• Energiekrise: Kürzere Ladenöffnungszeiten jetzt!
    Aufgrund der derzeitigen Energiekrise wurden Ende August zahlreiche Einsparmaßnahmen beschlossen: Öffentliche Gebäude werden beispielsweise nur noch bis maximal 19 Grad beheizt und die Beleuchtung von Gebäuden und Denkmälern wird abgeschaltet. Gleichzeitig liegt ein akuter Mangel an Arbeitskräften im stationären Einzelhandel vor. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten 2006 sorgt dafür, dass in Deutschland Supermärkte teilweise bis 23.00 Uhr geöffnet sind. Seitdem leiden die Beschäftigten im Handel unter den flexiblen Arbeitszeiten und Unterbesetzung. Ein merkbarer Anstieg der Umsätze konnte hingegen nicht verzeichnet werden, da sich das Einkaufsverhalten der Kunden lediglich verlagert hat. Der Coronakrise geschuldet, ist es für die meisten Geschäfte kaum noch möglich, ausreichend Arbeitskräfte zu finden. Es ist jetzt an der Zeit, die Ladenöffnungszeiten zu reformieren und wieder zu verkürzen. Niemand muss z.B. bis 23:00 Uhr in Deutschland einkaufen können. Wenn Geschäfte unter der Woche bis maximal 19.00 Uhr und an Samstagen bis 16.30 Uhr geöffnet sind, wie es auch früher üblich war, leisten wir alle einen wichtigen und spürbaren Beitrag zur Einsparung von Energie, wirken dem Fachkräftemangel entgegen und entlasten die Beschäftigten im Handel.
    23 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Christian Berhorst Picture
  • Stop Abriss alter Güterbahnhof Reutlingen durch Schöller SI
    Bitte unterstützt die Petition, dass der größte Reutlinger Immobilienentwickler nicht weiter CO2-intensiv sanierte Altbausubstanz zerstört und die Stadt mit Betonklötzen zupflastert. Dass Schöller nicht nur Nachhaltigkeit vorgaukelt, sondern mit seriösen CO2-Bilanzen und CO2-armen Bauprojekten wirklich Klimaschutz lebt.
    27 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Carl Ulrich Gminder
  • Fernwärme zurück in Berliner Hand: Für eine klimafreundliche und soziale Wärmeversorgung
    Im Mai 2022 hat Vattenfall überraschend angekündigt, möglicherweise die Fernwärme in Berlin zu verkaufen. Es handelt sich dabei um Westeuropas größtes Fernwärmenetz sowie 11 Heizkraftwerke. Insgesamt arbeiten über 1.600 Menschen für das Unternehmen. **Ein großer Anteil der CO2-Emissionen entfällt in Berlin auf die Fernwärmeversorgung**, die zu über 90% auf Kohle und Erdgas basiert. Zwar will Vattenfall aus der Steinkohlenutzung aussteigen, doch ist dafür vor allem ein Umstieg auf Erdgas vorgesehen. Erneuerbare Wärme und Abwärme kommt viel zu kurz. Verbraucherschützer*innen kritisieren Vattenfall zudem immer wieder für ein intransparentes Preismodell und zu hohe Tarife. Der Rückkauf der Fernwärme ist für Berlin die Chance, Gemeinwohlinteressen über Profite zu stellen. Als Eigentümer* in kann das Land schneller und konsequenter eine klimaneutrale Fernwärmeversorgung aufbauen. Zusätzlich kann das Land bei der Wärmeversorgung, ähnlich wie derzeit bundesweit bei der Stromversorgung geplant, ein sozial-ökologisches Kostenmodell durchsetzen. Dabei würde ein bestimmter Grundverbrauch zu günstigen Preisen angeboten . Der darüberhinausgehende Verbrauch wäre dann deutlich teurer, sodass den Nutzer* innen Einsparanreize gegeben werden. Erzielte Gewinne können dann in Modernisierungen oder günstigere Preise investiert werden statt an Aktionär*innen zu fließen. Mit dem Rückkauf der Wasserbetriebe sowie des Stromnetzes hat das Land Berlin bereits viel Erfahrung mit Rückkäufen ehemals privatisierter Unternehmen gesammelt und damit Erfolge für die Berliner* innen und den Klimaschutz erzielt. Auch der Aufbau der Berliner Stadtwerke im Rahmen des Stromnetzrückkaufs ist ein Erfolgsmodell und hat erheblich zum Solarausbau beigetragen. ###Und noch mehr Hintergrund hier: In einer Potenzialstudie wurde untersucht, wie Berlin eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2035 organisieren kann. Es geht! https://buerger-begehren-klimaschutz.de/projects/potenzialstudie-klimaneutrale-waermeversorgung-berlin-2035-und-policy-paper/ ###Die Petition wird unterstützt von: - Fridays for Future Berlin - Gasexit - Greenpeace Berlin - Klimaneustart Berlin - Plenum des Berliner Energietisches - Powershift ###Hier gibt es das Kampagnenvideo zum Anschauen und Weiterleiten: https://www.youtube.com/watch?v=jbR7uOCAIpo&ab_channel=B%C3%BCrgerBegehrenKlimaschutze.V.
