• Bremer Dekade des Klimanotstands
    Wer im Jahre 2019 noch eine Begründung braucht, der/die sei auf diese Links verwiesen: Hintergrundpapier von Germanwatch zur Klimakrise: https://germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/GW-Klimakrise-WEB_0.pdf Kiel beschließt Klimanotstand: https://www.deutschlandfunk.de/kiel-beschliesst-klimanotstand-wenn-wir-das-1-5-grad-ziel.1769.de.html?dram:article_id=449103 Mehrzahl der Deutschen ist unzufrieden mit der Klimapolitik: https://www.deutschlandfunk.de/studie-mehrzahl-der-deutschen-unzufrieden-mit-klimapolitik.2850.de.html?drn:news_id=1012104 UN-Bericht zum Artenschutz-"Eine Million Arten werden aussterben": https://www.zdf.de/nachrichten/heute/interview-weltbiodiversitaetsrat-bericht-100.html Klimastudie von Campact: https://blog.campact.de/2019/03/klimastudie/ Ansonsten nützen wir den Platz hier, um die Unterstützung von Instituten und Personen des öffentlichen Lebens kenntlich zu machen. Wer aufgenommen werden möchte, schreibe bitte eine Nachricht an mitmachen@dekade-des-klimanotstands. Twitter: https://twitter.com/klimanotstandhb Instagram: https://instagramm.com/klimanotstandhb
    1.243 von 2.000 Unterschriften
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  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Sachsen braucht mehr Jugendbeteiligung!
    Das Weltaktionsprogramm „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO präzisiert in einer detaillierten Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms fünf wesentliche Handlungsfelder: Eines davon (Priority Action Area 4) ist es, die Jugend zu befähigen und sie zu mobilisieren, BNE umzusetzen („Empowering and mobilizing youth“ S. 22-23 Unesco Roadmap for Implementing the Global Action Programme on Education for Sustainable Development). Dazu sollen BNE-Maßnahmen speziell für Jugendliche entwickelt werden. Die herausragende Stellung der jungen Menschen wird im Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung, der am 20.06.2017 von der Nationalen Plattform (dem obersten Lenkungsgremium für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland) verabschiedet wurde, präzisiert. Der NAP hebt klar hervor, dass „junge Menschen […] unverzichtbare Akteurinnen und Akteure [sind], wenn es um die Gestaltung von Zukunft und Transformation geht. Sie müssen durch wirksame Beteiligung und Mitsprache in der BNE jugendgemäß eingebunden werden. Nur so kann sich neues Handeln unter Beteiligung aller entfalten“ (Nationaler Aktionsplan BNE S.70) Sowohl das BMBF (Bildungsministerium für Bildung und Forschung) als auch das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) haben sich im NAP dazu verpflichtet, Commitments umzusetzen, um die Jugend langfristig zu beteiligen. Das BMBF hat dazu das Jugendbeteiligungsgremium youpaN finanziert, das aus 20 jungen Menschen besteht, welche in den Fachforen, der Nationalen Plattform, in bundesweiter Kooperation und direkt vor Ort an der Umsetzung von BNE arbeiten. Wir empfinden es als äußert bedauerlich, dass in dem Prozess zur Erstellung der Sächsischen Landesstrategie zu BNE junge Menschen nicht systematisch beteiligt worden sind. Außerdem ist es für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass das prioritäre Handlungsfeld Jugend, das durch den NAP detailliert ausgestaltet wurde, und zu ersten langfristig angelegten Jugendbeteiligungsprozessen geführt hat, von der BNE-Landesstrategie Sachsen in keiner Weise berücksichtigt wurde. Folgerung/Forderung: Deshalb sollte die am 22.01.2019 von der Sächsischen Staatsregierung verabschiedete Sächsische Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dahingehend erweitert werden, dass junge Menschen in angemessener Weise an der Umsetzung von BNE in Sachsen beteiligt werden. Wir fordern die Landesregierung Sachsen dazu auf, in Anlehnung an den NAP (insbesondere an S. 70/71) ein eigenständiges Jugendforum einzuführen, das in gleichberechtigter Weise mit anderen Stakeholdern und Expertengremien die Landesstrategie BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen umsetzt. Dieses Jugendforum soll die Möglichkeit haben, in einem von ihnen mit gestalteten Rahmen eigene Initiativen zur Umsetzung von BNE zu ergreifen, die von der Landesregierung wertschätzend aufgenommen und berücksichtigt werden. Junge Menschen sollen in sämtlichen Prozessen – angefangen von der Überarbeitung der Lehrpläne, um diese BNE-gerechter zu machen, über Gespräche mit Expert*innen zum Thema BNE bis hin zur Evaluierung von Maßnahmen zur Umsetzung von BNE – eingebunden werden und Möglichkeiten haben, ihre Sicht nicht nur zu äußern, sondern diese Prozesse aktiv mitzugestalten. Außerdem fordern wir, ähnlich zu den bereits existierenden Formaten auf Bundesebene, youcoN und youprO, regionale Konferenzen zu BNE durchzuführen, sowie Mittel für eigenständige Projekte von jungen Menschen zum Thema BNE bereitzustellen. Ferner sollte die Landesregierung die finanziellen und personellen Mittel zur Verfügung stellen, um jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten zu geben, an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE auf lokaler Ebene mitzuwirken, wie es auch im NAP als explizites Ziel geäußert wird. Die Erstellung eines umfassenden Jugendbeteiligungskonzeptes muss den Rahmenbedingungen in den Bundesländern angepasst werden. Bei diesem Prozess ist es unabdingbar, dass wir junge Menschen miteinbezogen werden. Das youpaN bringt dazu gerne die bereits gemachten Erfahrungen auf Bundesebene ein. Wir als junge Generation stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Wir müssen jetzt die entscheidenden Weichen stellen für eine friedliche und nachhaltige Welt. Es geht um unsere Zukunft und deshalb haben wir das Recht mitzubestimmen was wir lernen und wie zukunftsfähige Bildung aussieht!
