An: Rat der Stadt Duisburg

Duisburg: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen

Duisburg: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen

Wir, die Menschen, die in Duisburg leben und Duisburg lebendig machen, fordern alle Ratsmitglieder und den Oberbürgermeister auf:

- Das politische Signal der Städte Köln, Bonn, Düsseldorf, Wuppertal, Rostock, Potsdam, Berlin, Osnabrück und Freiburg aufzunehmen, die Seenotrettung wieder zu ermöglichen und Geflüchtete in den Städten aufzunehmen.

- Die Stadt Duisburg zu einem sicheren Hafen für Geflüchtete zu erklären und sich solidarisch mit den Geflüchteten und den Seenotretter*innen zu zeigen.

- Aktiv eine europäische Lösung anzumahnen. Die Forderung nach einer europäischen Lösung ist vernünftig. Grausam und empörend ist es jedoch, diese Forderung zu benutzen, um nichts zu tun.

- Die Bundesregierung aufzufordern, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und sich dem offenen Brief der OB von Bonn, Köln und Düsseldorf an Angela Merkel anzuschließen.

- Sich bereit zu erklären, sofort geflüchtete Menschen aus der Seenotrettung über den bisherigen Verteilschlüssel hinaus, aufzunehmen.

- Alle Kommunen in der Bundesrepublik aufzufordern, ähnliche oder gleichlautende Erklärungen zu beschließen.

Warum ist das wichtig?

Wir sind fassungslos angesichts des schrecklichen Sterbens vor den Toren Europas. Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte.

Duisburg ist eine multikulturelle Stadt. Sehr viele Bürger*innen engagieren sich seit Langem ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Willkommensfeste wurden organisiert, die Spendenbereitschaft für Flüchtlingsinitiativen war groß und rassistische Hetze sowie Pegida konnten in Duisburg nicht Fuß fassen. An der Seebrücken-Demo am 01.09.2018 haben ca. 2.500 Menschen teilgenommen. Ein breites Bündnis aus Parteien, Organisationen, DGB, Kirchen, Diakonie u.v.m. hat sich an dem Aufruf beteiligt. Die Hilfsbereitschaft in Duisburg kennt keine Obergrenze.

Die Zahl der Flüchtenden, die in der Sahara zu Tode kommen, wo sie ohne Lebensmittel und Wasser ausgesetzt werden, kennt niemand. Das Mittelmeer ist bereits jetzt die tödlichste Grenze der Welt. Währenddessen schottet sich Europa weiter ab und kriminalisiert die Seenotrettung. Auch Deutschland beteiligt sich an dieser unmenschlichen und grausamen Politik. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer diffamiert Seenotretter*innen und verhöhnt Geflüchtete. Die Forderung von europäischen Regierungen, die Geflüchteten nach Libyen zurückzubringen, wo ihnen Folter, Versklavung, Vergewaltigung und Mord drohen, werden immer lauter. Dabei gäbe es für Geflüchtete, die vor Krieg, Hunger oder Perspektivlosigkeit fliehen, hier in Europa genügend sichere Häfen.

Es ist an der Zeit, dass sich europäische Städte gegen den Rechtsruck innerhalb der EU positionieren und nicht tatenlos zuschauen, wie Menschen im Mittelmeer sterben.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • ein Mensch, ist ein Mensch...traurig, wenn Heuschrecken nie belangt werden...
  • weil niemand ertrinken darf !
  • Menschlichkeit kennt keine Obergrenze. Nicht in Duisburg oder anderswo. Solidarität mit den Seenotretter*innen!

Neuigkeiten

2018-10-02 08:19:36 +0200

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2018-09-23 18:07:16 +0200

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2018-09-22 19:02:16 +0200

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2018-09-22 09:41:19 +0200

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