    1.860 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von BürgerBegehren Klimaschutz Picture
  • CETA und TTIP kommen zurück! CETA stoppen bevor es zu spät ist.
    CETA öffnet den Banken- und Konzerninteressen Tür und Tor und schreibt den Ausverkauf Deutschlands, Europas und Kanadas rechtlich unumkehrbar fest. Verhindern Sie das, indem Sie ihre Stimme gegen das Freihandelsabkommen erheben. Die flächendeckenden Proteste in Europa, Kanada und den USA vor einigen Jahren haben TTIP ganz verhindert und dazu geführt, dass CETA bislang nur testweise eingesetzt wurde. Nun will die FDP die Bundesregierung dazu gebracht haben, "dass CETA nun endlich ratifiziert wird". Gleichzeitig will Finanzminister Lindner, laut dem Handelsblatt, auch die Gespräche über TTIP wieder anregen. "CETA steht für das Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Kanada, das »Comprehensive Economic and Trade Agreement«. Im nächsten Schritt soll CETA durch die Parlamente der einzelnen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. Erst danach tritt der Vertrag in vollem Umfang in Kraft. Attac, Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände sowie Millionen von BürgerInnen auf beiden Seiten des Atlantiks wehren sich [seit Jahren] gegen dieses Abkommen, weil es unsere Demokratie, den Umweltschutz, öffentliche Dienste und die Rechte von ArbeitnehmerInnen massiv untergräbt. CETA spiegelt eine Wunschliste großer Konzerne wider. Wirtschaftslobbyisten erhielten erheblichen Einfluss auf den Vertragstext, während Öffentlichkeit und Parlamente von den Verhandlungen ausgeschlossen blieben. [...] CETA schreibt beharrlich eine Paralleljustiz für Investoren fest. [...] Unternehmen können die Vertragsstaaten vor Schiedsgerichten verklagen, wenn sie ihre Erwartungen zukünftiger Profite durch Gesetzgebungen eingeschränkt sehen. Damit kommen auf die Staaten Klagen in Milliardenhöhe zu. So verklagt der schwedische Konzern Vattenfall die Bundesrepublik wegen entgangener Profite aufgrund des Atomausstiegs. Mexiko wurde vom US- Konzern „Corn Products International“ wegen einer Zusatzsteuer auf Maissirup verurteilt und Ägypten vom französischen Konzern Veolia nach der Erhöhung des Mindestlohnes. [...] Einmal deregulierte und privatisierte Bereiche dürfen außerdem nicht mehr zurückgenommen werden (»Stillhalte«- und »Sperrklinken«-Klauseln). Damit wird es beispielsweise Kommunen und Regierungen nahezu unmöglich, privatisierte öffentliche Betriebe zurückzukaufen, wenn sie schlechte Erfahrungen mit privaten Betreibern gemacht haben [...] CETA untergräbt bestehende Umweltstandards und schränkt zukünftige Umweltgesetzgebung erheblich ein. Das Importverbot der EU für das extrem klimaschädliche Rohöl aus kanadischen Teersanden wurde zum Beispiel schon im Laufe der CETA-Verhandlungen aufgeweicht. Unter CETA könnten Unternehmen auch gegen ein mögliches künftiges Verbot der Schiefergasförderung (Fracking) klagen. Fracking steht im Verdacht, das Grundwasser durch Chemikalien zu vergiften und sogar Erdbeben auszulösen. Kanada ist unter dem CETA-ähnlichen NAFTA-Abkommen bereits verklagt worden, nachdem die Provinz Québec Fracking gestoppt hatte. In CETA wird das in den EU-Verträgen fest verankerte Vorsorgeprinzip missachtet, dagegen das Prinzip der »wissenschaftsbasierten« Nachsorge gefördert: Möglicherweise gefährliche Produkte und Technologien können demnach erst verboten werden, wenn ihre Schädlichkeit zweifelsfrei nachgewiesen ist – und damit oft viel zu spät. Gentechnik etwa kann auf diese Weise durch die Hintertür wieder auf unseren Tisch kommen, ebenso gesundheitsschädliche Pestizide und andere gefährliche Chemikalien. [...] CETA verankert die Investitionsfreiheit mit einklagbaren Rechten - im Fall einer Konzernklage wird allein auf Grundlage dieses Handelsvertrags entschieden, Abkommen zum Umweltschutz, zu Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechten spielen keine Rolle. [...] Auch Banken und andere Finanzdienstleister können unter CETA ein Schiedsverfahren verlangen, um staatliche Regulierungen anzugreifen. Im Falle einer Finanzkrise könnten Finanzinvestoren dagegen klagen, an den Kosten der von ihnen verursachten Krise beteiligt zu werden. CETA behindert Reformen des Finanzsektors, wie sie spätestens seit der Weltfinanzkrise 2007-2009 dringend notwendig geworden sind, erheblich; so z.B. eine Größenbeschränkung von systemgefährdenden Banken (»too big to fail«). Statt auf klare Regulierungen des Finanzsektors zu setzen, ebnet das Abkommen einer weiteren Deregulierung den Weg. Seit dem 21. September 2017 [kommt CETA] bereits in großen Teilen zur »vorläufigen Anwendung«, allerdings sind Investitionsschutz und Schiedsgerichte [noch] davon ausgenommen. Wir müssen jetzt darauf reagieren und diese Entwicklung abwenden, bevor es zu spät ist. Quellen: Attac; "Was ist CETA? - CETA: Wunschkonzert für Wirtschaftslobbyisten"; https://www.attac.de/kampagnen/handelsabkommen/einzelne-handels-und-investitionsabkommen/ceta/ Matthias Zachert; "Die Welt wird neu verteilt – und wir schwächen unsere Industrie weiter selbst"; Handelsblatt; 29.08.22; https://app.handelsblatt.com/meinung/gastkommentar-die-welt-wird-neu-verteilt-und-wir-schwaechen-unsere-industrie-weiter-selbst/28625492.html DieWelt; "KANZLER IN KANADA: Ceta greifbar – deutsche Wirtschaft drängt auf enge Handelsbeziehungen zu Kanada"; 23.08.2022; https://youtu.be/OmdVoO9KM5I
    99 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Dominik Wetzel
  • Sozialen Wohnungsbau Retten
    **Die Zahl der Sozialwohnungen in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen - von 91.000 im Jahr 2006 auf aktuell 54.000.** [3] Diese Entwicklung lässt sich für ganz Deutschland feststellen [4]. Mit dem Ziel diesen Trend umzukehren hat die Landesregierung die Förderbedingungen seit Juni verbessert. Aber nur zwei Monate später torpediert sie ihr eigenes Ziel durch einen plötzlichen Stopp bei der Bewilligung der Anträge. In Zeiten von Klimawandel, Preissteigerungen und Unsicherheit sind soziale Wohnprojekte wichtiger den je. Diese lassen sich nur mit Unterstützung durch das Landeswohnraumförderprogramm realisieren. Ohne diese Unterstützung wird der Mietwohnungsmarkt komplett der Spekulation überlassen. [1] https://www.bauverein-breisgau.de/pdf/Lebensraeume/BVB_Lebensraume_12022_DS.pdf?m=1657610313 [2] https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/hohe-nachfrage-nach-sozialer-wohnraumfoerderung-1/ [3] https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/sozialwohnungen-bw-100.html [4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/892789/umfrage/sozialwohnungen-in-deutschland/
