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An: An die Studierenden der TU Berlin

Deine Unterschrift für eine faire Unilehre

Wir sind eine studentische Initiative der Technischen Universität Berlin. Wir haben uns aus dem Seminar “Kritische Nachhaltigkeit” heraus gegründet. Dieses Seminar wurde gefordert und durchgesetzt vom Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin. Wir möchten unsere Initiative nutzen, um mehr Nachhaltigkeit in der Lehre zu fordern. Dafür brauchen wir Eure Unterstützung.

Wir fordern die Einführung eines Pflichtmoduls, was Studierenden die Möglichkeit bietet gesellschaftliche Verantwortung zu lernen und Mitbestimmung zu üben. Im Folgenden erklären wir unsere Beweggründe und unsere Bitte an Euch.

Wir setzen uns dafür ein, ein Pflichtmodul über die Grundlagen der Ethik als Ergänzung zum Hauptstudium eines jeden Studienganges an der Technischen Universität Berlin zu etablieren.
Hierbei sollen auf interdisziplinärer Art und Weise soziale, ökologische und ökonomische Grundfragen aufgearbeitet werden. Unsere Initiative dient dabei als Plattform für die Forderung einer solchen kritischen Transformation des Studiums, welche zu einem grundlegenden gesellschaftlichen Wandel, hin zur Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, beitragen kann. Die Dringlichkeit dieser Forderung haben auch andere Universitäten erkannt, z.B. in Hamburg (“Sustainable Futures”), Leuphana (Fakultät Nachhaltigkeit) und weitere Universitäten im Projekt “HOCHn”, darunter die Hochschule Zittau, welche ein solches Modul schon eingeführt hat. Dafür sammeln wir Unterschriften und Unterstützende, welche sich für unsere Idee aussprechen!

Warum ist das wichtig?

Mit dem Bologna-Prozess hat die Struktur der Universität und in unseren Augen auch die Qualität der Lehraufgabe einen Einschnitt erlebt. Im Zuge des Bologna-Prozesses wurde das Bachelor- und Mastersystem in Deutschland eingeführt. Ziel war es einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu kreieren und die Kompatibilität der Studienabschlüsse zu gewährleisten. Auch die Kritik am deutschen Hochschulsystem von Seiten der Wirtschaft trug maßgeblich zu der Einführung des Bachelors und Masters bei. Es wurden dabei vor allem Ineffizienz, zu lange Ausbildungszeiten als auch die unterlassene Anpassung der Hochschulen an wirtschaftliche Bedürfnisse kritisiert.
Die TU positioniert sich folgendermaßen: “Die TU Berlin hat in den letzten Jahren zahlreiche Reformanstrengungen unternommen, um die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Es gilt, diesen Prozess auf allen universitären Handlungsfeldern fortzuführen - insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Staatszuschüsse und des gesteigerten Wettbewerbs zwischen den Universitäten.” (Stellungnahme der TU zu den Reformen). Dabei bleibt es wichtig zu erwähnen, dass der Reformprozess eine nicht eigens durch die Universitäten initiierte Entwicklung darstellte. Vielmehr dominierte der ökonomische Wettbewerb die Forderung nach Reformen.
Kritisiert wird am Bachelor-Master-System der fehlende Ausbau einer geschlossenen Sozialstruktur innerhalb der Universität - das Nicht-Wahrnehmen der Erziehungsaufgabe, die Universitäten haben. Das selbstständige universitäre Studium wird zu einem Lernen von Prüfungswissen herunter transformiert. In unseren Augen muss viel mehr als Wissen, das Denken trainiert, der Erfahrungshorizont erweitert, die Unterscheidungsfähigkeit geschärft und die Urteilskraft geschult werden.

Die Universität ist in der Vergangenheit bis heute offizielle Verpflichtungen eingegangen - Versprechen, die von der TU Berlin gemacht werden, möchten wir ernst und wahrnehmen. “Unsere Universität führt einen offenen Dialog” (9. Umweltleitlinie) - wir hoffen, dass diese Aussage uns Gehör verspricht, im besten Falle als “wertvolle[r] Impuls[e] für eine nachhaltige Entwicklung” wahrgenommen wird.

Neuigkeiten

2020-01-29 06:22:46 +0100

100 Unterschriften erreicht

2020-01-11 23:56:52 +0100

50 Unterschriften erreicht

2020-01-09 14:06:03 +0100

25 Unterschriften erreicht

2020-01-06 22:26:47 +0100

10 Unterschriften erreicht