• Klimanotstand in Löhne ausrufen!
    Trotz weltweiter Bemühungen über Jahrzehnte, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, nimmt deren Konzentration Jahr um Jahr zu. Alle Maßnahmen, dem Klimawandel entgegen zu wirken, haben bisher keinen Erfolg gezeigt. Die Wissenschaft prognostiziert verheerende Folgen für die menschliche Zivilisation und die Natur auf dem Planeten Erde. Es ist dringend erforderlich, jetzt auf allen Ebenen von Gesellschaft und Politik zu effizienten und konsequenten Maßnahmen zu greifen, um die Katastrophe noch aufzuhalten. Weltweit haben Kommunen wie Los Angeles, Vancouver, London und Basel und in Deutschland zum Beispiel Konstanz, Herford, Münster den Klimanotstand ausgerufen und damit ein Signal gesetzt: Es ist Zeit zu handeln! Der Mensch hat bereits einen Klimawandel mit irreversiblen Folgen verursacht, welche weltweit zu spüren sind. Die globalen Temperaturen sind gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter um 1 Grad Celsius gestiegen, weil die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280 ppm auf über 400 ppm angestiegen ist. Um eine unkontrollierbare globale Erwärmung mit nicht absehbaren Folgen zu verhindern, ist es unerlässlich, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich massiv zu reduzieren. Bereits 1,5 °C Erderwärmung führen unter anderem dazu, dass der steigende Meeresspiegel riesige Küstengebiete unbewohnbar macht. Die Weltbank schätzt, dass in den kommenden 30 Jahren die Zahl der Klimaflüchtlinge auf über 140 Millionen Menschen ansteigen wird. Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Klimawandel zu spüren sein, so werden zum Beispiel Landwirtschaft und Stadtklima von den Folgen direkt betroffen sein. Der Klimawandel ist also nicht bloß ein Klimaproblem: Er ist auch ein Wirtschafts-, Sicherheits-, Tierschutz-, Friedens- und soziales Problem. Es kann und soll nicht erwartet werden, dass die Lösung dieses Problems alleine durch Eigenverantwortung und von Einzelpersonen erreicht wird. Es braucht jetzt auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zielführende Maßnahmen, um dieser drohenden Katastrophe entgegenzuwirken. Die aktuellen Pläne und Maßnahmen reichen nicht aus, um die Erwärmung dauerhaft auf die angestrebten 1,5°C zu begrenzen. Deshalb ist es jetzt wichtiger denn je, schnell zu handeln! Die Sanierung des Löhner Rathauses im Passivhaus -Standard war ein gelungener Anfang einer zukunftsweisenden energetischen Erneuerung öffentlicher Gebäude. Bei der Verkehrswende steht die Stadt Löhne leider erst am Anfang. Der öffentliche Personennahverkehr und die Löhner Radwege müssen grundlegend erneuert und ausgebaut werden damit es gelingt, den Autoverkehr einschneidend zu reduzieren. Dies bietet die Chance, den öffentlichen Raum wieder für die Menschen zurückzugewinnen.
    336 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Jan Philipp Fründ
  • Autofrei-Tag Halle (Saale)
    Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir uns um unsere Gesundheit und die unserer Kinder kümmern. Wir wollen die Chance ergreifen es anderen Städten gleich zu tun und uns dafür zu entscheiden unseren ökologischen Fußabdruck anzupassen. Für einen Tag - 24 Stunden - die Emissionen unserer Autos einzusparen kann Tonnen von Treibhausgasen verhindern in die Atmosphäre zu gelangen, wo sie schädliche Konsequenzen für unsere Ökosysteme nach sich ziehen und die Gesundheit unserer Atemwege bedrohen. Dies wäre eine große Geste der Dankbarkeit gegenüber unserer Erde, für all die Nahrung und all den Platz, den wir als Spezies beanspruchen. Wir müssen jetzt handeln, so dass wir weiterhin auf diesem wunderschönen Planeten und in dieser wunderschönen Stadt leben können. Lasst uns auch ein Vorbild sein!
    758 von 800 Unterschriften
    Gestartet von FoodForest Halle e.V. Picture
  • 90-60-30
    Geringerer Energiebedarf für die Fortbewegung. Weniger Bluthochdruck durch Entschleunigung. Förderung des Bahnverkehrs durch schnellere Reisezeiten im Vergleich zum Individualverkehr. Weniger Unfalltote/Schwerverletzte. Klimaschutz durch Optimierungsmöglichkeiten bei verkleinerten Leistungsspektrum bei Verbrenner und Elektromotoren. Förderung des Radverkehrs durch ähnliche Geschwindigkeiten innerorts. Mehr Raum im gemeinsam genutzten Verkehrsraum. Weniger Kosten zur Straßeninstandhaltung. Kaum Investitionskosten nötig (nur ein paar Verkehrsschilder).