    8.835 von 9.000 Unterschriften
    Gestartet von Wohnprojekt Allmende
  • Freiburg wird zubetoniert, bezahlbare Wohnungen abgerissen, Grünflächen zerstört
    Viele haben sich gegen die klimawandel- und mietpreismäßig unangemessenen Baupläne gewehrt, jedoch auch leider bei den Grünen u.a. Fraktionen/ Gemeinde- und Stadträten oft kein Verständnis und Hilfe gefunden, deshalb wende ich mich an die Öffentlichkeit, ich denke, in vielen anderen deutschen Städten läuft es leider genauso wie bei uns in dem bisher grünen Freiburg. Vermieter setzen Mieter unter Druck und schüchtern ein.. Wohnen ist ein Grundrecht! Das muß endlich realisiert werden! Wo sind unsere Steuern, die wir bezahlen? Wir brauchen juristischen Beistand! Wir wollen, daß Häuser unter Denkmalschutz gestellt werden...Abrisspläne in Sanierungspläne geändert werden. Wir brauchen Hilfe von Engagierten! Mitstreiter! Spenden für Anwaltshonorar! Bitte helft uns!
    64 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Andrea Friedrich
  • Rücktrittsforderung: Christian Lindner
    Herr Lindner hat jetzt bewiesen wie unfähig er als Bundespolitiker ist. Viele Bürger wissen jetzt schon nicht mehr wie sie über die Runden kommen sollen, bei einer Inflationsrate für Lebensmittel von über 11% mit steigender Tendenz. Rentner und einige andere Bevölkerungsgruppen bekommen nichts von den Entlastungspaketen, die selbst nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen und nun noch die Krönung, jetzt will er die Sozialleistungen auch noch drastisch kürzen? Wie unfähig muss ein Politiker sein, um sich so etwas einfallen zu lassen, damit er seinem eigenen Klientel gerecht wird (keine Steuererhöhung für Besserverdienende und Schuldenbremse), anstatt die zu entlasten, die durch die Folgen der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen Inflation, kaum noch ihr Leben bestreiten können, während Aktionäre und Spitzenverdiener dieses kaum bemerken, ja zum Teil sogar davon profitieren, also mehr Verfehlungen für einen Bundesminister sind kaum mehr möglich. Daher bitte ich Sie, unterzeichnen Sie diese Petition und fordern Sie mit mir zusammen den Rücktritt von Christian Lindner, der wohl in die Geschichte eingehen wird, als unfähigster Politiker aller Zeiten.
    383 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Thomas Treder
  • EU-weites Verkaufsverbot invasiver Neophyten
    Wir erleben derzeit das größte Artensterben seit dem verschwinden der Dinosaurier. Der Bestand an Fluginsekten ist um 75% zurück gegangen. Da dies auch bestäubende Insekten betrifft ist das Anliegen nicht nur essentiell für unsere Biodiversität, sondern auch für die Ernährung der Weltbevölkerung. Der finanzielle Gegenwert der Bestäubung durch Insekten beträgt 577 Mrd € muss die Bestäubung vom Menschen durchgeführt werden, werden Obst und Gemüse zum Luxusgut. Durch invasive Neophyten werden wichtige Rückzugsgebiete und Lebensräume für viele Insekten unbrauchbar, da heimische Pflanzen verdrängt werden. Die Kinderstuben unserer Schmetterlinge sind z.B. nahezu ausnahmslos auf heimischen Pflanzen zu finden. Verdrängt der "Schmetterlings-"Flieder (ein Beispiel) heimische Büsche und Sträucher, kann er noch so gut Duften, noch so attraktiv auf sie wirken, er wird keine Schmetterlinge anziehen, da sie sich nicht mehr vermehren konnten.
