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Der Alpenplan soll nicht den Partikularinteressen geopfert werden!

Der Alpenplan soll nicht den Partikularinteressen geopfert werden!

Strikte Einhaltung der Alpenkonvention. Naturschutz geht vor Klientelpolitik. Schutz bedrohter Tierarten wie Birkhuhn und Auerhahn.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Sie und Ihr Ministerrat der bayrischen Staatsregierung haben am 7. Februar 2017 die Durchführung einer Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) beschlossen, bei der die Zonierung des Alpenplans geändert werden soll. Es ist vorgesehen, die Zone C so zu verändern, dass diese der geplanten Skigebietsverbindung Balderschwang – Grasgehren nicht mehr im Wege steht.

Als Mitglied des Deutschen Alpenvereins spreche ich mich nachdrücklich gegen die geplante Änderung des Alpenplans aus und fordere Sie auf, den Alpenplan uneingeschränkt zu erhalten. Ihre Maßnahme stellt einen eklatanten Politikbruch in Sachen Naturschutz dar!

Warum ist das wichtig?

Der Alpenplan wurde in seiner 44-jährigen Geschichte nie geändert. Das aus gutem Grund. Denn er hat Bayern, verglichen mit anderen Alpenländern, vor überbordenden Skigebietserschließungen bewahrt und damit auch geholfen, die Vielfalt im bayerischen Alpentourismus zu erhalten. Auch bei unserem Nachbarn Österreich wurde eine ähnliche "Ski-Schaukel" zum Schutz der Alpenkonvention abgelehnt. Die geplante Änderung wäre ein Präzedenzfall, der weiteren Erschließungsvorhaben auch in unseren Anrainerstaaten Tür und Tor öffnen würde.

Die geplante Skischaukel am Riedberger Horn verläuft mitten durch eines der größten Vorkommen des Birkhuhns in Bayern. Der Bau von Lift und Piste bedroht diese streng geschützte Vogelart ganz massiv.

Das Gebiet ist geologisch äußerst labil. Die Alpenkonvention, Protokoll Bodenschutz Art. 14 widerspricht der Genehmigung für den Bau und die Planierung von Skipisten in labilen Gebieten. Das Riedberger Horn gilt mit zwei festgestellten Rutschungen als labiles Gebiet.

91% der bayerischen Bevölkerung sprechen sich für den Erhalt des bayerischen Alpenplans ohne Ausnahmen für neue Skigebiete aus und lehnen Neuerschließungen in der so genannten Ruhezone C ab.

Wir fordern Sie auf im Sinne der bayrischen Naturschutztradition Eingriffe in die Alpenplan zu Gunsten von Partikularinteressen zu unterbinden.

Als Ministerpräsident haben Sie nicht nur für Menschen Bayerns, sondern auch für seine Tierwelt, die herrliche Landschaft und seine Vegetation Verantwortung übernommen!

Hochachtungsvoll

Wie die Unterschriften übergeben werden

Zusammen mit dem Deutschen Alpenverein


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • ich unterstütze die Kampagne, weil unsere Natur nicht weiter für wirtschaftliche Interessen einzelner geopfert werden darf
  • Weil ich unter anderem keine amerikanischen Verhältnisse will. Wo kommen wir denn hin wenn die nächste Regierung zunichte macht, was früher beschlossen wurde. Klimawandel gibt es natürlich auch nicht und wir können weiterhin 6 Monate am Riedberger Horn Ski fahren - oder vielleicht nur 6 Tage?! Den wirtschaftlichen Nutzen dieses Projektes sehe ich auch als sehr fraglich an.
  • Die Alpenkonvention wurde zum Schutz der Umwelt und der Natur vereinbart - sie muss eingehalten werden. Dazu kommt, dass aufgrund der Klimabedingungen in dieser Höhenlage immer weniger Schnee kommen wird und somit diese Skianlagen dann ihren Zweck verlieren. Das hat sich schon in den letzten Jahren gezeigt. Was passiert dann mit diesen "Liftruinen"?

Neuigkeiten

2017-05-31 23:10:23 +0200

Die sog. Skischaukel am Riedberger Horn soll nun landesplanungsrechtlich ermöglicht werden, um den treuen CSU-Ortgruppen vor unter die Arme zu greifen. Um es allen schmackhaft zu machen - Ganz in dem Sinne: Wir nehmen euch ein kleines Teil und dafür bekommt Ihr etwas ganz Grosses und Wertvolles ??? Was wollt ihr mit diesen Birkhühnern? Zum Ausgleich als Gewissensberuhigung für Zerstörung von Brutgebiet gibt es 304 Hektar von Schutzzone B hochgestufte Ausgleichsfläche C : Ein echter Systemwandel im bayrischen Naturschutz!
Zuletzt hatte ein Rechtsgutachten im Auftrag der „Gesellschaft für ökologische Forschung“ jedoch die Rechtmäßigkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn bezweifelt. Innenminister Herrmann wiederum äußerte Zweifel am Rechtsgutachten. Die Prüfung der Gemeinderatsbeschlüsse liegt nun bei der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt: So macht man in Bayern einfach den Gaisbock zum Gärtner.

2017-04-11 20:44:11 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2017-03-29 08:52:13 +0200

Es ist Wahljahr! Unser Heimatminister Söder hat sich in der Kabinettsrunde gestern durchgesetzt den ALPENPLAN für Bayern zu ändern und die Erschließung des Skigebietes am Riedberger Horn voranzutreiben. Durch die selbstherrliche undemokratische Umgestaltung des Alpenplans setzt sich "unser Heimatminister" für die Zerstörung unserer letzten natürlichen Rückzugsgebiete von Mensch und Tier ein. Über 4.000 Einwendungen im Beteiligungsverfahren wurden schlicht ignoriert – ein beispiellos undemokratisches Vorgehen wie wir es nur aus autokratischen Bananen-Republiken kennen.

Unser Engagement für die Einhaltung des alten über Jahre bewährten Alpenplan muss verstärkt werden und bundesweit publik gemacht werden. Bitte geben Sie die Petitionsadresse bundesweit an Freude und Naturschützer weiter. Es ist Wahljahr!
Ich empfehle ich die Web-Site des Bund Naturschutz: !
https://kempten.bund-naturschutz.de/projekte-brennpunkte/skischaukel-riedbergerhorn.html

2017-03-27 15:02:56 +0200

Melanie Albert fiel der juristische Unterschied zwischen "Alpenkonvention und "Alpenplan" auf:
Der Titel der Kampangne wurde deshalb geändert.

2017-03-22 18:32:47 +0100

500 Unterschriften erreicht

2017-03-22 15:18:32 +0100

100 Unterschriften erreicht

2017-03-22 13:46:20 +0100

25 Unterschriften erreicht