    37 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Stefan Cordes
  • Keine Gülle ins Grundwasser
    als Steuerzahler*innen könnten wir ab nächste Woche 850.000 Euro Strafe zahlen - täglich.[1] Denn: Die EU-Kommission droht Deutschland mit saftigen Bußgeldern für gefährlich hohe Nitratwerte in unserem Grundwasser. Schuld daran sind riesige Tierfabriken: Die zusammengepferchten Schweine, Rinder und Hühner produzieren täglich massenweise Urin und Kot. Agrarkonzerne wissen nicht mehr wohin damit und kippen die Gülle unkontrolliert auf ihre Äcker. Viel zu viel Nitrat gelangt so in die Erde – und unser Grundwasser. Ein gefährlicher Stoff, der bei Säuglingen Blausucht verursacht und möglicherweise krebserregend wirkt.[2] Die Bundesregierung weiss das – tut aber nichts: Schon seit Jahren überschreitet Deutschland die in der EU festgeschriebenen Grenzwerte von maximal 50 Milligramm Nitrat pro Liter.[3] 17 Prozent der bundesweiten Grundwasserstellen sind massiv verunreinigt.[4] Nach Jahren der Untätigkeit bleibt also nur noch eine gute Woche, um das Gülleproblem zu lösen. Dann wird’s teuer. Schon am 11. Juni findet das entscheidende Treffen zwischen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Bundeskanzleramt statt. Nicht viel Zeit, um den Ministerinnen klarzumachen: Schluss mit der Massengülle! Fordern Sie mit uns eine verbindliche Düngeregel, die die EU-Grenzwerte ernst nimmt und unser Trinkwasser rettet. Unterzeichnen Sie jetzt den Appell. ++++++ Wenn diese Petition auf Interesse stößt, werden wir Sie weiteren Campact-Aktiven empfehlen. [1] Stinkt zum Himmel, Süddeutsche Zeitung, 5. Juni 2019 [2] Nitrat verseucht deutsches Grundwasser: So können Sie Gesundheitsrisiken senken, Focus, 3. Januar 2017 [3] Nähr- und Schadstoffe, Umweltbundesamt, 4. September 2018 [4] Wie die Gülle das Grundwasser versaut, Tagesspiegel, 10. April 2019 Foto: Erich Westendarp / pixelio
    866 von 1.000 Unterschriften
    Gestartet von Lina Gross
  • Lauschangriff auf Siri, Alexa und Co stoppen!
    Siri, Alexa und Co - 8,6 Millionen sogenannte smarte Lautsprecher wurden 2018 in deutschen Haushalten genutzt, Tendenz steigend.¹ Noch assistieren sie nur bei Online-Recherchen und Einkäufen. Doch wenn es nach den Innenministern der Länder geht, sind sie bald Teil des am besten ausgebauten Abhörsystems überhaupt!² Sprachassistenten im Smartphone, Fernseher, Kühlschränke und Thermostate mit Smarthome-Funktion - überall in unserem privaten Umfeld hinterlassen wir unbemerkt Daten. Was Verbraucherschützer*innen stört, ist ein Paradies für Polizei und Verfassungsschutz - aber nur, wenn sie auf unsere Daten zugreifen und diese im großen Stil sammeln dürfen. Und genau darüber entscheidet die Innenministerkonferenz in Kiel schon nächste Woche. Es sieht nicht gut aus: Die Innenminister der Länder scheinen sich geschlossen hinter den Antrag Schleswig Holsteins zur “Digitalen Spurensicherung” zu stellen.