    215 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Marc Haddaji
  • Lindners Vertragsbruch: Ausverkauf öffentlichen Eigentums stoppen!
    Um für alle gute, gesunde, regionale und bezahlbare Lebensmittel produzieren zu können, darf Boden kein Spekulationsobjekt sein. Lindners Blockade bezieht sich auf die Flächen der Bodenverwertungs und -verwaltungs Gmbh (BVVG). Diese ist eine Nachfolgegesellschaft der Treuhand, die das ehemalige Staatseigentum der DDR verwaltet und zu Höchstpreisen verkauft. Dabei geht es jetzt noch um 91.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen in den neuen Bundesländern. Die BVVG untersteht dem Bundesfinanzministerium. Deshalb ist nun Lindner gefragt, seine Verweigerungshaltung zu beenden. Denn Boden ist "unvermehrbar und unverzichtbar" (2), unser aller Lebensgrundlage und kein Anlageobjekt. PS: Die AbL MItteldeutschland hat den "Kriterienkatalog für gemeinwohlorientierte Verpachtung" erarbeitet. Dieses wunderbare Instrument für fortschrittliche Bodenverteilung und weitere Informationen findet ihr hier: https://www.abl-mitteldeutschland.de/mitmachen/gemeinwohlkampagne Quellen: (1) Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, Reihe 2.4, 2019 (2) BVerwG, Urteil vom 12.01.1967, Beschluss, 1BvR 169/63
    132.927 von 200.000 Unterschriften
    Gestartet von Dorothee Sterz & Gesine Langlotz für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
  • Sicherung und Weiterentwicklung partizipativer Lehrpraxis an Hochschulen
    **Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention (2009) hat die Bundesrepublik Deutschland das Recht auf inklusive Bildung anerkannt.** Dieses Recht wird aber an Hochschulen bisher kaum umgesetzt. Sie sind weiterhin exklusive Orte für nur wenige, privilegierte Menschen. Neben Forschung und Lehre besteht ihre Aufgabe jedoch auch darin, Impulsgeber:in für eine inklusive Gesellschaftsentwicklung zu sein. **Hierfür muss die Hochschule ihr zentrales Problem der Ausgrenzung überwinden und soziale Verantwortung übernehmen** [1]. **Im Sinne der sozialen Öffnung [2] leistet das QuaBIS-Projekt an der Universität Leipzig dazu einen bedeutsamen Beitrag.** Hier werden seit Mai 2019 fünf Menschen zu Bildungs- und Inklusionsreferent:innen qualifiziert, die bisher von Erwerbsarbeit ausgeschlossen und in Werkstätten für behinderte Menschen tätig waren [3]. Heute liegen ihre Aufgaben darin, Hochschule eigenverantwortlich mitzugestalten. **Dabei bringen sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer mit ein, insbesondere zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Vielfalt menschlichen Lebens** [4]. Zudem ermöglicht ihre Perspektive es, die Professionalisierung von Studierenden zu prägen und positiv weiter zu entwickeln. Vor allem bei der Ausbildung angehender Pädagog:innen sollte von ungeteilter Inklusion ausgegangen werden, damit diese später den Transformationsprozess im Bildungssektor stärken können. **Denn erst wenn man die Exklusionen versteht, kann Inklusion gedacht und auf dieser Basis angebahnt und realisiert werden** [5]. Dafür muss die von allen Akteur:innen als positiv wahrgenommene partizipative Lehre, Forschung sowie ihr Transfer über die Hochschule hinaus verstetigt werden. Uta Lorenz-Bevilacqua & Steffen Martick Mit der Unterstützung von Referat für Lehramt (Student_innenRat Universität Leipzig) FSR Erziehungswissenschaften (Universität Leipzig) Quellen [1] https://www.georg-feuser.com/wp-content/uploads/2019/04/Feuser-Universität-eine-Sonderschule-BuFaTagung-2013-Uni-München-12-2013.pdf [2] https://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_213.pdf [3] http://www.quabis.info/download/Vorstellung_QuaBIS1_NL.pdf [4] https://www.qfi-oz.de/index.php/inklusion/article/view/43/72 [5] https://www.georg-feuser.com/wp-content/uploads/2019/06/Feuser-Aus-Bildung-für-eine-inklusionskompetente-Pädagogik-Wien-31-03-2017.pdf