    277 von 300 Unterschriften
    Gestartet von youpan - Jugendpanel zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung Picture
  • Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie – Die Zivilklausel in NRW erhalten!
    Erstunterzeichner*innen der Kampagne: Soziale Bewegung und Kultur: • Aktionsbündnis Uni Köln • Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) • Anja Weber, Vorsitzende DGB NRW • Marlis Tepe, Bundesvorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) • Dorothea Schäfer, Vorsitzende GEW NRW • Mohamed Boudih, Vorsitzender Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW • Hans Lawitzke, Europäischer Ford-Betriebsrat • GEW Studis NRW • Fachgruppe Hochschule & Forschung GEW NRW • Netzwerk Friedenskooperative • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) • Jürgen Grässlin, Bundessprecher DFG-VK • Aachener Friedenspreis e.V. • NaturwissenschaftlerInnen-Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit (NatWiss) • IALANA Deutschland – Vereinigung für Friedensrecht. • Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) • Frauennetzwerk für Frieden e.V. • Lühr Henken, Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag • Dr. Dietrich Schulze, ehem. Betriebsratsvorsitzender Kernforschungszentrum Karlsruhe, Initiative gegen Militärforschung an Universitäten • Reiner Braun, Präsident vom IPB (International Peace Bureau) • Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten • Eine Welt Netz NRW • Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde, Staatssekretär a. D. • Naturfreunde NRW • Naturfreunde Jugend NRW • Fridays for Future Köln • Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. • Dr. Jürgen Münch, Attac • Stephan Brües, Ko-Vorsitzender Bund für Soziale Verteidigung • Bund für Soziale Verteidigung • Wilfried Schmickler, Kabarettist • Günter Wallraff, Publizist • Doğan Akhanlı, Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist • Volker Pispers, Kabarettist Wissenschaft: • Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Universitätspräsident i.R. • Prof. Norbert Finzsch (em.), Historiker, ehem. Prorektor, Uni Köln • Prof. Christiane M. Bongartz, Anglistische Sprachwissenschaft, Uni Köln • Prof. Heinz-J. Bontrup, Wirtschaftswissenschaftler, Westfälische Hochschule, Träger des Bundesverdienstkreuzes • Prof. Astrid Rehorek, Direktorin des Instituts für Automation & Industrial IT, TH Köln • Dr. Sharo Garip, Politikwissenschaftler, Mitunterzeichner des Aufrufs der „Akademiker für den Frieden“ in der Türkei • Prof. Christiane Rieker, Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme, TH Köln • Prof. Jörg Krone, Informatik und Naturwissenschaften, FH Südwestfalen • Prof. Jost Reinecke, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Uni Bielefeld • Prof. Armin Bernhard, Erziehungswissenschaft, Uni Duisburg-Essen • Prof. Ursula Binder, Management & Controlling und nachhaltige Entwicklung, TH Köln • Prof. Hartwig Hummel, Europapolitik & Internationale Beziehungen, Uni Düsseldorf • Prof. Christoph Dalitz, Mathematik & Informatik, Hochschule Niederrhein • Prof. Erhard Schüttpelz, Medienwissenschaft, Uni Siegen • Dr. Lena Frischlich, Kommunikationswissenschaft, Uni Münster • Prof. Dietrich Stauffer (em.), Theoretische Physik, Uni Köln • Prof. Oliver Bierhoff, Fachbereich Sozialwesen, FH Bielefeld • Prof. Daniel Bunčić, Slavistik, Uni Köln • Prof. Christoph Butterwegge (em.), Politikwissenschaft, Uni Köln • Dr. Kerstin Eppert, Interdisziplinäre Konflikt- & Gewaltforschung, Uni Bielefeld • Dr. Ute Finckh-Krämer, Mathematikerin • Prof. Manfred Frank (em.), Philosophie, Uni Bielefeld • Prof. Reinhold Hedtke, Wirtschaftssoziologie & Didaktik der Sozialwissenschaften, Uni Bielefeld • Prof. Joachim Hemberger, II. Physik, Uni Köln • Prof. Estelle Herlyn, Centrum für nachhaltige Entwicklung, FOM Düsseldorf • Dr. Klaus Herrmann (i.R), Zoologie, Personalrat, Uni Köln • PD Dr. Martin Janßen, Theoretische Physik, Uni zu Köln • Prof. Barbara Job, Linguistik romanischer Sprachen, Uni Bielefeld • Prof. Franz Kasper Krönig, Elementardidaktik & Kulturelle Bildung, TH Köln • Prof. Dieter Kelletat (em.), Geographie, Uni Duisburg-Essen • PD Dr. Rochus Klesse, Theoretische Physik, Uni Köln • Prof. Habbo Knoch, Neuere & Neueste Geschichte, Uni Köln • Dr. Anja Kootz, Afrikanistik & Ägyptologie, Uni Köln • Prof. Sigrid Leitner, Sozialpolitik, TH Köln • PD Dr. Bettina Lösch, Politikwissenschaft & politische Bildung, Uni Köln • Dr. Albert Manke, Iberoamerikanische Geschichte, Uni Bielefeld • Prof. Christoph Marx, Außereuropäische Geschichte, Uni Duisburg-Essen • PD Dr. Volker Ossenkopf-Okada, I. Physik, Uni Köln • Prof. Markus Ottersbach, Angewandte Sozialwissenschaften, TH Köln • Dr. Mirko Petersen, Center for InterAmerican Studies, Uni Bielefeld • Prof. Andrea Platte, Angewandte Sozialwissenschaften, TH Köln • Prof. Heinrich W. Schäfer, Philosophie & Theologie, Uni Bielefeld • Dr. Simone Scharbert, Deutsche Sprache & Literatur I, Uni Köln • Prof. Stephan Schlemmer, I. Physik, Uni Köln • Prof. Notker Schneider, Philosophische Anthropologie & Ethik, TH Köln • Prof. Harald Schroeter-Wittke, Evangelische Theologie, Uni Paderborn • Prof. Tim Schubert, Direktor des Instituts für Anlagen- und Verfahrenstechnik, TH Köln • Prof. Jörg Schulte, Slavisches Institut, Uni Köln • Prof. Andreas Schulz, Math-Nat Fakultät, Uni Köln • Prof. Andreas Thimmel, Wissenschaft der Sozialen Arbeit, TH Köln • Prof. Peer Ueberholz, Informatik, Hochschule Niederrhein • Prof. Anne Waldschmidt, Soziologie & Politik der Rehabilitation Disability Studies, Uni Köln • PD Dr. Edgar Weiß, Erziehungswissenschaftler & freier Publizist • Prof. Felix Wemheuer, Moderne China-Studien, Uni Köln • Ulrike Wesch, Global South Studies Center, Uni Köln • Prof. Michael Zeuske (em.), Iberische & Lateinamerikanische Geschichte, Uni Köln • Prof. Jörg Zirfas, Allgemeine Erziehungswissenschaft, Uni Köln • Prof. Isabel Zorn, Angewandte Sozialwissenschaften, TH Köln
    11.944 von 15.000 Unterschriften
    Gestartet von Zivilklausel erhalten
  • Kochausbildung öffnen - für alle Ernährungsformen
    AUSGANGSLAGE Nach über 20 Jahren wird zur Zeit die Ausbildungsordnung für Köche/Köchinnen neu formuliert. Verantwortlich dafür ist das BIBB, welches Vertreter der Arbeitgeber (DEHOGA) und Arbeitnehmer (NGG) mit der Ausformulierung beauftragt. Eine Modernisierung der traditionell auf Fisch und Fleisch (F/F) ausgerichteten Ausbildung ist dringend notwendig - nicht nur wegen der stark geänderten Kundenwünsche oder wegen der vom hohen Fleischkonsum maßgeblich mitverursachten Klimakatastrophe. Auch die Ausbildung selbst steckt seit Jahren in der Krise: es gibt immer weniger Azubis, eine enorm hohe Abbrecherquote, und die Qualität der Ausbildung, gemessen an den Prüfungsergebnissen, sinkt kontinuierlich. Die Ende 2018 gestartete Petition "Ausbildung vegetarisch/vergane*r Koch/Köchin - Jetzt!" (www.weact.campact.de/petitions/ausbildung-vegetarischer-veganer-koch-kochin-jetzt-1) hat zwar schon fast 20.000 Stimmen erreicht, aber DEHOGA und NGG nicht beeindruckt - sie lehnen einen zusätzlichen Ausbildungsberuf ab. Auch die Einführung sog. "Wahlqualifikationen", eine Stärkung von Themen wie z.B. "Gemeinschaftsverpflegung", "Catering" oder "Vegetarisch/vegan (v/v)" wird abgelehnt. Die vorliegende Petition fordert nun keine eigene Ausbildung für v/v, sondern eine generelle Öffnung für alle Ernährungsformen. Diese Forderung ist weitergehend als die der ersten Petition - aber verblüffend einfach zu realisieren. ARGUMENTE Warum lehnen DEHOGA und NGG überhaupt eine zusätzliche Ausbildung ab? Hauptargument ist die Sorge, dass ein spezialisierter Koch womöglich nicht in allen Restaurants, Hotels und Kantinen voll einsetzbar ist - deshalb soll es bei der altmodischen, auf F/F ausgerichteten Ausbildung bleiben. Und scheinbar ist es kein Widerspruch, eine Spezialisierung abzulehnen, aber auf der unzeitgemäßen Spezialisierung auf F/F zu beharren. Die Sorge an sich ist unbegründet, denn ein gut ausgebildeter Koch kann leicht und schnell die Zubereitung