An: Bundesregierung, Bundestag, EU-Verkehrskommission und EU-Parlament

Förderung und verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenzsystemen bei LKWs

Förderung und verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenzsystemen bei LKWs

Wir appellieren an den Vorsitzenden der EU-Verkehrskommission Cem Özdemir, an unsere Bundeskanzlerin Merkel, an den neuen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und an alle Bundestagsabgeordneten und EU-Parlamentarier, konkrete Schritte einzuleiten:

1. Attraktive staatliche Förderung bei Einbau von Abbiegesystemen in Deutschland ähnlich der Förderung bei Kauf von Elektroautos ab 2019
2. EU-weite Vereinbarung über nationale Unterstützung zur Einführung von Abbiegeassistenzsystemen ab 2020
3. EU-Vereinbarung zum verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen ab 2022.

Warum ist das wichtig?

Appell an die Krefelder Bundestagsabgeordneten, den deutschen Bundestag und das EU-Parlament

Schon 2011 hat eine mehrjährige Studie der UDV ergeben, dass fast jeder zweite Unfall mit Abbiege-Assistenzsystemen hätte verhindert werden können. Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) werden allein in Deutschland jährlich etwa 28 Radfahrer bei derartigen Unfällen getötet und weitere 160 schwer verletzt.
Kritisiert wurde dies auch vom bayrische Landesverkehrsministerium: „Knapp zwei Drittel der Verkehrsunfälle mit Personenschäden und rund die Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle wurden 2015 von Schwerverkehrsfahrern verursacht.“

Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle gehören Missachtung der Vorfahrt und Fehler beim Abbiegen. Seit 2009 fordern Experten Abbiegeassistenten, die tödliche Unfälle verhindern könnten. Diese Abbiegeassistenten sind inzwischen erprobt, in Serienreife und finanzierbar. Die Bundesregierung könnte den Einbau, der wegen der Kosten immer noch gescheut wird, durch entsprechende Förderungen in der Anlaufphase noch günstiger machen:

„ Nach zwei tödlichen Unfällen zwischen Radfahrern und abbiegenden Lastwagen in einer Märzwoche will die Bundesregierung die Lkw sicherer machen." Wir setzen uns deshalb auf internationaler Ebene für den verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen ein, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, besser zu schützen", sagte der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) in der Berliner Zeitung (27.1.2018).

Nicht nur im Berlin-Brandenburger Raum, sondern auch in Krefeld und vielen anderen Orten gab es tödliche Unfälle mit Radfahrenden. Wie in Brandenburg war in Krefeld ein 12-jähriges Mädchen betroffen.

Auf dem Kongress der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und radfahrerfreundlicher Städte in NRW“ im Februar 2018 wurde von Günter Rosenke, Landrat des Kreis Euskirchen und Mitglied des AGFS-Präsidiums festgestellt: „Alle acht Minuten verletzt sich ein Radfahrer im Straßenverkehr. Alle 22 Stunden verunglückt ein Radfahrer tödlich.“ Häufig trage eine mangelhafte Verkehrsinfrastruktur daran Mitschuld. Daher betonte er, dass sich die AGFS ausdrücklich der Forderung nach einem verpflichtenden Abbiege-Assistenzsystem für alle Lkws anschließt.

Eine Politik, die nötige schnelle Lösungen nicht schon auf nationaler Ebene angeht, sondern als „internationale Aufgabe“ verschiebt, ist für die Millionen von Radelnden und für die Fahrradwende in Deutschland kein Trost.

Wir appellieren an den Vorsitzenden der EU-Verkehrskommission Cem Özdemir, an unsere Bundeskanzlerin Merkel, an den neuen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und an alle Bundestagsabgeordneten und EU-Parlamentarier, konkrete Schritte einzuleiten:

1. Attraktive staatliche Förderung bei Einbau von Abbiegesystemen in Deutschland ähnlich der Förderung bei Kauf von Elektroautos ab 2019
2. EU-weite Vereinbarung über nationale Unterstützung zur Einführung von Abbiegeassistenzsystemen ab 2020
3. EU-Vereinbarung zum verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen ab 2022.

Sie haben angesichts der vielen schweren und tödlichen Unfälle mit LKWs in Europa und der bevorstehenden Aufrüstung der LKW-Flotte gewiss Verständnis für unsere Ungeduld. Über eine Benachrichtigung zum Sachstand bis Ende 2018 sind wir Ihnen dankbar.

Mit herzlichem Gruß Karl-Heinz Renner für den Krefelder FahrRad!AktionsKReis/ADFC Krefeld
(Trägerkreis von fahrradaktiven Parteien, Verbänden, Initiativen und BürgerInnen in Krefeld)
radelnkrefeld@gmail.com und www.aktionskreis-fahr-rad.de

Wie die Unterschriften übergeben werden

Die Unterschriften werden den Krefelder Bundestagsabgeordneten persönlich übergeben und weiteres Ziel ist auch, EU-Abgeordneten diese Petition persönlich zu übergeben und das Ergebnis der Petition dem Vorsitzenden der EU-Verkehrskommission, Herrn Cem Özdemir, per Mail zuzuschicken.

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Meine liebe Frau wurde im März 2018 von einem ohne diese Technik rückwärts fahrenden Klein-LKW tödlich verletzt, keine Rückfahrkamera!
  • weil ich auch der Auffassung bin, dass jeder Verkehrstote Fahrradfahrer zuviel ist. Außerdem kann ich verstehen, dass die LKW-Fahrer den "Toten Winkel" nicht einsehen können. Als Fahrradfahrer kann ich allerdings meinen Teil dazu betragen, dass ich nicht überfahren werde, in dem ich darauf achte, ob ich vom Fahrer gesehen werde und nicht einfach, weil ja Vorfahrt habe, weiterfahre. Sicherheit sollte immer Vorrang haben und gegenseitige Rücksichtnahme ebenfalls.
  • Es ist 5-Minuten nach 12. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.

Neuigkeiten

2018-03-31 13:26:50 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-03-16 14:51:46 +0100

10 Unterschriften erreicht