³ Doch auf der Innenministerkonferenz muss dem Antrag einstimmig zugestimmt werden - das ist unsere Chance! Stellt sich nur ein Landesinnenminster dagegen, kann er nicht beschlossen werden. Fordern wir von jedem einzelnen Minister deshalb: Stimmen Sie bei der Innenministerkonferenz gegen diesen massiven Einschnitt in die Privatsphäre! ++++++ Wenn diese Petition auf Interesse stößt, werden wir Sie weiteren Campact-Aktiven empfehlen. ________ [1] “Echo, Home und Homepod: Schon jeder 10. Deutsche benutzt smarte Lautsprecher”, t3n digital pioneers, 20.Dezember 2018 [2] “Innenminister wollen offenbar Daten von Alexa, Siri und Co. auswerten”, Spiegel Online, 5.Juni 2019 [3] “Wenn Alexa die Beweise liefert”, tagesschau.de, 5.Juni 2019 ________ Foto: Jeremy Brooks, flickr
    589 von 600 Unterschriften
    Gestartet von Antonia Becher
  • Jetzt erst GrundRecht! - RWE darf Kohlekritiker*innen nicht mundtot machen
    Der Kohle-Konzern RWE ist ein Hauptverursacher der Klimakrise: Die Tagebaue im Rheinland sind die größte CO2-Quelle Europas. Obwohl wir schon mitten in der Klimakrise stecken, will der Konzern noch mindestens 20 weitere Jahre Kohle verfeuern. Das bedeutet, dass wir die letzte Chance auf die Einhaltung des 1,5 Grad- Ziels verlieren und der Planet in eine unkontrollierte Klimakatastrophe katapultiert wird. Die Regierung tut nichts, um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil: Die Kohle-Kommission der Bundesregierung hat 20 weiteren Jahren Kohle zugestimmt. Es gibt immer stärkeren Widerstand gegen eine Politik, die die Dimension unserer Bedrohung ignoriert. Gleichzeitig reagieren Staat und Energiekonzerne mit immer härteren Mitteln auf Protestierende - und attackieren dabei unsere Grundrechte. Daniel musste schon letztes Jahr unter Androhung einer Zivilklage eine sogenannte Unterlassungserklärung unterschreiben. Er hat darin unterzeichnen müssen, dass er RWEs Tagebaue und Kohleschienen nicht mehr betritt. Das hat er tatsächlich nicht getan. Trotzdem wollen ihm die Anwälte des Konzerns nun an den Kragen: wegen seiner öffentlichen Aussagen und Tweets zu den Klima-Protesten. Auch seine Kollegin Kathrin Henneberger wurde von RWE aufgefordert, eine solche Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, nachdem sie bei ihrer Rede auf der Hauptversammlung von RWE das klimaschädliche Kohle-Geschäft angeprangert hat. Wenn Kathrin ihre kohlekritische Arbeit für Ende Gelände fortsetzt, droht ihr ebenfalls eine hohe Geldstrafe. Auch Kathrin lässt sich nicht einschüchtern und will weiterhin mit ihrem Namen und ihrem Gesicht für legitimen Widerstand einstehen. Wenn inzwischen Aktivist*innen sogar verklagt werden, weil sie ihre Stimme erheben, ist die Demokratie in Gefahr. Das lassen wir nicht zu! RWEs Strategie wird scheitern. Der Konzern wird uns nicht zum Schweigen bringen, denn wir werden gemeinsam die Wahrheit über die Klimakrise sagen und ihr dreckiges Geschäft mit der Kohle stoppen Für weitere Infos zu den Protesten im Juni am Garzweiler-Tagebau hier klicken: ende-gelaende.org und klima-doerfer-retten.de
    7.580 von 8.000 Unterschriften
    Gestartet von Dorothee Häußermann Picture
  • Echte Solidarität in der Sozialversicherung meint alle Einkommensbezieher!
