesundheit ausgehen. Weltweit belasten über eine Milliarde Geräte die Atemluft von Menschen. Sie blasen einen unsichtbaren und ungefilterten Mix aus gefährlichen Schadstoffen und Milliarden ultrafeinen Partikeln pro Seite in die Atemluft, darunter metallische und Kohlenstoff-Nanopartikel aus den Tonern! Die Schweizer Rückversicherung Swiss Re rechnet Nanopartikel und Chemikalien zu zwei der sechs größten Risiken der Menschheit. Die Geräte sind fast allgegenwärtig. Man kann sich den Emissionen kaum entziehen und man hat keine Wahl, ob man sie einatmet oder nicht. Die leidvollen Erfahrungen der Betroffenen werden inzwischen durch eine Fülle internationaler Studien bestätigt. Schädigungen wurden schon nach Minuten und wenigen gedruckten Seiten beobachtet, auch im Niedrigdosisbereich und an gesunden Menschen. Sie betreffen daher Jede/n. Die Schäden gehen in die Milliarden. Forscherteams aus Harvard, Peking und Freiburg warnen. Aus Schaden klug werden – zum Glück gibt es Lösungen: Emissionsarme Tintendruckgeräte schonen nachweislich die Gesundheit, sind längst so leistungsstark wie Laserdrucker und sparen laut Herstellern 90 % Material, 80 % Strom und 50 % Kosten. Filter können die Emissionen senken. Ein erster Hersteller baut jetzt weltweit Filter ein. Das zeigt, dass es etwas zu filtern gibt, was besser nicht eingeatmet wird.
    4.871 von 5.000 Unterschriften
    Gestartet von Heike Krüger Picture
  • Stresstest für dubiosen Braunkohle-Käufer
    Vattenfall, der staatliche schwedische Energieriese, will sich ein neues Image geben: grün und zukunftsgerichtet. Da passt alte, schmutzige Braunkohle nicht ins Bild. Daher will Vattenfall sein Braunkohle-Geschäft in der Lausitz verkaufen. Den Zuschlag hat nun ein dubioses und undurchschaubares tschechisch-zypriotisch-luxemburgisches Firmengeflecht rund um den Energiekonzern EPH bekommen [1]: ein zwielichtiger Konzern, der sich nicht für die ordentliche Beendigung des Braunkohle-Tagebaus interessiert, sondern nur für die Maximierung ihres Profits. Es ist zu befürchten, dass am Ende die Menschen in Sachsen auf den Folgekosten für die Rekultivierung des riesigen Gebietes sitzen bleiben. WAS SIND DIE FOLGEKOSTEN? Durch den jahrzehntelangen Abbau von Kohle entstanden in der Lausitz riesige Tagebaue, einige davon viermal so groß wie der Berliner Bezirk Kreuzberg. Wenn die letzte Kohle abgebaggert ist, bleibt nur noch eine gigantische und tote Grube zurück. Rückgängig machen lässt sich die Zerstörung von Dörfern, Feldern und Wiesen nicht, stattdessen wird die Region "rekultiviert": die Lebensräume für Pflanzen, Tiere und vielleicht sogar Menschen wiederherstellen. Dabei geht es nicht nur um Bepflanzung einer völlig zerstörten Region, die allein schon eine riesige Herausforderung ist. Durch die massiven Erdarbeiten und der spätere Wiederanstieg des Grundwassers werden Eisenocker und Sulfat in Grund- und Oberflächenwasser gespült, was nicht nur die Flussfauna und -flora, sondern auch die Trinkwasserqualität gefährdet. Laut einer Studie von Greenpeace sind alleine diese Rekultivierungskosten mit ungefähr 104.000 Euro pro Hektar Tagebau zu beziffern. Der Tagebau Welzow-Süd beispielsweise umfasst eine Fläche von 11.200 Hektar. Mit dieser Rechnung entsprächen also die Sanierungskosten alleine für diesen Tagebau schon mehr als eine Milliarde Euro. Als das verursacht jahrzehntelang Kosten, man spricht von "Ewigkeitskosten". WELCHE ZWEIFEL GIBT ES AN DER ZUVERLÄSSIGKEIT VON EPH? Die EPH-Gruppe hat eine intransparente Firmenstruktur: das luxemburgisch-tschechisch-zypriotische Firmengeflecht besteht aus mehr als 40 TochTerfirmen, einige davon Briefkastenfirmen in Steuerparadisen. Das macht sowohl Geschäftspraktiken als auch Geschäftsmodell undurchschaubar. Weder EPH noch der Finanzpartner PPF haben eine offizielle Unternehmenskommunikation zu Themen wie Korruption, Umwelt und Nachhaltigkeit, PPF hat noch nicht einmal einen Jahresbericht [2]. EPH hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sein Geschäftsmodell auf Gewinnmaximierung beruht: Als der Konzern die Mitteldeutsche Braunkohle AG (Mibrag) kaufte, zog er dieser erstmal Milliardenbeträge ab: Geld, das für die Rekultivierung der Region gedacht war. Das könnte auch in der Lausitz passieren: EPH verschiebt mögliche Gewinne über zahlreiche Tochterfirmen an die Schattenfinanzplätze und am Ende müssen die Steuerzahler die Milliardenkosten für die Aufräumarbeiten tragen. WAS FORDERN WIR VON SACHSEN? Sachsen muss EPH einem Stresstest unterziehen. Ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen muss die Finanzstruktur von EPH prüfen und ermitteln, ob das Unternehmen überhaupt genug Rückstellungen für die Rekultivierung der Region hat und wie verhindert werden kann, dass sich das Unternehmen den Folgekosten entzieht. Ein Gutachter muss auch untersuchen, wie sich die Strompreise in Deutschland entwickeln und Worst-Case-Szenarien erstellen. Ausgehend von diesem Szenario müsste auch ein Maßnahmekatalog für Sachsen erstellt werden, wie es sich gegen Folgekosten absichern kann. [1] “Vattenfalls komische Compliance”, Unabhängige Berichte über die Energiewirtschaft in Ostdeutschland, Mittel- und Osteuropa, 03.05.2016 http://stefanschroeter.com/1209-vattenfalls-komische-compliance.html#.V0yWasf1jzJ [2] “Nice and clean? Does EPH meet Sweden’s and Vattenfall’s ethical standards?” Greenpeace, May 2016, https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/06/Nice-and-Clean-Final-report-Eng.pdf
    5.182 von 6.000 Unterschriften
    Gestartet von Sabine Kunze
  • Stresstest für dubiosen Braunkohle-Käufer!
    Vattenfall, der staatliche schwedische Energieriese, will sich ein neues Image geben: grün und zukunftsgerichtet. Da passt alte, schmutzige Braunkohle nicht ins Bild. Daher will Vattenfall sein Braunkohle-Geschäft in der Lausitz verkaufen. Den Zuschlag hat nun ein dubioses und undurchschaubares tschechisch-zypriotisch-luxemburgisches Firmengeflecht rund um den Energiekonzern EPH bekommen [1]: ein zwielichtiger Konzern, die sich nicht für die ordentliche Beendigung des Braunkohle-Tagebaus interessiert, sondern nur für die Maximierung ihres Profits. Es ist zu befürchten, dass am Ende die Menschen in Brandenburg auf den Folgekosten für die Rekultivierung des riesigen Gebietes sitzen bleiben. WAS SIND DIE FOLGEKOSTEN? Durch den jahrzehntelangen Abbau von Kohle entstanden in der Lausitz riesige Tagebaue, einige davon viermal so groß wie der Berliner Bezirk Kreuzberg. Wenn die letzte Kohle abgebaggert ist, bleibt nur noch eine gigantische und tote Grube zurück. Rückgängig machen kann man das nicht, allerdings kann man die Region “rekultivieren”: die Lebensräume für Pflanzen,Tiere und vielleicht sogar Menschen wiederherstellen. Dabei geht es nicht nur um Bepflanzung einer völlig zerstörten Region, die allein schon eine riesige Herausforderung ist. Die Böden sind mit Chemikalien, Schwermetallen oder Öl belastet. Eine große Herausforderung besteht außerdem darin, den Grundwasserhaushalt einer Region wieder zu normalisieren: Für die Tagebaue wird der Grundwasserspiegel abgepumpt, damit in der Tiefe gebaggert werden kann. Durch diese sogenannte “Sümpfung” wird das Wassersystem zur Trinkwassergewinnung und der Grundwasserhaushalt für Jahrhunderte geschädigt. Außerdem verlieren Flüsse ihren Grundwasseranschluss oder verlagern ihre Quellen. Laut einer Studie von Greenpeace sind diese Sanierungskosten mit ungefähr 104.000 Euro pro Hektar Tagebau zu beziffern. Der Tagebau Welzow-Süd beispielsweise umfasst eine Fläche von 11.200 Hektar. Mit dieser Rechnung entsprächen also die Sanierungskosten alleine für diesen Tagebau schon mehr als eine Milliarde Euro. All das verursacht jahrzehntelang Kosten, man spricht auch von “Ewigkeitskosten”. WELCHE ZWEIFEL GIBT ES AN DER ZUVERLÄSSIGKEIT VON EPH? Die EPH-Gruppe hat eine intransparente Firmenstruktur: das luxemburgisch-tschechisch- zypriotische Firmengeflecht besteht aus mehr als 40 Tochterfirmen, einige davon Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen. Das macht sowohl Geschäftspraktiken als auch Geschäftsmodell undurchschaubar. Weder EPH noch der Finanzpartner PPF haben eine offizielle Unternehmenskommunikation zu Themen wie Korruption, Umwelt- und Nachhaltigkeit. PPF hat noch nichtmal einen Jahresbericht [2].   