Skip to main content

An: Herrn Oberbürgermeister, den Stadtrat der Stadt Halle/Saale, die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Frau Svenja Schulze, den Bundesgesundheitsminister Herrn Jens Spahn

5G – verkaufte Gesundheit. Ein großer Feldversuch an Millionen von Menschen

5G – verkaufte Gesundheit. Ein großer Feldversuch an Millionen von Menschen

Während der weltweite Fokus auf dem Thema Klimawandel liegt, bereitet sich Deutschland mit Hochdruck auf die Installation des neuen 5G-Mobilfunksystems vor. Dabei wurde bislang jedoch versäumt, die Bevölkerung über mögliche Risiken und Gefahren aufzuklären.
Die Digitalisierung wird bundesweit in einem rasanten Tempo vorangetrieben und durch Industrie und Politik nachdrücklich gefördert. Die Installation des 5G-Systems in Deutschland findet aber ohne Risikostudien und Technikfolgenabschätzung statt.(1)
Dies bedeutet eine schwere Missachtung des Vorsorgegebotes des EU-Vertrages, Artikels 191 AEUV. Darin heißt es: "Die Umweltpolitik der Union beruht auf den Grundsätzen der Vorsorge und Vorbeugung."(2)

Forderung:
(1) Vor dem Ausbau von 5G muss eine Technikfolgenabschätzung von industrieunabhängigen Wissenschaftlern erfolgen, die umfassende Aussagen zu Gesundheitsgefahren und Umweltrisiken zulässt.
Daher fordern wir die Stadt Halle zu einem vorläufigen Stopp des 5G-Netzausbaus auf, bis die Ergebnisse der Technikfolgenabschätzung vorliegen. Wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass 5G gesundheitlich unbedenklich ist, darf diese Technik nicht zur Anwendung kommen.

(2) Das europäische Vorsorgeprinzip muss auf die 5G-Mobilfunktechnologie angewendet werden, da sich die Intensität der elektromagnetischen Strahlung massiv erhöhen wird.
Wir fordern die konsequente Einhaltung des EU-Vertrags, § 191 AEUV im Sinne der Gesundheitsvorsorge und Risikovorbeugung.

(3) Die von uns gewählten Politiker sind für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger verantwortlich. Sie müssen Sorge dafür tragen, dass der forcierte und übereilte Ausbau des neuen 5G-Netzes gestoppt wird, bis alle ungeklärten Fragen beantwortet sind. Hier ist das Prinzip der Beweislastumkehr anzuwenden.
Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, den Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der 5G-Technologie zu erbringen.

Warum ist das wichtig?

Begründung:
Schon heute sind Mensch und Natur, vor allem in den Ballungsgebieten, zum Teil sehr hohen Belastungen durch elektromagnetische Strahlung der Mobilfunktechnologie ausgesetzt. Deren negative Auswirkungen sind mittlerweile in vielen industrieunabhängigen Studien belegt. Es handelt sich hierbei z.B. um deutliche Hinweise auf krebserregende Wirkungen, Unfruchtbarkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Depressionen.(3) Dabei gewährleisten die deutschen Grenzwerte keinerlei Schutz vor langfristigen gesundheitlichen Folgen. Sie dienen lediglich dem Schutz vor den thermischen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung.

Neben negativen Effekten auf den menschlichen Organismus zeigen sich auch Folgen für Natur und Umwelt. Wissenschaftliche Studien belegen das massive Insektensterben in direktem Zusammenhang mit gepulsten Hochfrequenzen.(4) Auch sind beispielsweise Fertilitätsprobleme bei Kühen, Schweinen und Geflügel in Exposition zu Mobilfunkanlagen belegt.(5)

5G soll bisher undenkbar hohe Datenübertragungsraten bereitstellen. Die Emission elektromagnetischer Strahlung würde hierdurch exponentiell ansteigen. Es ist zu erwarten, dass sich die Belastung für alle Lebewesen aufgrund dieser Technologie weiter verdichten und maximieren wird.(6) Daher forderten kürzlich 230 Ärzte und Wissenschaftler ein Moratorium für 5G. Die EU steuert derzeit 700 Millionen Euro für 5G-Projekte bei. Aber nicht eines davon dient der Risikoforschung.(7)

Fazit:
Es ist höchste Zeit zu handeln.
Andere Länder gehen mit gutem Beispiel voran.
Die belgische Umweltministerin Céline Fremault zeigte sich in ihrer Entscheidung zu Beginn dieses Jahres sehr verantwortungsvoll, indem sie das geplante 5G-Projekt für ihr Land vorläufig stoppen ließ.(8) Inzwischen sind auch ein großer Teil der Stadt Rom, die Stadt Florenz und die Schweizer Kantone Genf, Waadt und Jura vorerst aus dem 5G-Projekt ausgestiegen.

Auch in Deutschland werden kritische Stimmen lauter. Der umweltpolitische Sprecher der Linken, Ralph Lenkert, sagte auf 3sat: "Wir bewegen uns auf einen großen Freilandversuch an Millionen von Menschen zu."(7)

Nehmen wir uns ein Beispiel an progressiven Städten wie Genf, Brüssel und Florenz. Dort wurde das Experiment 5G durch weitsichtige Politiker unter öffentlichem Druck vorerst beendet.
Bitte zeigen auch Sie Courage. Verfügen Sie einen sofortigen Ausbaustopp von 5G im gesamten Stadtgebiet und initiieren Sie mit der Bundesregierung einen Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von 5G.

Wir bauen auf Ihren Mut und Ihr Verantwortungsbewusstsein für den Erhalt einer gesunden und zukunftsfähigen Welt,

die Bürgerinitiative STRAHLKRAFT Halle.

Quellenverzeichnis:
(1) www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1220, 3.10.2019

(2) https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008049&Artikel=191&Paragraf=&Anlage=&Uebergangsrecht=, 1.10.2019

(3) www.emfdata.org, 3.10.2019

(4) https://www.mberstecher.de/bienen-broschuere.pdf, 2.10.2019

(5) Warnke, U. (2009): Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Tiere. Forschungsbericht.

(6) https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse_PDF/2001/Grenzwerte_EMF.pdf?__blob=publicationFile, 1.10.2019

(7) www.3sat.de/wissen/nano/gefahr-fuer-die-gesundheit-100.html, 3.10.2019

(8) https://www.t-online.de/digital/smartphone/id_85555326/5g-netz-versuche-in-genf-und-bruessel-wegen-strahlung-gestoppt.html?fbclid=IwAR2KRfB6ETlCgAuSP5uKkxaAV13d4-tZ_U86nQau2dohDB3A-5g8EWjqpvk, 2.10.2019

Neuigkeiten

2019-10-17 05:49:59 +0200

100 Unterschriften erreicht

2019-10-08 17:39:04 +0200

50 Unterschriften erreicht

2019-10-06 23:35:51 +0200

25 Unterschriften erreicht

2019-10-05 16:45:38 +0200

10 Unterschriften erreicht