    Erneut tut sich eine Finanzierungslücke - aktuell in der Pflegeversicherung - auf. Trotz unzähliger Reformen stellt unsere Regierung in regelmäßigen Abständen fest, dass die finanziellen Zuflüsse hinten und vorne nicht ausreichen um die aktuellen oder künftigen Kosten zu decken. Gleichzeitig hat die gesetzliche Krankenversicherung ein ordentliches finanzielles Polster, das aber weder zu besseren Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen führt, noch an die Versicherten rückvergütet wird. Auch für die seit vielen, vielen Jahren bekannte drohende Lücke in der Rentenversicherung- hervorgerufen durch den demographischen Wandel - werden keine tragfähigen Lösungen entwickelt. Hinzu kommt, dass immer mehr junge Menschen eine akademische Ausbildung einer beruflichen vorziehen. In Folge heißt das, dass die Rentenversicherung nicht nur durch die Alterspyramide, sondern zusätzlich auch durch weniger Beitragszahler aufgrund der Beitragsfreiheit oder -deckelung in der gesetzlichen Sozialversicherung bei Überschreiten der Beitragsbemessungsgrenzen über immer weniger Einnahmen verfügt. Für die vielbeschworene soziale Gerechtigkeit sollte hier endlich die Zweiklassengesellschaft beendet werden - zugunsten einer Solidargemeinschaft, die dann ihren Namen auch tatsächlich verdient. Diese Forderung ist schon alt, wurde aber nie umgesetzt, obwohl sie viele Probleme der Sozialversicherungen lösen würde und nicht wieder nur „Flickschusterei“ wie bisher wäre. Davon unbenommen könnte jeder durch zusätzliche private Vorsorge - wie bisher auch - seine Vorsorge ausbauen oder aufstocken. Die private Versicherungswirtschaft bietet ja längst viele Möglichkeiten an. Lobbyismus ist auch hier - wie leider oft - fehl am Platz: es geht um soziale (Generationen-) Gerechtigkeit und Verantwortung des Staates allen Bürgern gegenüber - unabhängig von Einkommen, Schicht, Alter oder Leistungsfähigkeit! Leider hat es auch der Koalitionspartner SPD bislang versäumt, dieses ureigenste Thema ernsthaft anzupacken. Die jüngste Wahl des Europaparlamentes hat deutlich gezeigt, dass die Bürger endlich echte, richtungsweisende Entscheidungen fordern - nicht einmal im sozialen Bereich konnte eine der bisherigen Volksparteien punkten. Dies wäre nun eine Chance (von vielen), die sie ergreifen könnten um von sich zu überzeugen und ihrem Namen wieder gerecht zu werden - anstelle sich im Klein- Klein komplett zu verlieren.
    49 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Katrin Schlupf
  • Rettet den Kharaganafluss - Kein Wasserkraftwerk am Schwarzen See im Hohen Altai, Mongolei
    Der Kharaganafluss und der Schwarze See sind überlebenswichtig für die oben genannten 350 Tuwa-Nomadenfamilien. Der Kharaganafluss ist die Lebensader des Kharaganatals. Seit Generationen errichten die Tuwa-Nomaden an diesem Fluss und am Schwarzen See ihre Jurten im Wechsel der Jahreszeiten dort, wo genügend Wasser und Weideland für ihre Tiere vorhanden sind. Sie halten Kamele, Pferde, Yaks, Schafe und Ziegen und leben von Fleisch und von den vielen Milchprodukten, die sie selbst herstellen. Morgens gehen die Frauen an den Fluss und holen dort ihr Trinkwasser. Sie machen Feuer und kochen Tee. Danach werden die Tiere gemolken, die vorher am Fluss getrunken und dort geweidet haben. So ist der gesamte Tagesablauf der Menschen vom Fluss abhängig. Das Wasser ist sauber und kristallklar und kommt aus den nahen Bergen. Nun soll der Fluss nach Plänen der deutschen Firma Eurokhan unter Leitung von Oliver Schnorr in den fünf Kilometer entfernten Schwarzen See umgeleitet werden. Der Fluss soll ein geplantes Wasserkraftwerk mitspeisen, obwohl langjährige Studien belegen, daß in der Region für ein solches Vorhaben nicht genug Wasser vorhanden ist. Dies wurde über die Köpfe der Tuwa-Nomaden hinweg geplant, ohne sie überhaupt zu fragen, ohne mit ihnen zu sprechen. Als die Pläne bekannt wurden, haben sich alle Einheimischen dagegen ausgesprochen. Bisher wurden sie nicht berücksichtigt. Wer von uns kann sich vorstellen, daß ihm die eigene Heimat, der Wohnort, die Existenzgrundlage ungefragt einfach weggenommen werden soll? Das wäre ein unmögliches und unmenschliches Vorgehen! Es würde bedeuten, daß die Nomaden kein Wasser zum Leben mehr hätten und kein Wasser mehr für ihre Tiere. Es gäbe dort kein Weideland mehr. "Die Nomaden würden zu ökologischen Flüchtlingen. Das hiesse Entwurzelung und tiefste Armut", so Galtai Galsan, Sohn des Stammesoberhaupts, Heilers und Schriftstellers Galsan Tschinag. Mit Freunden von der Galsan Tschinag Stiftung und vom Förderverein Mongolei e.V. habe ich die Nomaden im Kharaganatal mehrmals besucht. Wir sind beeindruckt von ihrer nachhaltigen Lebensweise in großer Abhängigkeit und Ehrfurcht vor der Natur. Das Tal, der Fluss und der Schwarze See sind ihnen heilig und spenden ihnen Wasser und Nahrung. Wir unterstützen die Tuwa-Nomaden, weil wir ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft selbst erlebt haben. Wir möchten dazu beitragen, dass sie ihre nomadische Kultur in Verbindung mit der Natur bewahren können. Helfen Sie deshalb bitte mit und unterzeichnen Sie ebenfalls diese Petition!