    2.067 von 3.000 Unterschriften
    Gestartet von Uta Lorenz-Bevilacqua
  • Keine neuen Erdgasbohrungen unter dem niedersächsischen Wattenmeer
    Warum dieser Weg falsch ist: - Die Gasförderung aus dem Wattenmeer durch ONE-Dyas könnte frühestens Ende 2024 beginnen. Laut Bundeswirtschaftsminister Habeck wird die deutsche Energiesicherheit durch den schnellen Ausbau von LNG Terminals und den Import von Flüssiggas vom Weltmarkt realisiert werden. Er erwartet für 2024 eine Unabhängigkeit von russischen Gasimporten für Deutschland. Das Projekt kann für die Lösung der momentanen Erdgaskrise also keinen Beitrag mehr leisten. - Die jährliche Gasmenge, die 2024 von ONE-Dyas an Deutschland geliefert werden könnte, würde nach den Schätzungen des Unternehmens bei weniger als 1 % des deutschen Gesamtbedarfs liegen. Die erwarteten Fördermengen können daher keinen signifikanten Beitrag zur Unabhängigkeit von russischen Gasimporten liefern. So erschreckend und verstörend die Geschehnisse um den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auch sind, umso klarer ist dieser Tage zu erkennen, dass nur ein schneller Ausstieg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine friedliche Zukunft in Europa ermöglichen, Arbeitsplätze sichern und ein voraneilen der Klimakatastrophe auf der Welt verhindern kann. In immer kürzeren Abständen und größerer Eindringlichkeit fordern die Experten der globalen Organisationen wie des Weltklimarates (IPPC) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), dass wir schnellstmöglich mit der Verbrennung von fossilen Energieträgern aufhören müssen, um die schlimmsten Konsequenzen durch den Klimawandel noch begrenzen zu können. Eine Studie der Energy Watch Group [1] kommt zu dem Schluss, dass die globalen Treibhausgasemissionen ihren Höhepunkt deutlich vor 2025 erreicht haben und dann schnell abnehmen müssen, um innerhalb des 1.5-Grad-Emissionsbudgets bleiben zu können. Wird die Trendwende erst später vollzogen, bedeutet das, dass man nach 2030 de facto gar kein CO2-Budget mehr zur Verfügung haben wird. • Neue Gasvorkommen im Wattenmeer zu erschließen und für die nächsten Jahrzehnte dort Gas zu fördern ist ein fataler Fehler! Eine Umweltverträglichkeitsstudie auf der niederländischen Seite zum Projekt von ONE-Dyas hat bereits ergeben, dass es trotz geplanter erheblicher Einleitung von großen Mengen prioritärer Giftstoffe wie Benzol nicht zu einer signifikanten Gefährdung der Schutzgüter in den Natura 2000-Gebieten kommen wird. Genau diese Art von Prüfung und Genehmigungspraxis hat uns in die heutige Situation mit massivem Artensterben und globaler Klimakrise gebracht! Deshalb Herr Althusmann: Stoppen Sie die Gasförderpläne im Wattenmeer Quellen: [1] Thure Traber & Hans-Josef Fell, Erdgas leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz: Der Umstieg von Kohle und Erdöl auf Erdgas beschleunigt den Klimawandel durch alarmierende Methanemissionen, Energy Watch Group, Erdgasstudie, September 2019, http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/EWG_Erdgasstudie_2019.pdf, Zugriff am 23.05.2022
    6.429 von 7.000 Unterschriften
    Gestartet von Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland e.V. Picture
  • Forschung und Lehre an der Uni Erfurt retten!
