An: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière, den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz und den Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk

Europa darf nicht wegschauen, wenn Flüchtlinge an seinen Außengrenzen ertrinken

DS
Initiator/in kontaktieren
Gestartet von
Dr. Anne Schulze Everding
Europa darf nicht wegschauen, wenn Flüchtlinge an seinen Außengrenzen ertrinken

Ich fordere die Fortsetzung der im Oktober 2014 beendeten italienischen Rettungsoperation Mare nostrum zur Seenotrettung afrikanischer Flüchtlinge im Mittelmeer unter gesamteuropäischer Verantwortung oder alternativ den Aufbau einer zivilen europäischen Seenotrettung sowie die rasche Bereitstellung der entsprechenden finanziellen Mittel.

Warum ist das wichtig?

Diese Petition wurde beendet! Weitere Infos dazu finden Sie unten.

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Die Operation Mare nostrum der italienischen Marine zur Seenotrettung afrikanischer Flüchtlinge endete am 31.10.2014. Die seit dem 1. November 2014 durchgeführte Operation Triton der EU-Grenzagentur FRONTEX kann Mare nostrum in keiner Weise ersetzen, denn sie hat als primäre Aufgabe die Sicherung der EU-Außengrenze vor illegaler Einwanderung, ihr Einsatzgebiet ist außerdem nicht auf hoher See, sondern im Wesentlichen auf küstennahe Bereiche beschränkt und ihr Budget beträgt nur 1/3 des Budgets von Mare nostrum.

Es ist beschämend, dass die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete EU bisher nicht bereit war, die Kosten für die Fortsetzung von Mare nostrum zu übernehmen. Europa darf nicht tatenlos zusehen, wie das Mittelmeer zu einem Friedhof wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen auf der Flucht vor Not und Elend vor unserer Haustür ertrinken.

Bild: Alexander Stein, picture alliance/JOKER


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • ...weil ich Mensch bin...
  • weil die hohe Zahl der auf der Flucht sterbenden nicht täglich in den Medien erwähnt wird. Wir als EU helfen nicht eimal organisiert Kindern, Alten und Kranken. das überlässt man Freiwilligen und Hilfsorganisationen. Das entsetzt mich sehr!
  • das die Rettungsoperation Mare nostrum fortgesetzt wird

Neuigkeiten

2015-06-22 16:33:43 +0200

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
inzwischen haben über 176.000 Menschen mit ihrer Unterschrift ein Zeichen der Menschlichkeit und des Mitgefühls gesetzt. Dafür möchte ich allen herzlichst danken.Die Petition und die gesammelten Unterschriften wurden auf dem Kirchentag an Entwicklungsminister Müller und Innenminister de Maizière übergeben. Außerdem wurde dort eine Resolution für Seenotrettung auf dem Podium eingebracht und von den Teilnehmern der Veranstaltung verabschiedet. Das ist ein großartiger Erfolg. Dank Eurer Hilfe wurde ein starkes, sichtbares Zeichen für einen Politikwechsel in der Flüchtlingspolitik gesetzt. Auf EU-Ebene geht die Diskussion weiter. Europa schottet sich weiter ab. Wir alle sollten die Entwicklung im Auge behalten und schauen, wo es wieder Sinn macht, aktiv zu werden. Für mich ist klar: Diese Kampagne wäre ohne Euch und Euren Einsatz nie so groß geworden. Danke für Euer Mitgefühl.
Anne Schulze Everding

2015-06-22 12:32:14 +0200

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

als ich im Februar 2015 die Petition „Europa darf nicht wegschauen“ auf den Weg brachte, hätte ich niemals erwartet, eine solch großartige Unterstützung zu finden. Nachdem die ersten 2000 Unterschriften eingegangen waren, nahm die Petition dank der Hilfe und Kompetenz des Campact Teams um Susanne Jacoby und Katharina Nocun Fahrt auf. Innerhalb kürzester Zeit war die 100.000-Unterschriften-Marke überschritten und inzwischen haben über 176.000 Menschen mit ihrer Unterschrift ein Zeichen der Menschlichkeit und des Mitgefühls gesetzt. Dafür möchte ich allen herzlichst danken und nicht zuletzt den großzügigen Spender/innen, die unter anderem die Campact-Aktionen auf dem Kirchentag in Stuttgart vom 3.-7.6.2015 und im Rahmen der Einweihung des Innenministeriums in Berlin am 9.6.2015 ermöglicht haben.

