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An: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Barrierefrei sicher arbeiten – Ziel: Mindestbreite von 0,90 m bei Fluchtwegen und -türen notwendig!

JB
Initiator*in kontaktieren
Gestartet von
Jürgen Bauch
Barrierefrei sicher arbeiten – Ziel: Mindestbreite von 0,90 m bei Fluchtwegen und -türen notwendig!

Zu den Aufgaben des Arbeitsstättenausschuss (ASTA) gehört es u.a. dem Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene entsprechende Regeln und sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten in Arbeitsstätten zu ermitteln.

Zur Zeit gibt es eine Unstimmigkeit bei der Lichten Mindestbreite von Durchgängen und Türen, durch die bei einer Flucht bis zu 20 Personen durchgehen müssen:

Die Arbeitgeberbank mit weiterer Unterstützung im zuständigen Koordinierungskreis des ASTA sind für eine lichte Mindestbreite von 0,80 m.

Die Gewerkschaftsbank und mit ihr die Mehrheit im Koordinierungskreis befürworten eine Mindestbreite von 0,90 m (verbunden mit einer Bestandsschutzregelung, um den Aufwand überschaubar zu halten), damit den besonderen Anforderungen der Barrierefreiheit bei zukünftigen Bauten oder Umbauten stärker Rechnung getragen wird!

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) soll nun bis zur nächsten ASTA-Sitzung, am 10.06.2021, darüber entscheiden, ob es eine Mindestbreite von 0,80 m oder 0,90 m geben wird.

Die Forderung an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales lautet deswegen: Die Fluchtweg- und Durchgangsbreite von 90cm darf auch künftig nicht unterschritten werden!

Warum ist das wichtig?

Bei der Forderung nach einer Reduzierung der Fluchtweg- und Durchgangsbreite wird nicht bedacht, dass es bei der Nutzung von Hilfen, z.B. bei Rollstühlen nicht auf die reine Breite des Gerätes (meist 70cm) ankommt, sondern auch die Griffbreite oder ggf. Anbauten oder der Platz für Hilfspersonen mitgedacht werden müssen!

Breitere Fluchtwege schützen im Übrigen nicht nur Leben und Gesundheit von Menschen mit Behinderungen, sondern alle. Gerade in Paniksituationen darf es keine Erschwernisse für die Rettung geben.

Laut statistischem Bundesamt leben in Deutschland 7,9 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Behinderte-Menschen/_inhalt.html). Die Zahlen steigen stetig. Auch wenn sich zurzeit noch die Erfordernisse nach barrierefreier Gestaltung leider nur dann ergeben, wenn Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, bestehen große bauliche und finanzielle Aufwendungen, die Anforderungen nachzurüsten.

Immer mehr Unternehmen stellen sich inklusiv auf und beschäftigen Menschen sowohl mit als auch ohne Behinderung. Damit alle selbstständig und sicher im Betrieb arbeiten können, sind barrierefreie Arbeitsplätze und -wege unerlässlich. Deshalb ist es erforderlich, direkt beim Bau der Arbeitsstätte diese Mindestbreiten von 0,90 m zu berücksichtigen.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum von den an Bedarfen und Belangen von mobilitätseingeschränkten Menschen orientierten, bislang bewährten Standards abgewichen werden soll!

"Die Breite eines Rollstuhls oder eines Rollators beträgt selten mehr als 70 cm. Zu beachten ist jedoch, dass der Rollstuhlfahrer in einem manuell betätigten Rollstuhl noch zusätzlich Raum für die Hände braucht. Die 90 cm wurden in Deutschland als sinnvolles Maß bestätigt.“ - Quelle: EvidenzbasiertesPlanungshandbuch Barrierefreiheit: auf https://eph-barrierefreiheit.de/planungshilfe/tueren/

(Jürgen Bauch, ver.di-Landesarbeitskreis Teilhabepolitik)

Neuigkeiten

2021-06-15 18:01:47 +0200

Liebe Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner,
die Beteiligung durch euch ist großartig! Bis heute fast 1800 Unterschriften!
1600 Unterschriften haben das BMAS erreicht - per Mail, aber auch analog auf dem Postweg. Bis heute ist noch keine Antwort aus dem BMAS eingetroffen, deswegen läuft diese Petition auch noch weiter.
Barrierefreiheit ist nicht verhandelbar ist!
Wer Inklusion will, muss Barrierefreiheit erstellen!
Wir bleiben am Ball!

Jürgen Bauch

2021-06-02 17:45:46 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2021-05-27 17:17:21 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-05-18 15:40:05 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-05-18 10:45:55 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-05-17 19:59:26 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-05-16 20:03:33 +0200

10 Unterschriften erreicht