EPH hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sein Geschäftsmodell auf Gewinnmaximierung beruht: Als der Konzern die Mitteldeutsche Braunkohle AG (Mibrag) kaufte, zog er dieser erstmal Milliardenbeträge ab: Geld, das für die Rekultivierung der Region gedacht war. Das könnte auch in der Lausitz passieren: EPH macht Gewinn, verschiebt das Geld über zahlreiche Tochterfirmen in Schattenfinanzplätze - und am Ende bleibt die Region auf  den Milliardenkosten für die Aufräumarbeiten sitzen. WAS FORDERN WIR VON BRANDENBURG? Brandenburg muss EPH einem Stresstest unterziehen. Ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen muss die Finanzstruktur von EPH prüfen und ermitteln, ob das Unternehmen überhaupt genug Rückstellungen für die Rekultivierung der Region  hat und wie verhindert werden kann, dass sich das Unternehmen den Folgekosten entzieht. Ein Gutachter muss auch untersuchen, wie sich die Strompreise in Deutschland entwickeln, und Worst-Case-Szenarien erstellen. Ausgehend von diesem Szenario müsste auch ein Maßnahmekatalog für Brandenburg erstellt werden, wie es sich gegen Folgekosten absichern kann. [1] “Vattenfalls komische Compliance”, Unabhängige Berichte über die Energiewirtschaft in Ostdeutschland, Mittel- und Osteuropa, 03.05.2016 http://stefanschroeter.com/1209-vattenfalls-komische-compliance.html#.V0yWasf1jzJ [2] “Nice and clean? Does EPH meet Sweden’s and Vattenfall’s ethical standards?” Greenpeace, May 2016, https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/06/Nice-and-Clean-Final-report-Eng.pdf
    3.919 von 4.000 Unterschriften
    Gestartet von Hannelore Wodtke
  • Retten Sie 50 Millionen Küken!
    Ich habe seit vielen Jahren eigene Hühner in meinem Garten. Hühner sind tolle, intelligente und sehr soziale Tiere und sie machen unheimlich Spaß! Ich finde es unfassbar grausam, dass die männlichen Küken der Legerassen direkt nach dem Schlüpfen lebendig geschreddert oder vergast werden, nur weil sie sich aufgrund der heutzutage völlig übertriebenen Züchtung nicht dazu eignen, in kürzester Zeit Schlachtreife zu erlangen. Jedes Jahr landen in Deutschland 50 Millionen männliche Küken auf dem Müll.[1] Die männlichen Küken werden in Agrarfabriken direkt nach dem Schlupf aussortiert und qualvoll vergast oder lebendig geschreddert. Niedersachen und Nordrhein-Westfalen wollen das Schreddern der Eintagsküken verbieten. Doch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) sträubt sich gegen ein bundesweites Verbot. Jetzt müssen wir die Länder im Streit mit Schmidt unterstützen und ihm gemeinsam zeigen: Wir Wähler/innen nehmen es nicht länger hin, wie in Agrarfabriken mit den Tieren umgegangen wird! Wie andere Nutztiere auch werden Hühner in der Agrarindustrie mit aufwendigen Programmen auf immer mehr Leistung gezüchtet. Legehennen werden dazu gezüchtet, möglichst viele Eier zu legen, sie nehmen nicht so schnell zu wie Masthühner. Die Brüder der späteren „Legehennen“ sind wertlos für die Industrie, da sie weder Eier legen können noch einen wirtschaftlich rentablen Fleischansatz haben.[2] Dass es auch anders geht, zeigt die Initiative “Bruderhahn”. Pro Legehenne darf ein männliches Küken mit aufwachsen. Es wird auf einem Mastbetrieb mit Zugang zum Freiland aufgezogen. Die Küken stammen grundsätzlich von einer ökologischen Elterntierherde ab. Die Hähne werden bis zur 5. Woche mit den Hennen zusammen aufgezogen. Durch die Bruderhahn-Initiative wird zugleich die konzernunabhängige ökologische Geflügelzucht unterstützt [3]. Denn der Markt der “Küken-Produktion” ist derzeit nur auf wenige Großkonzerne aufgeteilt. Ein Verbot des Schreddern und Vergasen der Eintagsküken wäre ein wichtiger Schritt in Richtung einer ökologischeren und tiergerechteren Landwirtschaft. ____________ [1] Diese Zahl errechnet sich aus der Anzahl der jährlich in Deutschland geschlüpften Küken für Elterntierfarmen und Legebetriebe sowie der biologischen Regel, nach der über einen längeren Zeitraum hinweg etwa gleich viele weibliche und männliche Nachkommen schlüpfen. [2] Planet Wissen: „Hühnerwirtschaft - Vom Tier zum Produkt“ [3] Webseite der Initiative Bruderhahn, Mai 2016 Foto: Aleksandr Kondratuk / dpa Diese Petition wurde ursprünglich gestartet von Yves Venedey (Campact-Themenscout).