    755 von 800 Unterschriften
    Gestartet von Christine Scharlipp Picture
  • Nürnberg; Stadt Nürnberg mit Nürnberger Land Appell: Für Seenotrettung und sichere Häfen
    2018 sind mehr als 2200 Menschen auf ihrer Flucht übers Mittelmeer ertrunken, darunter etliche Kinder. NGO-Organisationen wird es zusehens erschwert Menschen aus Lebensgefahr zu retten. Daher sind zurzeit kaum mehr Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer unterwegs, oder sie dürfen die Häfen nicht mehr verlassen. Die Käpitän*innen und die Besatzungsmitglieder werden angezeigt, ihnen droht jahrzehntelange Gefängnisstrafe. Darüber hinaus müssen die Retter*innen und flüchtenden Menschen Angst haben, dass die EU-Staaten ihnen den Einlass in einen sicheren Hafen verwehren. Stattdessen wird damit gedroht, die in Not leidenen Menschen zurück zu bringen - in ein Land, in dem Menschenrechte missachtet werden, Menschen willkürlich inhaftiert, gefoltert, vergewaltigt misshandelt und versklavt (!) werden. Wir als Bürgerinnen und Bürger in Nürnberg / Nürnberger Land machen deutlich, dass dies nicht in unserem Namen geschieht! Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte. Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt und bedroht werden oder die tagtäglich unter Hunger und bitterster Armut leiden, sehen häufig keinen anderen Ausweg, als ihre Heimat zu verlassen. Ein Bruchteil aller Geflüchteten weltweit erhofft sich in Europa Schutz und eine Perspektive. Anstatt sichere Fluchtwege zu schaffen, setzt die europäische Migrationspolitik jedoch auf Abschreckung und Abschottung. Diese Politik zwingt nicht nur Menschen dazu, lebensbedrohliche Wege wie die Fahrt über das Mittelmeer nach Europa einzuschlagen, sondern unterbindet auch sämtliche Bemühungen etwas gegen das so verursachte massenhafte Sterben auf dem Mittelmeer zu unternehmen. Wir verurteilen die derzeitige europäische Migrationspolitik auf das Schärfste! Das tausendfache Sterben im Mittelmeer, gegen das nichts unternommen wird, entsetzt uns und ist ein Zeichen gnadenloser Unmenschlichkeit. Mit der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung wird das Sterben im Mittelmeer in Kauf genommen. Es kann nicht wahr sein, dass es verboten sein soll, Leben zu retten. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar. Diese Verantwortung trifft in erster Linie die EU und ihre Mitgliedstaaten; sie müssen eine völkerrechtsbasierte Seenotrettung auf dem Mittelmeer gewährleisten. Im Angesicht dieser humanitären Katastrophe muss dennoch gehandelt werden, wo gehandelt werden kann. Deswegen sind auch Kommunen aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Aufnahme von geretteten Geflüchteten aus dem Mittelmeer einzusetzen. Als weltoffene Stadt der Menschenrechte, der Integration und der Vielfalt ist Nürnberg und auch das Nürnberger Land in der Pflicht ein Zeichen der Humanität zu senden.
    1.239 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Dorrit Green-Barwig
  • Oldenburg Appell: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen
    Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte.
    601 von 800 Unterschriften
    Gestartet von Sven Lichterfeld
  • Darmstadt Appell: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen
    Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte.
    377 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Olaf Brand
  • Ausrufung des Klimanotstandes in Wiesbaden
    Durch das Ausrufen des Klimanotstands soll die Stadt Wiesbaden offiziell anerkennen, dass der menschengemachte Klimawandel eine akute und gegenwärtige Gefahr für das Leben der Menschen und vieler weiterer Lebewesen darstellt und sich darüber hinaus verpflichten, unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte und mit höchster Priorität sofortige und entschlossene Anstrengungen zum Klimaschutz zu leisten. Bei jeder Entscheidung des Stadtrats und der Stadtverwaltung ist fortan zu prüfen, ob diese mit den Klimaschutzzielen vereinbar ist. Zur Durchsetzung der Klimaschutzziele fordern wir die Einrichtung einer unabhängigen Bürgerversammlung, die mit Mitteln partizipatorischer Demokratie an der lokalen Klimapolitik teilnimmt.
    465 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Extinction Rebellion Wiesbaden Picture