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An: Henriette Reker, Dr. Agnes Klein, Stephan Glaremin

Köln: Arbeit statt Armut - Kinderbetreuung in Randzeiten sicherstellen

Köln: Arbeit statt Armut - Kinderbetreuung in Randzeiten sicherstellen

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrte Frau Dr. Klein,
sehr geehrter Herr Glaremin,

auch die Stadt Köln muss die Kinderbetreuung in Randzeiten sicherstellen. Viele Kinderbetreuungsangebote decken nur die Zeiten von 8-16:30 Uhr ab – es bleiben große Betreuungslücken, die es Eltern im Schichtdienst oder im Einzelhandel unmöglich machen, zu arbeiten.

Die Kinderbetreuung in Randzeiten erlaubt Eltern auskömmlich zu arbeiten und rettet Kinder vor der Armut. Die Stadt Essen hat vorgemacht, wie dank der Kinderbetreuung in Randzeiten aus Hartz IV-Empfängerinnen gesuchte Fachkräfte werden.

Deshalb fordern wir Sie auf, in die Kinderbetreuung in Randzeiten zu investieren.

Warum ist das wichtig?

Mit 48 Prozent tragen Alleinerziehende das höchste Armutsrisiko in Deutschland. Warum? Weil viele Alleinerziehende nicht existenzsichernd arbeiten können. Jede Alleinerziehende sollte die Chance bekommen, arbeiten gehen zu können und selbständig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Außerdem lohnt es sich für uns alle, wenn die Kommunen jetzt in die ergänzende Kinderbetreuung investieren:

- Für die Eltern, weil sie selbständig ihren Lebensunterhalt bestreiten und ihren Kindern ein Vorbild sein können.

- Für die Kinder, weil sie nicht mehr von Armut bedroht sind und erleben, dass es sich lohnt ein Ziel zu verfolgen.

- Für die Gesellschaft, weil sie dringend gesuchte Fachkräfte ausbildet und Menschen Teilhabe am Leben ermöglicht.

Im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII, § 24, Absatz 2 heißt es: Der örtliche Träger der Jugendhilfe hat die rechtliche Verpflichtung (...), ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen und ergänzender Förderung bereitzuhalten, wenn die Erziehungsberechtigten:
- einer Erwerbstätigkeit nachgehen,

- eine Erwerbstätigkeit aufnehmen,

- Arbeit suchend sind,

- sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden oder

- Leistungen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des SGB II § 16 erhalten.

Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft, hat nachgerechnet: „Jeder Euro, der in die ergänzende Kinderbetreuung investiert wird, kommt sechsfach zurück."

Weitere Informationen finden Sie hier: https://vamv-nrw.de/brandbrief

Kategorie

Neuigkeiten

2018-11-22 14:06:28 +0100

Hierzu möchte ich noch eine wichtige Information ergänzen:

Es handelt sich bei der Betreuung der Randzeiten um ein Modell, das die Betreuung zu Hause vorsieht: Betreuer*innen kommen morgens vor Arbeitsbeginn zur Mutter/zum Vater nach Haus, bereiten die Kinder für den Tag vor und bringen sie in Kita oder Schule. Bei Spätdienst holen sie die Kinder nach Kita- bzw. Schulende wieder ab, bringen sie nach Haus und bleiben bei ihnen, bis die Mutter oder der Vater von der Arbeit zurückgekehrt sind.

Die Stadt Essen hat dies mit dem Modellprojekt "Sonne, Mond, Sterne" bereits sehr erfolgreich umgesetzt. Weitere Informationen zu diesem Projekt, das von der Stadt Essen in diesem Jahr verstetigt wurde, finden Sie hier: https://www.vamv-nrw.de/fileadmin/user_upload/lv_nrw/Dokumente/SMS/Web_Folder_SonneMondSterne_VAMV-NRW_2017.pdf

2018-11-22 14:04:46 +0100

WOW! Und ein herzliches Dankeschön an alle, die meine Petition unterzeichnet haben! Wir haben über 850 Unterschriften gesammelt und es gab bereits eine Reaktion der Stadt Köln! Sie will sich das Modellprojekt des VAMW in Essen „"Sonne, Mond, Sterne" anschauen und es als Anregung für die Verbesserung der Betreuungssituation in den Prozess aufnehmen!

2018-10-23 09:12:09 +0200

500 Unterschriften erreicht

2018-10-22 18:03:49 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-10-17 11:59:21 +0200

50 Unterschriften erreicht

2018-10-14 20:10:14 +0200

25 Unterschriften erreicht

2018-10-13 13:26:05 +0200

10 Unterschriften erreicht