neuer Produkte lernen - denn dies wird (wie übrigens in allen Berufen) ständig gefordert, z.B. wenn man die Stelle wechselt, oder ganz normal beim "lebenslangen Lernen". Und überhaupt: Die schlechteste Idee ist, gar nichts zu tun. Denn nur eine modernere und qualitativ verbesserte Ausbildung kann für junge Leute wieder interessant werden. Dazu gehört nicht nur die Abkehr von der veralteten Spezialisierung auf F/F und eine Öffnung für große Themen wie v/v, sondern auch eine Rückbesinnung aufs Wesentliche, nämlich handwerkliches Können und Kochkunst. Gibt es eine Lösung für diese Anforderungen? Ja, und sie ist erstaunlich einfach, denn alle Ziele werden durch eine minimale Ergänzung in der Ausbildungsordnung erreicht. LÖSUNG - WIE GEHT´S? In der Abschlußprüfung muss ein 3-Gang-Menu gekocht werden. Dafür stehen bestimmte Zutaten zur Verfügung, der sog. "Warenkorb". Die Art des Warenkorbs kann sich je nach Prüfungskomission unterscheiden - meist ist er unterteilt in "Pflichtzutaten" (MUSS verwendet werden), und "Wahlzutaten" (KANN verwendet werden). Zu den Pflichtzutaten gehört immer: Fisch und Fleisch. Wenn die "Pflichtzutaten" abgeschafft werden, dann besteht der Warenkorb nur aus Wahlzutaten. Das bedeutet, dass in der Prüfung ein traditionelles Menu mit F/F zubereitet werden kann, genausogut aber auch ein vegetarisches, veganes, koscheres oder Halal-Menu. Da die Regeln der Kochkunst zum Glück nicht nur für F/F, sondern für alle Zutaten gelten, braucht sich an der Ausbildung und auch an der Prüfung an sich gar nichts zu ändern. Das wird auch DEHOGA und NGG gefallen - eine "ganz normale Prüfung wie schon immer" ist weiterhin möglich. CHANCEN Der Wegfall der Pflichtzutaten F/F in der Prüfung hat zur Folge: *** Im Mittelpunkt der Prüfung - und damit der Ausbildung - stehen nicht mehr spezielle Zutaten, sondern eine fundierte und breite Grundbildung, also handwerkliches Können und Kochkunst *** Öffnung für alle Ernährungsformen im Rahmen der Kochkunst *** Der tolle Beruf, der viel zu wenig Nachwuchs hat, wird attraktiv für Menschen, die ihn sich bisher nicht vorstellen konnten - z.B. Menschen mit Interesse an v/v oder anderen Ernährungsformen *** Spezialisierte Küchen wie z.B. v/v Restaurants, die bisher keine oder nur über Umwege eine Ausbildung anbieten konnten, können dies nun problemlos tun *** Öffnung und Modernisierung der Ausbildung ohne die von DEHOGA und NGG befürchtete Spezialisierung *** Minimaler bürokratischer Aufwand WEITERGEHENDE IDEE Die vorliegende Petition sorgt für Möglichkeiten - aber nicht automatisch für eine höhere Qualität der Ausbildung. Denn in vielen Betrieben werden Azubis als billige Arbeitskraft eingesetzt, um unbeliebte oder unqualifizierte Arbeiten zu erledigen. Das Lernen kommt zu kurz und die Ausbildung wird ihrem schlechten Ruf gerecht. Begünstigt und aktiv aufrechterhalten wird dies durch die aktuelle Prüfungspraxis - denn der Inhalt des Warenkorbes wird schon Wochen vor der Prüfung bekanntgegeben. Das bedeutet: Auch Azubis, die im Betrieb nur wenig gelernt haben, können noch schnell für die Prüfung fit gemacht werden. Lösung: Wenn der Warenkorb erst zur Prüfung bekannt gegeben wird, müsste die Ausbildung viel stärker ihrem eigentlichem Auftrag gerecht werden - schwarze Schafe unter den Ausbildungsbetrieben hätten es viel schwerer, die Ausbildung würde enorm profitieren. Diese Forderung wird übrigens auch vom wichtigen VKD (Verbands der Köche Deutschland e.V.) gestellt. ANHANG *** Aktuelle Ausbildungsordnung: www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/regulation/4110101%20.pdf *** Positionspapier des VKD zur Erneuerung der Ausbildungsordnung: www.vkd.com/wp-content/uploads/2018/06/2018_06_Positionspapier_VKD.pdf *** Mitteilung des DEHOGA zur Erneuerung der Ausbidlungsordnung: www.gastroinfoportal.de/news/gastroinfoportal-konzepte-hotellerie/neuordnung-der-gastgewerblichen-ausbildungsberufe/
    3.903 von 4.000 Unterschriften
    Gestartet von Matthias Biehler Picture
  • Kein Giftmüll mehr in der Grube Teutschenthal!