    267.129 von 300.000 Unterschriften
    Gestartet von Janine Schulz
  • ÖPNV-Prämie für Bus- und Bahn-Abo bei Abmeldung des Autos
    Deutschland hat jahrzehntelangen Nachholbedarf an wirklich nachhaltiger und ressourcenschonender Mobilität durch einen leistungsstarken öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Im europäischen Vergleich ist Deutschland ist nahezu Schlusslicht bei Schieneninvestitionen. (Vergleiche: https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2015-023-pro-kopf-ranking-europa-vergleich-bei-schienen-investitionen/ ) Durch stärkere Nachfrage wächst der Anreiz für Bund, Länder und Kommunen, ausreichende Planungen und Investitionen zugunsten eines zeitgemäßen öffentlichen Personenverkehrs und der zugehörigen logistischen und technischen Entwicklungen anzugehen und langfristig sicherzustellen. Der derzeitige Fokus auf dem (E-) Auto verschlimmert die Probleme, statt sie zu lösen. Flächenfraß durch immer neue Umgehungsstraßen und Stellplätze, Stau, Zerschneidung der Städte und Dörfer durch Straßen, mangelnde Infrastruktur für Radfahrer und ÖPNV und hoher Rohstoffverbrauch in der Herstellung bleiben durch eine reine Umstellung aufs Elektroauto bestehen. Gute und barrierefreie ÖPNV-Anschlüsse und -Takte in Stadt und Land sind umweltfreundlicher, entlasten den Geldbeutel vieler Menschen von dem bisherigen Druck, ein Auto unterhalten zu müssen, und dienen der besseren Teilhabe auch minderjähriger und behinderter Menschen am Verkehr. Der Einsatz der staatlichen Finanzen muss ökologisch und sozial nachhaltig sein.
    192 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Frithjof Rittberger Picture
  • Keine Verklappung von Baggergut im Weltnaturerbe Wattenmeer
    Durch die Küstennahe Verklappung des Baggergutes wird die Trübung des Wassers zunehmen und die Strände der deutschen Nordseeinseln – allen voran Borkum – verlieren ihren einmaligen Charakter. Eine weitere Verschlechterung der Wasserqualität gefährdet Wirtschaftszweige wie Tourismus und Fischerei. Die Belastung des gesamten Öko-Systems ist schon heute grenzwertig. In dem Lebensraum Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer sind solche Maßnahmen zu unterlassen. Aktuelle Situation: Die Ems-Mündung vor der Deutsch/Niederländischen Küste ist bereits jetzt durch zahlreiche Eingriffe erheblich geschädigt. In laufenden Verfahren muss der EU berichtet werden, wie die Länder eine Verbesserung der Situation herbeiführen wollen. Eine weitere Vertiefung gefährdet die Küstenregion und wird wie alle vorangegangenen Eingriffe die Situation in der Emsmündung und auch im Flusslauf verschlechtern. Hintergründe: Um das neue 1,6 Gigawatt RWE Kohlekraftwerk in Eemshaven (NL) mit großen Schiffen beliefern zu können, möchte die Niederlande die Außenems vertiefen und das Baggergut auf deutscher Seite im Weltnaturerbe Wattenmeer unter anderem in ausgewiesenen Schutzzonen verklappen. Kohlelieferanten sind zum Beispiel Brasilien, Kolumbien und Südafrika. Für die Betreiber des Kohlekraftwerkes ist es das Ziel, mit größtmöglichen Schiffen einen wirtschaftlichen Betrieb des Kraftwerkes zu erreichen. Belange der Umwelt und einer lebenswürdigen Zukunft spielen in diesen Betrachtungen keine Rolle. Weil der Weg auf die offene See zu weit und damit den Betreibern auch zu teuer ist, soll das Baggergut in den Naturschutzräumen verklappt werden. Die letzten Berufsfischer der ostfriesischen Küste und die Strände der unmittelbar an das Gebiet grenzenden Insel Borkum sind ebenso gefährdet wie viele Arten dieses einzigartigen Lebensraumes.
    2.742 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Hajo Rutenberg