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An: Petitionsausschuss der Stadt Leipzig

#FahrradForFuture – Leipzigs Radverkehr stärken!

Wir fordern:

1. Sichere Anfahrtswege und Abstellmöglichkeiten vor allen Schulen und Kitas

Um es Schüler*innen und Kindern zu ermöglichen, tägliche Wege auf dem Fahrrad zurückzulegen, fordern wir sichere Fahrradwege zu allen Schulen und Kindertagesstätten, Zonen mit niedrigerer reduzierter Geschwindigkeit vor allen Leipziger Schulen und Kitas und stärkere Kontrollen des Halteverbots im Eingangsbereich der Schulen und Kitas.

An Schulen und Kindertagesstätten sind in ausreichender Zahl diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten zu schaffen.

2. Radverkehrsnetz im gesamten Stadtgebiet

Ein ununterbrochenes Radverkehrsnetz in der Stadt muss es Radfahrer*innen ermöglichen, sich stetig und sicher im gesamten Stadtgebiet fortzubewegen.

Dieses Radnetz:
- ist vorrangig nicht in Nebenstraßen zu verlegen, sondern auf den von Radfahrer*innen bereits gut angenommene Routen auszubauen.
- wird durch Fahrradschnellstraßen gestützt.
- muss bei Bedarf schneller saniert und im Winter geräumt werden.

Für den Ausbau des Radverkehrsnetz ist der Wegfall von Parkplätzen und Autospuren hinzunehmen.

Der Antrag des Jugendparlaments, die Karl-Liebknecht-Straße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen, soll umgesetzt werden.

3. Stadtweiter Sicherheitsstandard

Damit sich alle Radfahrenden und insbesondere Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen ungefährdet fortbewegen können, brauchen wir einen höheren Sicherheitsstandard.

Dieser beinhaltet unter anderem:
- Konsequente Durchsetzung des Halte- und Parkverbots auf Radwegen (vgl. 4.)
- Angepasste Ampelschaltungen
- Geschützte Radwege (Protected Bikelanes)
- Freihalten von Radwegen

Das Ordnungsamt muss das Halte- und Parkverbot auf Rad- und Fußwegen konsequenter durchsetzen. Dies schließt in Fällen, wo parkende Autos Fahrradwege in ganzer Breite blockieren, ausdrücklich auch Abschleppmaßnahmen ein.

Damit betroffene Radfahrende gefährlich zugeparkte Stellen schnell und einfach melden können, sollte auch das Ordnungstelefon der Stadt Leipzig vermehrt öffentlich beworben werden.

4. Entschlossenes Vorgehen gegen Fahrraddiebstahl

Der massive Fahrraddiebstahl in Leipzig muss durch verschiedene Maßnahmen eingedämmt werden.

Hierzu sind Fahrradstationen an Hauptverkehrspunkten, u.a. dem Hauptbahnhof, einzurichten. Abstell- und Anschließmöglichkeiten für Fahrräder, wie die „Leipziger Bügel“, sind im gesamten Stadtgebiet nach Bedarf zu schaffen.

5. Erhöhung des Budgets für Radverkehr

Die Stadt soll das Budget für den Radverkehr auf mindestens 20 € pro Einwohner*in und Jahr bis 2030 erhöhen.

Diese Forderung orientiert sich an einer Empfehlung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) für Kommunen aus dem Jahr 2014. Dies entspräche mit 12 Mio. € gerade einmal 0,6 % des Leipziger Haushalts von 2020.

2017 hat Leipzig nur 5,97 € pro Einwohner*in und Jahr in den Radverkehr investiert, im Vergleich dazu investiert Kopenhagen 36 € und Groningen sogar 85 € pro Einwohner*in und Jahr.

6. Personalaufstockung für bessere Radverkehrsplanung

Die Anzahl der Radverkehrsbeauftragten in der Verwaltung soll auf eine*n pro 100000 Bürger*innen erhöht werden.

7. Erfahrungsaustausch mit anderen Städten

Die Stadt Leipzig soll in einen Erfahrungsaustausch mit Best-Practice-Städten, wie Kopenhagen und Groningen treten und sich an deren Maßnahmen orientieren.

Auch mit Städten die hohe Aufklärungsquoten bei Fahrraddiebstählen vorweisen, soll ein Erfahrungsaustausch stattfinden, z. B. Magdeburg.

Warum ist das wichtig?

Mit einem Anteil von ca. 18 % am jährlichen Kohlenstoffdioxidausstoß ist der Verkehr drittgrößter Emittent in Deutschland. Dabei verursacht allein der PKW-Verkehr mit ca. 60 % den Großteil dieser Emissionen. Doch Städte wie Kopenhagen zeigen bereits, wie sich dieser umweltschädliche Verkehr mindern lässt: Durch die effektive Förderung des Radverkehrs.

In Kopenhagen werden bereits 30 % aller Wege und sogar 50 % des Pendelverkehrs mit dem Fahrrad zurückgelegt. Voraussetzung für diese positive Entwicklung hin zu einer nachhaltigen urbanen Mobilität war ein umfassender Ausbau der Radinfrastruktur und damit auch eine Erhöhung der Sicherheit der Radfahrenden.

Gestärkter Radverkehr in der Stadt ist ein Gewinn für Alle, sowohl für die Umwelt als auch für die Menschen. Im Jahr 2016 waren 97 % aller Kopenhagener mit der Radverkehrspolitik ihrer Stadt zufrieden. Solche positiven Entwicklungen wünschen wir uns auch in Leipzig und fordern dafür einen starken politischen Willen und deutliche Taten.

Das vom Leipziger Stadtrat beschlossene Mobilitätskonzept strebt einen Radverkehrsanteil von nur 23 % an. Dies ist aus klimapolitischer Sicht zu unambitioniert. Doch selbst die angestrebten 23 % können nur mit ausreichenden Maßnahmen erreicht werden.

Deshalb fordern wir ein klares Bekenntnis zum Fahrrad als sauberem Verkehrsmittel der Zukunft und entschiedenes Handeln, um die Bedingungen für Radfahrende in der Stadt Leipzig zu verbessern.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich fahre seit 40 Jahren regelmäßig im Alltag, und sonst auch, Fahrrad und warte seit 40 Jahren darauf, dass der Transfer von Menschen, selbstwirksam von A nach B zur Selbstverständlichkeit, neben dem Gehen oder Laufen, wird.
  • I’d like a safer road and would like some action against motorist/moped on the cycle path too!
  • Rund um die Jahnallee sind dieses Jahr schon etliche Radfahrende ums Leben gekommen: tragisches Ergebnis einer Verkehrspolitik, die das Fahrrad nach wie vor vernachlässigt.

Neuigkeiten

2019-06-10 20:52:53 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2019-06-01 13:56:15 +0200

500 Unterschriften erreicht

2019-05-19 08:24:14 +0200

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2019-05-18 03:01:30 +0200

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2019-05-17 20:32:30 +0200

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2019-05-17 16:49:10 +0200

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