    Seit 2010 kämpft unsere Bürgerinitiative gegen dieses Vorhaben. Im Sommer 2010 haben wir dazu über 5.000 persönliche Einwendungen aus der Bevölkerung zusammentragen können. Damit konnte das Projekt der GTS zunächst gestoppt werden. Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass die GTS nunmehr keine sogenannte Dickstoffversatzanlage in Angersdorf errichten will, stattdessen aber Dickstoffe und auch lose Filterstäube und andere Abfallstoffe bereits seit mehreren Jahren in Teutschenthal unter Tage verbracht und seit Ende 2017 wohl auch unter Angersdorf verfüllt werden. Seit dieser Zeit treten aus dem Abwetterschacht in Angersdorf übelriechende Gase und Filterstäube aus, die zu massiven Geruchsbelästigungen und gesundheitlichen Problemen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Blutungen bei einem Großteil der Anwohner führen. Die Geruchsbelästigung erstreckt sich zeitweise über mehrere Stadtbezirke. Zahlreichen Studien wie diese hier: http://www.aktion21.at/_data/MuellverbrennungUndGesundheitGreenpaece.pdf, beschäftigten sich bereits mit den schädlichen Einflüssen von Filterstäuben auf die Gesundheit mit teils erschreckenden Ergebnissen. Trotzdem wird hier fahrlässig mit der Gesundheit der Anwohner umgegangen und keine Rücksicht auf Natur und Umwelt genommen.
    1.501 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Kathrin von Basse
  • Trinkwasser im öffentlichen Raum - kostenlos und plastikfrei
    Das Trinkwasser in Berlin hat eine sehr gute Qualität und ist überall in der Stadt verfügbar. Es wird neben der elektrischen Energie für die Trinkwasserpumpen kaum zusätzliche Energie für den Transport benötigt. Es entstehen weiterhin kein Abfälle für Einwegflaschen bzw. Energieaufwand für die Erzeugung der Verpackungen. Der CO2 Fußabdruck einer abgefüllten Wasserflasche beträgt immerhin das 500- bis 1000-fache gegenüber der gezapften Wassermenge aus dem Trinkwassernetz. Laut Deutschlandfunk werden in Deutschland pro Jahr mehr als 20 Mrd. Flaschen umgesetzt. Neben der Reduzierung der Müllberge (auch wenn ein Teil davon recycled wird, können wir hier nicht von echter Kreislaufwirschaft reden) erhoffe ich mir eine deutliche Reduzierung des Rohstoffeinsatzes für die Produktion der Trinkwasserbehälter, weniger LKW, die die vollen Flaschen in die Stadt bringen und die leeren als Leergut oder Abfall entsorgen und somit deutlich geringeren Primärenergieeinsatz bzw. äquivalente CO2-Emissionen.
    303 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Carsten Ernst
  • Einfach Einsteigen: Fahrscheinfreier Nahverkehr für Bremen - gut ausgebaut und attraktiv!