    **Die Universität Erfurt trägt maßgeblich zur Attraktivität des Hochschulstandortes Erfurt sowie der Stadt Erfurt im Allgemeinen bei.** Durch die Qualität ihrer Lehre und Forschung zieht sie jedes Jahr hunderte junge Menschen nach Erfurt, die das Stadtleben mitgestalten und prägen. Eine prosperierende Forschung und Lehre an der Universität sollte daher der gesamten Stadtgesellschaft ein Anliegen sein. Die vom Land Thüringen verabschiedete Globale Minderausgabe, starke Kostensteigerungen beim Forschungsneubau und zusätzliche Verwaltungsausgaben sorgen für einen massiven Defizit im Haushalt der Universität Erfurt. **Die geplanten Sparmaßnahmen betreffen hauptsächlich Forschung und Lehre, womit wir als Studierendenschaft nicht einverstanden sind.** Unser Studium ist von den geplanten Maßnahmen direkt betroffen: **#1 Verlust an Lehrangebot und Lehrqualität:** Die geplante zweijährige Wiederbesetzungssperre von Qualifizierungsstellen reduziert die Anzahl an wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen. Das hat Auswirkungen auf die Breite des Lehrangebots und damit voraussichtlich zur Folge, dass Seminare mehr Teilnehmer:innen aufnehmen müssen. Damit wird die individuelle Betreuung von Studierenden erschwert, die Diskussionskultur in Lehrveranstaltungen beeinträchtigt und die Qualität der Lehre insgesamt gemindert. **#2 Verbauen wissenschaftlicher Laufbahnen:** Die Wiederbesetzungssperre und der Vergabestopp der Promotionsstipendien machen es für Studierende de facto unmöglich an der UE in naher Zukunft eine wissenschaftliche Laufbahn nach dem Master anzutreten, da die nötige finanzielle Unterstützung und Strukturen fehlen werden. **#3 Einschränkungen bei der Universitätsbibliothek:** Der Abbau von Stellen im Servicepersonal der Universitätsbibliothek wird voraussichtlich dazu führen, dass sich Öffnungszeiten verkürzen. Zudem werden durch die Kürzung des Etats weniger Lehrbücher und Fachliteratur angeschafft und Abonnements von Online-Zugängen zu Literatur fehlen. Diese Maßnahmen werden wissenschaftliche Recherche und damit die Forschung an der Universität Erfurt maßgeblich erschweren. Ohne die nötigen Ressourcen, kann nicht angemessen wissenschaftlich gearbeitet werden! **#4 Hals über Kopf in den Strukturwandel:** Aktuell werden überall kurzfristige Einsparungen geplant, die nicht immer nachvollziehbar sind und längerfristig nicht strukturell sinnvoll scheinen. Durch Wiederbesetzungssperren werden Strukturen abgebaut, ohne sich über die Auswirkungen vollkommen im Klaren zu sein. Vor allem kleine Lehrstühle und Studiengänge könnten von den Maßnahmen der „Profilschärfung“ in deren Bestand gefährdet sein. **Insgesamt werden die Einsparungen spürbar unser Studium an der Universität Erfurt beeinträchtigen und Erfurt als Forschungs- und Hochschulstandort erheblich schwächen.** Das Präsidium betont, dass es neben den veröffentlichten Sparmaßnahmen nur sehr wenige und keine sinnvollen Alternativen gibt. Welche Alternativen geprüft wurden, ist uns jedoch nicht bekannt. Mit diesem Narrativ wollen wir uns als Studierende nicht zufriedengeben. Deshalb sind wir laut und fordern, dass die Leitung der Universität und das Land alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Forschung und Lehre an der Uni Erfurt zu retten!
    1.511 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von AG Protest Universität Erfurt