An: Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU)

Mittragen der Stadt Aachen am aktuellen Flüchtlingshilfsappell der Städte Bonn/Köln/Düsseldorf

Mittragen der Stadt Aachen am aktuellen  Flüchtlingshilfsappell  der Städte Bonn/Köln/Düsseldorf

Letztes Wochenende haben 1.200 Aachener Bürgerinnen und Bürger eine klare Botschaft gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung auf die Straße getragen. Unterstützt wurde die Seebrücke-Demonstration u.a. von der UWG Aachen und der Partei Die Linke Städteregion Aachen, aber auch von einer Vielzahl weiterer Gruppierungen und Verbände wie beispielsweise dem Aachener Friedenspreis e.V. .

Wir wollen nicht schweigend zusehen, wie tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken und Europa sich weiter abschottet. Daher fordert die Seebrücke Aachen unseren Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) dazu auf, sich dem gemeinsamen Appell zur Flüchtlingshilfe der Kölner Oberbürgermeisterin und der Oberbürgermeister aus Bonn und Düsseldorf anzuschließen. Im Schreiben der Stadtoberhäupter an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel heißt es: „Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen“.
Weiterhin erklären sie: „Bis eine europäische Lösung mit allen Beteiligten vereinbart ist, ist es dringend geboten, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen und die Aufnahme geretteter Menschen zu sichern. Unsere Städte können und wollen in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen […]“. Bereits auf der Seebrücke-Kundgebung am 28.07. wurde der Aachener OB von den Demonstranten lautstark aufgefordert, den Appell der drei Rheinstädte mitzutragen. Dazu hatte ihn auch vergangenen Dienstag als erste Aachener Stadtratsfraktion die Ratsfraktion DIE LINKE in einem offenen Brief aufgefordert.

Die Aachener Bürgerinnen und Bürger sind dringend aufgerufen, dieser Aufforderung durch das Mittragen der hier vorliegenden Seebrücke-Petition Nachdruck zu verleihen.

Warum ist das wichtig?

Laut IOM (Internationale Organisation für Migration) starben in diesem Jahr bereits 1.492 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Seit Wochen wird die — ohnehin schon zivilen Organisationen überlassene — Seenotrettung auf dem Mittelmeer blockiert und kriminalisiert. Dies führte dazu, dass allein im Juni 2018 laut IOM 629 Menschen ertranken, ungefähr so viele, wie in den ersten fünf Monaten des Jahres zusammen.
Das ist schon längst weit mehr als unterlassene Hilfeleistung. Das ist kaltes, gezieltes Sterben lassen, unvereinbar mit den Menschenrechten und dem Seerecht!

Seit Wochen wird die (ohnehin schon nur den zivilen Organisationen überlassene) Seenotrettung auf dem Mittelmeer von den Regierungen der Anrainerstaaten blockiert und teilweise sogar regelrecht kriminalisiert.

Die Stimmung in unserem Land wird darüber hinaus durch Medienhetze und Angstkampagne unerträglich und unmenschlich. Flüchtlinge werden entmenschlicht. Der legale Weg des Asylsuchens sprachlich "kriminalisiert" (Stichworte aus dem bayrischen Landtagswahlkampf sind dabei u.a. "Asyltourismus" und "illegale Migration").

Wir als Aachener Seebrücke wollen diesem unmenschlichen Treiben durch ein starkes, sichtbares Signal der Menschlichkeit, der Hilfsbereitschaft und der Versachlichung der gesamten Debatte entgegentreten.
Unser Oberbürgermeister kann mit der dem Anschluss dieses "rheinländischen" Appells der anderen Städte dafür ein starkes, notwendiges Zeichen setzen!


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Wir können und dürfen nicht mehr wegsehen.
  • Alle Menschen haben das Recht auf Leben!!!
  • Leben zu retten darf nicht illegal sein

Neuigkeiten

2018-08-09 08:57:22 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2018-08-08 19:04:36 +0200

500 Unterschriften erreicht

2018-08-07 17:14:09 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-08-04 13:38:34 +0200

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2018-08-02 21:24:32 +0200

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2018-08-02 17:30:22 +0200

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