    Die Stadt Bremen schafft es nicht, ihre Klimaziele zu erfüllen. Ein wichtiger Grund dafür: Der öffentliche Nahverkehr ist viel schlechter ausgebaut als in anderen Städten. Nur 16 Prozent der Wege werden mit Bus & Bahn zurückgelegt. Bremen ist zwar erfolgreiche Fahrradstadt, aber nicht alle Autofahrenden werden auf das Rad umsteigen können oder wollen. Die von der Stadt geplante Parkraumbewirtschaftung kann nur dann erfolgreich den Autoverkehr reduzieren, wenn das Nahverkehrsangebot deutlich attraktiver (größeres Netz, bessere Taktung, schneller, mehr Qualität) wird. Die Einführung eines umlagenfinanzierten, fahrscheinfreien Nahverkehrs wie sie die Initiative Einfach Einsteigen vorschlägt, würde dies möglich machen. Der CO2-Ausstoß des Verkehrs würde sinken, Lärm und Feinstaub reduziert. Bremen würde zum bundesweiten Vorbild für die Verkehrswende. Durch die Umlage würden alle Bremer*innen (und die Pendler*innen) an der Finanzierung des Nahverkehrs beteiligt - auch wenn sie hauptsächlich das Auto nutzen. Schließlich profitieren alle (selbst Radfahrende) von Klimaschutz, sauberer Luft, weniger Lärm, mehr Verkehrssicherheit und reduzierten Staus. Auch die Bremer Wirtschaft und die Stadt würden deutlich profitieren. Ein so gutes und günstiges Nahverkehrsangebot würde die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit geringem Einkommen deutlich verbessern. Das Konzept für den fahrscheinfreien, umlagefinanzierten Nahverkehr in Bremen wurde von der Initiative Einfach Einsteigen entwickelt und durchgerechnet. Es ist offen für Anregungen und befindet sich in ständiger Diskussion und Weiterentwicklung. Nähere Informationen dazu sind hier zu finden: Basiskonzept Einfach Einsteigen https://tiny.cc/einsteigen Anmerkung: Unser Basiskonzept ist offen für Anregungen und Weiterentwicklung. Im Unterschied zum verlinkten Konzept, soll der ermäßigte Beitrag mittlerweile nicht nur für Menschen mit Grundsicherung, sondern auch bei ähnlichem geringem Einkommen gelten. Darüber hinaus halten wir auch einen prozentualen Beitrag wie bei der Sozialversicherung, der sich am Einkommen orientiert, für denkbar. Leider fehlen uns hier noch Daten und Know-How, um eine Berechnung vorzulegen. Twitter: https://twitter.com/einsteigenjetzt Instagram: https://instagram.com/einsteigen.jetzt
    3.603 von 4.000 Unterschriften
    Gestartet von Mark Wege, Initiative Einfach Einsteigen Picture
  • Niedersachsen-Schülerticket auch für FSJ und BFD!
    Freiwilligendienste müssen gestärkt werden! Täglich leisten über 8500 junge Menschen in Niedersachsen, bundesweit sogar über 80.000, wichtige Arbeit in sozialen Einrichtungen. Vom Altenheim bis zum Jugendkulturzentrum, überall trifft man auf Jugendliche, die sich freiwillig engagieren. Allerdings wohnt nicht jede*r Freiwillige*r im Ort der Einsatzstelle oder hat ein Auto mit dem er*sie mobil ist. Gerade in ländlichen Regionen sind ÖPNV-Monatskarten sehr teuer und können mitunter ein Grund sein, weshalb sich junge Menschen gegen einen Freiwilligendienst entscheiden. Ohne junge, engagierte Menschen auf dem Land gibt es auch weniger Kulturangebote, speziell für Jugendliche. Weniger Kulturangebote bedeuten weniger Anreize für junge Menschen auf dem Land zu leben. Um dieses Szenario zu verhindern, sollen auch FSJler*innen Niedersachsen-Schülerticket benutzen dürfen! In Hessen wurde dieses Ticket bereits eingeführt und es hat sich gezeigt, dass dies ein voller Erfolg war! Dort wurde das Ticket von knapp der Hälfte aller Schüler*Innen, FSJler*innen und Auszubildenden gekauft, was eine Steigerung von 60% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Nun gibt es sogar Überlegungen, ob man das Ticket auch für Senior*innen einführen, und damit die dringend benötigte Verkehrswende vorantreiben soll. Zu guter Letzt ist das Niedersachsen-Schülerticket auch eine gewisse Form von Anerkennung für den Dienst, den sie für unsere Gesellschaft leisten, und ein weiterer Anreiz für junge Menschen ein FSJ zu machen. Stellen Sie die Weichen Herr Althusmann, und lassen sie auch FSJler*innen mit dem Niedersachsen-Schülerticket fahren!
    5.322 von 6.000 Unterschriften
    Gestartet von Nils Wolter
  • Stoppen Sie die Holzoffensive! Für naturnahe Wälder.