2015-06-22 12:32:07 +0200

Die Petition und die gesammelten Unterschriften wurden auf dem Kirchentag an Entwicklungsminister Müller und Innenminister de Maizière übergeben. Außerdem wurde auf dem Kirchentag eine Resolution für Seenotrettung auf dem Podium eingebracht und von den Teilnehmern der Veranstaltung verabschiedet. Das ist ein großartiger Erfolg. Dank Eurer Hilfe wurde ein starkes, sichtbares Zeichen für einen Politikwechsel in der Flüchtlingspolitik gesetzt.

Hier könnt Ihr ein Video von den Aktionen anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=iCj09ozLcE4

Berichte zu allen Aktionen gibt es auch im Campact-Blog:
http://blog.campact.de/kampagnen/fluechtlingspolitik/

Bilder von den Aktionen waren unter anderem in der Tagesschau und in zahlreichen Zeitungsartikeln zum Thema zu sehen, wie etwa im Handelsblatt:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kritik-an-fluechtlingspolitik-aktivisten-demonstrieren-vor-bundeskanzleramt/11672448.html

2015-06-22 12:31:56 +0200

Weitere Aktionen sind erst einmal nicht geplant. Aber auf EU-Ebene geht die Diskussion weiter. Die Bundesregierung setzt sich inzwischen für eine verstärkte Seenotrettung ein und schickt Schiffe ins Mittelmeer, aber Europa schottet sich weiter ab. Wir alle sollten die Entwicklung deshalb im Auge behalten und schauen, wo es wieder Sinn macht, mit Petitionen und Aktionen Druck zu erzeugen. Für mich ist klar: Diese Kampagne wäre ohne Euch und Euren Einsatz nie so groß geworden. Danke für Euer Mitgefühl.

Anne Schulze Everding

2015-05-02 19:57:11 +0200

das Bild bleibt

volle Boote
überfrachtet von Mensch und Angst
draußen schaukelnd verloren
doch bläht Hoffnung die Segel
Richtung bessere Welt
ohne Ahnung vom großen Kentern
dort drüben
vom Kentern der Menschlichkeit

Esther Ferrier 2014

2015-05-02 19:54:47 +0200

Liebe Unterstützer/innen,
danke Ihnen allen für die Unterstützung!
Am Mittwoch letzte Woche haben Campact-Aktive vor dem Kanzleramt in Berlin unter dem Motto "Europas Grenzen töten" demonstriert. Ich darf auf die Fotostrecke unter blog.campact.de
(http://blog.campact.de/2015/04/da-verschlug-es-selbst-den-ministern-die-sprache/)
und das gelungene Video auf Youtube verweisen: https://youtu.be/pGZo0CS6BK8 Nach den enttäuschenden Ergebnissen des EU-Gipfels ist es wichtig, den Druck auf die Politiker aufrecht zu erhalten. Europa schaut weiterhin weg, wenn Flüchtlinge ertrinken. Über weitere Aktionen - wahrscheinlich schon ganz bald - werde ich Sie informieren.
Herzlichst,
Ihre Anne Schulze Everding

2015-04-21 08:04:03 +0200

Liebe Unterstützer/innen,
ich bin überwältigt von der Resonanz der letzten Tage! Danke Ihnen allen, dass Sie ein Zeichen der Menschlichkeit gesetzt haben. Leider konnten die Tragödien der letzten Woche nicht verhindert werden. Aber momentan bewegt sich politisch eine Menge. Die EU-Kommission hat einen 10-Punkte-Plan erarbeitet, mit dem sie auf die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer reagieren will. Der Plan sieht als ersten Punkt vor, die Seenothilfe im Mittelmeeraufzustocken. Im Gespräch ist, sowohl die finanziellen Mittel zu verdoppeln als auch die Zahl der Schiffe zu erhöhen, die eingesetzt werden können. Da es sich bisher aber nur um Absichtserklärungen handelt, müssen wir weiterhin wachsam sein und den Druck aufrechterhalten. Ich bitte Sie daher, die Petition weiter zu teilen und dafür zu werben. Am Donnerstag wird es ein Gipfeltreffen der EU- und Regierungschefs in Berlin geben. Ich informiere Sie, sobald es neue Entwicklungen gibt. Herzlichst Ihre
Anne Schulze Everding

2015-02-23 14:25:23 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2015-02-23 11:14:52 +0100

500 Unterschriften erreicht

2015-02-18 10:18:39 +0100

50 Unterschriften erreicht

2015-02-18 09:58:04 +0100

25 Unterschriften erreicht

2015-02-15 21:45:43 +0100

10 Unterschriften erreicht