Skip to main content

An: die für Stadtentwicklung verantwortlichen Menschen

Abkühlung der Städteregion Aachen - Gesundheitsschutz und Beginn der Umsetzung der Klimaneutralität

Der Sommer in Deutschland wird immer heißer. Die Anzahl der Hitzetage hat sich verdreifacht. Das ist eine Gefahr für Gesundheit und Leben: Tausende Todesfälle verursachen die kochenden Temperaturen jedes Jahr. Die Brandgefahr steigt ständig.

Deshalb fordern wir: Setzen Sie die folgenden Maßnahmen für alle Städte in der Region rasch um. Prüfen Sie auch alle schon beschlossenen städtebaulichen Maßnahmen auf die Einhaltung der Grundsätze zum Schutz der nicht mehr abwendbaren Hitze.

1. Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stoppen und natürliche Kohlenstoffsenken aufbauen. Förderung von Gemeinschaftsanlagen und Vorschläge für gemeinsame Einrichtungen.

2. Grünflächen naturnah ausweiten und schützen
Sofortige vertikale Begrünung aller öffentlichen Flächen, wie die Fassaden von Schulen (Efeu und Wilderwein können sehr günstig Fassaden abkühlen)

3. Ungenutzte Rasenflächen durch regionale Stauden und Hecken ersetzen - Vorhaben von Privatpersonen fördern am besten durch ein kostenloses Angebot für gärtnerische Leistungen (insbesondere für ältere MitbürgerInnen, die ansonsten den pflegeleichten Weg durch Steingärten bevorzugen würden

4. Baumkonzept: Baumfällungen strenger regulieren und reduzieren & jede Straße muss Bäume bekommen. Die Pflanzaktionen sollten dieses Jahr starten! Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Bäume nicht wegen der Verdichtung der Umgebung wieder absterben - also keine Parkplätze oder Versieglungen in der näheren Umgebung - notfalls auch teilweise Entsiegeln von Straßenflächen

5. Autoverkehr in der Innenstadt und auf stark feinstaubbelasteten Straßen an heißen Tagen sofort stoppen. Als Alternative P&R - auch mit e-Rollern usw im Außenbereich anbieten. Das kann auch in Vorstädten und Dörfern Verkehr reduzieren.

6. Solar auf jedes geeignete Dach und an den Balkon, verpflichtende Installation von PV-Anlagen bei Neubauten

7. Sofortiger Versiegelungsstopp für Grünflächen & Entsiegelung von Flächen starten: eine signifikante Reduzierung von Betonflächen, Parkflächen und z.B. Steingärten. Das schützt uns auch vor Starkregen. Dazu gehört auch Gewerbeflächen nicht zu erweitern, sondern Leerstände zu nutzen oder zu regenieren.

8. Wasserspender im öffentlichen Raum bereitstellen, die mit Fußpumpe bei Bedarf genutzt werden können.

9. Kühle Dächer und Straßen: Dächer können weiß oder mit einer anderen hochreflektierenden Farbe gestrichen oder mit Ziegeln bedeckt werden, um mehr Sonnenlicht zu reflektieren und weniger Wärme zu absorbieren.

10. Förderung von Regenwassertonnen - u.U. gemeinsame Nutzung von angrenzenden Gärten - hierfür wäre ein Nutzungsplan für jede Gemeinde, wie sich Gemeinschaften bilden können sinnvoll.

11. Hitzewarnsystem für öffentliche Einrichtungen installieren & gekühlte Räume bereitstellen. Gemeinschaftsflächen unter schattenspendenden Bäumen einrichten, die in ein paar Gehminuten zu erreichen sind.

12. Sanierung aller öffentlichen Krankenhäuser im Bereich des Hitzeschutzes. Klimaanlagen sind hier kein Luxus.

13. Möglichkeiten für alle Einwohner*innen, sich abzukühlen: in kostenlosen cooling rooms, Museen, Bibliotheken, Sporthallen etc.

14. Neubauten im öffentlichen Bereich so planen, dass Hitzeeinwirkungen möglichst vermieden werden z.B. durch Absenken im Erdreich und mit dichter Begrünung im Umfeld - insbesondere für Sportanlagen geeignet

Warum ist das wichtig?

Um 1,2°C hat sich die Erde bis jetzt erhitzt - die Folgen spüren wir deutlich. Jedes Jahr brechen die Temperaturen in Deutschland neue Rekorde. Doch auch der heißeste Sommer, den wir bisher erlebt haben, wird mit großer Wahrscheinlichkeit gleichzeitig der kälteste für den Rest unseres Lebens sein. Eine weitere Aufheizung der Atmosphäre auf 2,4°C ist realistisch, wenn die Emissionen nicht sofort drastisch gesenkt werden.

Zunehmende Hitzewellen sind die mit Abstand tödlichsten wetterbedingten Katastrophen in Europa. Deutsche Städte sind auf Hitze-Extreme kaum vorbereitet. Allein zwischen 2018 und 2020 hat es in Deutschland schätzungsweise 19.000 Hitze-Tote gegeben. Die vielen versiegelten Flächen heizen sich auf und machen den Sommer in der Stadt unerträglich.

Es darf kein einziger Baum mehr gefällt werden und die bestehenden grünen Flächen müssen dringend erweitert werden, um im Schatten der Bäume neue heranwachsen zu lassen. Jede Planung, die dem entgegensteht, muss sofort gestoppt werden.

Ich weiß nicht wie viele Bebauungsmaßnahmen schon nach alten Standards beschlossen wurden und noch nicht vollzogen wurden. Mir ist aber eine bekannt, die so nicht durchgeführt werden sollte: der Bebauungsplan Broichweiden Mitte in Würselen.

Auch die Region Aachen muss dringend umsteuern und seine Bewohner*innen vor der unaufhaltsamen Hitze und zu befürchtenden Bränden schützen. Dazu gehört auch eine gute Planung im ländlichen Bereich, damit der ausgetrocknete Boden nicht vom nächsten Starkregen weggespült wird.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Wenn ich mindestens 150 Unterschriften gesammelt habe, möchte ich diese dem Stadtentwicklungsplanern in der Region übergeben.

Neuigkeiten

2022-08-25 22:03:01 +0200

50 Unterschriften erreicht

2022-08-16 18:14:23 +0200

25 Unterschriften erreicht

2022-08-12 17:31:25 +0200

10 Unterschriften erreicht