    In den letzten Jahren hat Baden-Württemberg seine Wälder auf breiter Front durchforstet und massiv abgeholzt. Mit unseren Wäldern soll schnelles Geld verdient werden. Durch die "Holz(bau)offensive” des Landes wird sehr viel mehr Holz eingeschlagen als unsere Wälder verkraften können. Das ist insbesondere im Hinblick auf die zu erwartenden Klimaveränderungen sehr problematisch, da die Bäume so wesentlich anfälliger für Trockenstress werden! Wir brauchen jetzt ein nachhaltiges Konzept für unsere Wälder: Das bereits bewährte “Lübecker Modell” von Lutz Fähser und Knut Sturm ist ein solches. Damit werden die natürlichen Abläufe in den Wäldern weitgehend zugelassen bzw. im Sinne der Wirtschaftsziele mitbenutzt. Das macht auch ökonomisch Sinn, da so mit und nicht gegen die Natur gearbeitet wird. So kann der Einsatz von Menschen und Maschinen (und damit Kosten) reduziert werden. In den Stadtwäldern der Städte Lübeck, Göttingen, Meiningen & Schwerte und der saarländischen Landesforstverwaltung wird es bereits seit Jahren erfolgreich angewandt. Die wirtschaftliche Überlegenheit des Modells zeigt sich erst nach einigen Jahre, aber dann sind die Unterschiede gravierend, wie man beim Vergleich der Zahlen von Lübeck (ökologisch-naturnah wirtschaftend) und Lauenburg (konventionell wirtschaftend) sehen kann: Vergleich der wichtigen Kennzahlen (aus dem Jahr 2011) der Forstämter Lübeck & Lauenburg im Vergleich (beide Forstämter sind vom Standort her vergleichbar). Lübeck - Lauenburg Fläche: 4.300 ha - 10.000 ha Hiebsatz: 11.800 Fm - 47.702 Fm Umsatz: 1,45 Mio. € - 2,8 Mio. € Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der Lübecker Stadtwald offensichtlich deutlich profitabler ist als Lauenburg. Das Holz aus Lübeck ist mehr als doppelt so wertvoll wie das aus Lauenburg. Nachhaltigkeit und Umweltschutz zahlt sich also aus! Wir wollen das Lübecker Modell auch für Baden-Württemberg!
    4.120 von 5.000 Unterschriften
    Gestartet von Wieland Harms
  • Abwasservertrag stoppen - alternative Lösungen finden
    Durch die Stadt Strausberg wurde mit Hilfe von Mitteln des Landes ein Gutachten zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes in Auftrag gegeben. Das Gutachten soll im März 2020 fertig sein. Aufgabenstellung ist u.a. dass die Gutachter Handlungsempfehlungen geben, mit welchen Maßnahmen der Wasserhaushalt in der Region stabilisiert werden kann. Sollte dann die Empfehlung kommen, dass es besser wäre, das Abwasser dem Grundwasser wieder zuzuführen, kann dann nicht gehandelt werden, da der WSE bis dahin Millionen in das Klärwerk Münchehofe investiert und sich vertraglich verpflichtet hat, das Abwasser dort hinzuleiten. Damit wären wichtige Mittel gebunden, die man in alternative Maßnahmen stecken könnte. Das könnten beispielsweise Biokläranlagen in kleineren Ortsteilen sein, wo dann das geklärte Abwasser vor Ort versickert. Mit dieser Petition wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die Verbandsmitglieder auch eine Verantwortung in dieser Hinsicht haben und auch für zukünftige Generationen verantwortlich sind. So wurde am 08.04.2019 in den Medien darauf hingewiesen, dass in Brandenburg die Temperaturen weiter ansteigen könnten(2). Hier muss bereits heute nachgedacht werden, wie wir zukünftig handeln wollen. Bitte verteilen Sie diese Petition auch in Ihrer Gemeinde, denn die Wasserproblematik wird irgendwann alle Verbandsmitglieder treffen. Vielen Dank! Die Verbandsmitglieder des WSE: Ahrensfelde für den OT Mehrow Bürgermeister Wilfried Gehrke Altlandsberg Bürgermeister Arno Jaeschke Erkner Bürgermeister Henryk Pilz Fredersdorf-Vogelsdorf Bürgermeister Thomas Krieger Gosen-Neu Zittau Amtsdirektor Hans Joachim Schröder Grünheide (Mark) für die OT Grünheide, Kagel, Kienbaum und den OT Freienbrink Bürgermeister Arne Christiani Hoppegarten Bürgermeister Karsten Knobbe Neuenhagen bei Berlin Bürgermeister Ansgar Scharnke Petershagen/Eggersdorf Bürgermeister Marco Rutter Rehfelde, Garzau-Garzin, Oberbarnim für den OT Klosterdorf Amtsdirektor Marco Böttche Rüdersdorf bei Berlin Bürgermeister André Schaller Schöneiche bei Berlin Bürgermeister Ralf Steinbrück Strausberg Bürgermeisterin Elke Stadeler Woltersdorf Bürgermeisterin Margitta Decker (1) https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1720327/ (2) http://www.maz-online.de/Brandenburg/Klimawandel-So-extrem-wird-sich-das-Wetter-in-Brandenburg-und-Berlin-aendern
    2.057 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Jens Knoblich
  • Keine Steuermillionen für weiteren Neubau eines BER Regierungsterminals
    Die Bundesregierung unter Finanzminister Scholz hält trotz explodierender Millionenkosten daran fest, am neuen Hauptstadtflughafen BER bald ein (weiteres) Regierungs­terminal zu errichten. Damit setzt sie sich über den Vorschlag der Ministerpräsidenten von Berlin und Brandenburg, Michael Müller und Dietmar Woidke hinweg, stattdessen das gerade extra für Regierung und Staatsgäste fertig gestellte Abfertigungsgebäude in Schönefeld zu nutzen. Der Neubau würde mindestens 344 Mio. € weitere sinnlose Neubaukosten verursachen, nach der Milliarden-Kostenexplosion am BER selbst. Dies wäre eine weitere Verschwendung wertvoller Steuergelder, die an anderer, gesellschaftspolitisch sinnvollerer Stelle bitter fehlen, wie zum Beispiel für mehr und fair bezahlte Stellen für ErzieherInnen, öko-regional beschafftes Kita- und Schulessen, sowie erschwingliche Schwimmbadeintritte. Das ist normalen Menschen nicht kommunizierbar.
