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An: Herrn Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Herrn Bezirksbürgermeister Marc Gräf

Ein starkes Stück Natur mitten im Pott - Erhalt und Neuordnung des Dr.-C.-Otto-Grabelandes

Ein starkes Stück Natur mitten im Pott - Erhalt und Neuordnung des Dr.-C.-Otto-Grabelandes

Wir fordern:
• den Stopp der Bebauungspläne für das Dr.-C.-Otto-Grabeland „Am Ruhrort“ in Bochum-Dahlhausen
• die Bildung einer Initiative aus Politik, Wirtschaft und Naturschutzverbänden zum Erhalt und zur Neuordnung des Grabelandes für ein buntes und bienenfreundliches Dahlhausen

Warum ist das wichtig?

1. Erhalt von Lebensräumen für Insekten, Bienen, Singvögel, Fledermäuse

Das zur Bebauung vorgesehene Gelände ist bisher ein Grabeland, das mit dem unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiet Dr.-C.-Otto-Wald eine untrennbare natürliche Einheit bildet.
Für unzählige Tiere: Sing- und Nachtvögel, Fledermäuse, Insekten, Bienen.... ist das Grabeland Einzugsgebiet, Nahrungsquelle und Brutmöglichkeit.
Dahlhausen würde eine weitere riesige ökologisch wertvolle Fläche verlieren – ein weiterer Rückgang der Insekten- und Vogelpopulation wäre die Folge.

Das Problem des Insekten- und Bienensterbens ist bekannt, in den Medien wird allenthalben darüber berichtet, und hier werden sehenden Auges deren Lebensräume zerstört.

Auf der Böschung, die das Grabeland im Nordwesten zum Naturschutzgebiet hin begrenzt, ist im Laufe der jahrzehntelangen Unberührtheit ein urwaldähnlicher Baumbestand entstanden. Auch vor der Fabrikhalle stehen mindestens 100 Jahre alte Bäume, die 20 – 30 m hoch sind. Dieser Baumbestand würde einer Bebauung zum Opfer fallen.

Hier wird Natur in einem Umfang zerstört, die durch keinerlei Ausgleichspflanzungen auch nur annähernd ersetzt werden kann!

Allein die über Jahre unmittelbar am Rande des Naturschutzgebietes Dr.- C.- Otto-Wald andauernde Bautätigkeit bedeutet einen erheblichen Eingriff in das Einzugsgebiet seltener Tierarten und Pflanzen und den Baumbestand und würde auch im Naturschutzgebiet selbst zu nachhaltigen Störungen führen. Ob z.B. die hier heimischen Fledermäuse bei so einer extremen Umweltbelastung (Lärm, Erdbewegungsarbeiten usw.) mit Zerstörung des Lebensraums und der Nahrungsressourcen auch weiterhin hier heimisch wären, ist mehr als fraglich.

Wir verweisen hierzu auch auf das BNatschG, §23, Absatz 2. Hier ist festgelegt, dass Handlungen, die u.a. zu nachhaltigen Störungen in Naturschutzgebieten führen können, untersagt sind.

2. Erhalt des Charakters des historischen Viertels „Am Ruhrort“

Die Fabrik Dr.-C.-Otto, die denkmalgeschützten Siedlungen und Häuser „Am Ruhrort“ und das Grabeland bilden eine historische Einheit und das letzte in seinem ursprünglichen Charakter noch erhaltene Viertel von Dahlhausen. Eine moderne Bebauung mit 60 Wohneinheiten, mitten in dieses Viertel eingequetscht, würde den historischen Charakter ein für allemal zerstören.

Das Dr.-C.-Otto-Grabeland ist, ebenso wie die Fabrik und die denkmalgeschützte Siedlung, Kulturgut und würdig, zum Bodendenkmal erhoben zu werden.

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie, Lebensräume für Mensch und Tier zu erhalten.

3. Ergänzung zum Klimanotstand.
Seit mehr als einem Jahr ist meine Petition nun unterwegs. Zu einer Übergabe ist es bis jetzt nicht gekommen, weil wir uns im September 2018, mit dem Herrn OB Eiskirch nicht auf einen Übergabetermin einigen konnten. Neue Terminvorschläge erhielten wir nicht. Auch ich konnte mich aus vielerlei Gründen nicht mehr um meine Petition kümmern. Es gibt eben auch noch ein Leben neben dem Dr.-C.Otto-Grabelandes.
Nun gibt es Neuigkeiten in dieser Angelegenheit die mich zu dieser Ergänzung veranlassen.
Die Stadt Bochum hat den Klimanotstand ausgerufen!
Dazu möchte ich hier aus einer Mitteilung des Umwelt-u. Grünflächenamtes Bochum zitieren.

1. Zitat:
Nach der Strategischen Umweltplanung handelt es sich bei dem B-Plangebiet um Stadtökologische Defizit- bzw. Sollgebiete. In der Klimaanalyse wird für diesen Bereich darauf hinge-wiesen, dass eine Bebauung vermieden werden soll. Der Grund dafür ist, dass die Fläche ein Kaltluftsammelgebiet darstellt und einen erhöhten Oberflächenabfluss aufweist....

2. Zitat:
Aufgrund der geplanten Anhebung des Plangebietes um bis zu 2 Meter, ist mit einer großflächigen Aufschüttung zu rechnen. Dis bedeutet, dass keine Vegetation Form von prägenden Solitärbäumen etc., erhalten bleiben kann. Durch eine vollständige Beseitigung der Vegetation ist zu erwarten, dass der Eingriff entsprechend hoch ausfällt. Die genaue Höhe des Ausgleichs wird im Landschaftspflegerischen Begleitplan ermittelt.
Die vorgesehen Ausgleichsflächen im Plangebiet eignen sich nur bedingt. Zum einen sind die vorgeschlagenen Ausgleichsflächen im Norden bereits mit Vegetation bewachsen und somit nur geringfügig aufwertbar und zum anderen ist auf der südlichen Ausgleichsfläche neben einer Grünfläche gleichzeitig ein Kinderspielplatz geplant.

Die Mitteilung, aus der die Zitate stammen, belegt eindeutig das eine Bebauung des Geländes zu verwerfen ist.
Ich fordere die Stadt Bochum auf den Bebauungsplan Nr.997, Dr.-C.-Otto Grabeland, nach den Richtlinien des Klimanotstandes zu behandeln. Was nur bedeuten kann, das die Baupläne für dieses Gelände aufgegeben werden.

Ergänzung zu "Was wir fordern"
Auf den Gelände sollte die 9. Bochumer Streuobstwiese entstehen. Auf der Obst für zur Ernte durch die Bevölkerung wächst. Acht dieser Wiesen gibt es bereits in Bochum.

Neuigkeiten

2018-06-10 10:28:57 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2018-06-09 10:53:36 +0200

500 Unterschriften erreicht

2018-05-28 23:07:56 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-05-26 11:56:17 +0200

50 Unterschriften erreicht

2018-05-24 17:52:33 +0200

25 Unterschriften erreicht

2018-05-23 20:43:58 +0200

10 Unterschriften erreicht