An: Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender und Jürgen Hambrecht, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF

BASF: Lieferketten-Verantwortung JETZT!

BASF:  Lieferketten-Verantwortung JETZT!

Wir fordern Sie dazu auf, Ihrer Verantwortung entlang der Lieferkette gerecht zu werden und sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten Ihres Zulieferers LONMIN einzusetzen sowie 8 Mio. EUR aus den Bilanzgewinnen 2015 in einen Sonderfond für die Entschädigung der Opfer des Massakers von Marikana einzuzahlen.
Dies entspräche lediglich einem Cent pro Aktie und ist angesichts des Einkaufs von Platin im Wert von einer halben Millliarde Euro pro Jahr ein vergleichsweise geringer Betrag.

Warum ist das wichtig?

BASF hat die konkrete Chance, an dieser Stelle ein Zeichen zu setzen und gemäß der eigenen Ansprüche zur umfassenden Sorgfaltspflicht und Verantwortung entlang der Lieferkette, gemeinsam mit seinem wichtigen Zulieferer LONMIN Maßnahmen zur Entschädigung der Hinterbliebenen des Massakers von Marikana und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Platinminen-ArbeiterInnen in Südafrika einzuleiten.

Anstatt Angst vor der Schaffung eines Präzedenzfalls zu haben, könnte der weltgrößte Chemiekonzern mit einem solchen Schritt seine Glaubwürdigkeit als verantwortlich handelnder Konzern zurück gewinnen und damit tatsächlich und nicht nur in Form von Lippenbekenntnissen weltführend in der Umsetzung von Lieferkettenverantwortung werden.

Zu den Hintergründen:
Am 16. August 2012 wurden in Marikana/Südafrika 34 Minenarbeiter, die gegen die miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen protestierten, von der südafrikanischen Polizei getötet. Der britische Minenbetreiber LONMIN trägt nachweislich Mitschuld an diesem Massaker.
BASF ist der größte Abnehmer von Platinmetallen von LONMIN und verwendet diese hauptsächlich für die Herstellung von Katalysatoren für die Automobilindustrie.

Obwohl sich BASF zu UN-Global Compact und weiteren Initiativen zur freiwilligen Lieferkettenverantwortung bekennt, hat das milliardenschwere Unternehmen nichts unternommen, um seiner Verantwortung auch nur annähernd gerecht zu werden. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der MinenarbeiterInnen, die das wertvollste Metall der Welt aus der Erde schürfen, sind menschenunwürdig. Die Angehörigen der getöteten Minenarbeiter haben bisher keinerlei Entschädigungen erhalten. Sie und ihre Kinder leben unterhalb der Armutsgrenze. Selbst der Auftritt von Bischof Seoka, einer der offiziellen Vertreter der Minenarbeiter von Marikana, bei der Aktionärsversammlung der BASF in 2015 ließ das Unternehmen kalt. Es brüstet sich aktuell damit, die Werksfeuerwehr vor Ort zu modernisieren und Sicherheitstrainings anzubieten. Angesichts der Lage der Hinterbliebenen ist dies schlicht beleidigend und beschämend.

Deswegen fordern wir Sie, die Vorsitzenden des Vorstands und des Aufsichtsrats, dazu auf, dem Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Deutschlands stattzugeben und auf der Aktionärsversammlung am 29. 4. 2016 in Mannheim entsprechende erste Schritte bekannt zu geben und einzuleiten.

Wie die Unterschriften übergeben werden

11.095 Unterschriften wurden auf der Aktionärsversammlung von BASF am 29.04. 2016 in Mannheim von den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären und einer Delegation aus Südafrika persönlich dem Vorstand und Aufsichtsrat übergeben.
Unterschriften, die nach dem Übergabetermin eintreffen, werden zu einem späteren Termin, den wir noch mitteilen, übergeben.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Warum sollen ein paar wenigen auf Kosten der Lebenszeit und Gesundheit von vielen sich bereichern? Das ist unmoralisch und gefährlich nicht nur gegenüber den Ausgebeuteten, sondern Gefährlich für den Weltfrieden und somit für uns alle.
  • Großkonzerne endlich Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen sollten.
  • Hier geht es um die Übernahme von Verantwortung und darum Zeichen zu setzen.

Neuigkeiten

2016-04-28 07:18:04 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2016-04-27 01:13:02 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2016-04-26 18:29:05 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2016-04-26 13:34:29 +0200

100 Unterschriften erreicht