    2.974 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Ulrike Bickel
  • "Naturnaher Bürgerwald" statt Holzplantage!
    Dr. Lutz Fähser und Knut Sturm haben 1994 mit dem Lübecker Konzept ein naturnahes Waldkonzept mit umfassenden Nachhaltigkeitskriterien entwickelt, das für die Bewirtschaftung von Wäldern wegweisend ist und weltweit Nachahmer findet. Durch den mit diesem Konzept praktizierten "Prozess-Schutz" (Schutz der natürlichen Prozesse) können Ökologie und Ökonomie in Einklang gebracht werden. In den letzten Jahren wurden Wälder (nicht nur) in Baden-Württemberg auf breiter Front durchforstet und massiv aufgelichtet. Es wurde sehr viel mehr Holz eingeschlagen als ein naturnahes Waldsystem verkraften kann. Das ist insbesondere im Hinblick auf die zu erwartenden Klimaveränderungen sehr problematisch, da die Bäume so wesentlich anfälliger für Trockenstress werden! Über die Hälfte des eingeschlagenen Holzes wird nicht zu langlebigen Produkten wie Möbeln oder Bauholz verarbeitet, sondern wird energetisch verwendet (verbrannt) und in der Zellulose-Industrie verarbeitet! Die europäischen Energiekonzerne stellen ihre Kohlekraftwerke nicht ab. Sie stellen sie um. Statt Kohle verbrennen sie jetzt Holz! Aus Holz erzeugte Elektrizität gilt in der EU ausnahmslos als Ökostrom. Die Mitgliedstaaten zahlen dafür hohe Subventionen an die Energiekonzerne. Durch Verbrennung gelangt das dort eingelagerte CO2 in die Atmosphäre und trägt zur Klimaerwärmung bei. Wir brauchen also mehr und nicht weniger Bäume! Wald ist aber noch mehr als gespeichertes CO2. Naturnaher Wald ist ein komplexes Ökosystem! Er ist grüne Lunge, Lebensraum, Naherholungsraum, Wasserspeicher u.v.m.. Er steht aber auch im Spannungsverhältnis zwischen ökologischen Erfordernissen sowie Naherholungs- und wirtschaftlichen Interessen. Leider dominieren letztere. Die konventionelle Forstwirtschaft behauptet von sich, sie sei nachhaltig. Ihr Nachhaltigkeitsbegriff ist aber viel zu eng definiert. Nachhaltigkeit entsteht noch nicht dadurch, dass die eingeschlagene Holzmenge wieder nachwächst. Mittlerweile werden aus Deutschland Buchen und Eichen nach China exportiert, weil China seine eigenen Wälder weitgehend abgeholzt hat. Das ist sicher nicht nachhaltig! Echte Nachhaltigkeit heißt Naturnähe! In Deutschland gibt es nur 2,8 % naturnahe Wälder. Diese für viele Tiere wichtigen Refugien sind viel zu klein und zu wenig zusammenhängend. Mit dem "Lübecker Modell" und der Zertifizierung nach den strengen ökologischen Naturland-Kriterien kann sowohl den wirtschaftlichen als auch den ökologischen Erfordernissen Rechnung getragen werden. Das bedeutet, dass die natürlichen Abläufe in den Wäldern weitgehend zugelassen, bzw. im Sinne der Wirtschaftsziele mitbenutzt werden. Dies macht auch ökonomisch Sinn, da so mit und nicht gegen die Natur gearbeitet wird und der Einsatz von Menschen und Maschinen (und damit Kosten) reduziert werden können. Vergleich der wichtigen Kennzahlen (aus dem Jahr 2011) der Forstämter Lübeck & Lauenburg im Vergleich (beide Forstämter sind vom Standort her vergleichbar): Lübeck - Lauenburg Fläche: 4.300 ha - 10.000 ha Hiebsatz: 11.800 Fm - 47.702 Fm Umsatz: 1,45 Mio. € - 2,8 Mio. € Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der Lübecker Stadtwald offensichtlich deutlich profitabler ist als Lauenburg. Das Holz aus Lübeck ist mehr als doppelt so wertvoll wie das aus Lauenburg! Dies erklärt sich u.a. durch das Zielstärkenkonzept mit hohen Mindestdurchmessern für die Ernte. Nachhaltigkeit und Umweltschutz zahlen sich also aus! Wir wollen das Lübecker Modell daher auch in Tübingen!
    284 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Wieland Harms