An: Herr Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Herr Innenminister Karl-Heinz Schröter von Brandenburg

Für den Erhalt des Landkreises Uckermark

Für den Erhalt des Landkreises Uckermark

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke,
sehr geehrter Herr Innenminister Karl-Heinz Schröter,

ich fordere Sie auf den Landkreis Uckermark und dessen Selbständigkeit zu erhalten. Nur so können die zukünftigen Probleme des ländlichen Raums gelöst werden, denn Größe ist kein Heilmittel für strukturelle Probleme. Investieren Sie die Millionen von Euro, die eine Landkreisveränderung kosten würde, in die drängenden ländlichen Probleme wie ärztliche Versorgungssicherheit, Schulen, Kinderbetreuung, Radwegenetz zur Stärkung des Tourismus, Straßenwesen, usw.. Schaffen Sie somit Strukturen, die den Landkreis Uckermark zukunftssicher und attraktiver machen, um die Bevölkerungszahlen zu stabilisieren.

Warum ist das wichtig?

Die rot-rote Landesregierung von Brandenburg will im Zuge einer Verwaltungsstrukturreform bis 2019 die Anzahl der brandenburgischen Landkreise erheblich verringern. In diesem Zug soll der Landkreis Uckermark mit dem benachbarten Landkreis Barnim zu einem neuen Landkreis vereint werden. Hierdurch soll eine funktionierende Kreisverwaltung garantiert werden, trotz rückläufiger Einwohnerzahlen.

Eine solche Fusion

-ist bürgerfern
-ist ineffizient
-verschiebt die strukturellen Probleme nur und bringt keine Lösungen
-kostet viele Millionen Euro, die dann der regionalen Förderung fehlen

Zur Erläuterung:

Die Uckermark hat heute eine Fläche von 3058 km², größer als das Bundesland Saarland, und zählt ca. 121.000 Einwohner. Die Fusion mit dem Barnim führe zu einer Gesamtfläche von 4529,76 km², bei einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 110 km und einer West-Ost-Ausdehnung von ca. 80 km Luftlinie. Folgende Probleme würden entstehen:

-Die bereits schon heute langen Wege in der Uckermark von teilweise mehr als einer Autostunde zur Kreisstadt Prenzlau würden sich dadurch für viele verlängern
-Diese Wege wären gerade in einer älter werdenden Gesellschaft unzumutbar
-Die Bereitschaft zum Ehrenamt (z.B. Kreistagsabgeordneter) würde wegen der langen Fahrwege abnehmen
-Der Aufbau von Filialen der Kreisverwaltung in einem Großkreis wäre sehr kostenintensiv und ineffizient
-Erfolgreichen Aktivitäten, wie beispielsweise die Regionalmarke „Uckermark“, droht der Identitätsverlust und führt zur Entwertung der Aufbauarbeiten der vergangenen Jahre
-Der Landkreis Barnim liegt im „Speckgürtel“ Berlins und hat eine völlig andere strukturelle Ausrichtung als die Uckermark. Ein Zusammenschluss würde zu einem Abhängen der Region Uckermark und damit zur Verschärfung der Probleme führen
-Der Wert des Preises für nachhaltigen Tourismus, welcher der Uckermark 2013 verliehen wurde, würde alleine durch den Identitätsverlust verpuffen
-Die Kosten einer solchen Fusion sind immer noch nicht bekannt. Die Landesregierung setzt auf langjährige Synergieeffekte um diese Kosten irgendwann einmal zu kompensieren – Ausgang ungewiss
-Bei der Entscheidung für die Landkreisfusionen in Brandenburg setzt die Landesregierung lediglich auf die Aussagen eines einzigen Gutachters (H. Bogumil)

Ich fordere deswegen den Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke, den Innenminister Karl-Heinz Schröter und die Landesregierung von Brandenburg auf, den Landkreis Uckermark und dessen Selbständigkeit zu erhalten, denn nur so können die zukünftigen Probleme des ländlichen Raums gelöst werden.

Die vielen notwendigen Millionen Euro für die Kosten der Fusion sollten besser in die Entwicklung des Kreises Uckermark investiert werden. Problembereiche wie ärztliche Versorgungssicherheit, Schulen, Kinderbetreuung, Radwegenetz zur Stärkung des Tourismus, Straßenwesen, usw. könnten dadurch entschärft werden und somit den
Landkreis Uckermark attraktiver machen, um die Bevölkerungszahlen stabil zu halten.

Größe ist kein Heilmittel für strukturelle Probleme!

Kategorie


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Um ehrlich zu sein, komme ich aus der Uckermark und möchte nur, dass "meine" Uckermark bleibt, was sie ist.
  • Alle bisherigen Kreisreformen haben gezeigt, das Spareffekte erst mitb der Berentung von Angestellten wirklich greifen. Dafür in Kauf genommen wird Politikverdrossenheit und Bürgerferne. Überhaupt nicht erscheinen in solchen Schönrechnungen die steigenden Kosten: u.a. für weitere Anfahrten ganzer Bereiche von Angestellten der Verwaltung und vor allem de nicht unmittelbar zur Verwaltung gehörenden Umfeldes.
  • die uckermark soll uckermark bleiben

Neuigkeiten

2015-09-20 18:31:59 +0200

Zur Erinnerung: Morgen am 21.09.15 um 17.00 Uhr in der Uckerseehalle, Prenzlau, Paul-Gloede-Str. 4 findet die Leitbildkonferenz für die Uckermark statt. Hier können wir unsere Kritiken und Fragen direkt an den Innenminister H. Schröter stellen. Bitte kommt zahlreich!

2015-08-05 16:06:00 +0200

Jetzt ist es offiziell: Am 21.09.15, Montag kommt Innenminister Schröter nach Prenzlau zum Dialog über die Kreisreform. Näheres dazu könnt Ihr nachlesen unter: http://www.mik.brandenburg.de/wp_verwalt/termine/
Wie sich das Innenministerium den Ablauf der Veranstaltung so vorstellt, sollen nach einer Vorstellung der Reformpläne dann Fragen aus dem Publikum möglich sein. Ich finde, hier sollten wir auf jeden Fall aktiv werden und unseren Unmut äußern.

Super wäre natürlich auch eine Demo vor dem Veranstaltungsort. Wer Interesse hat kann sich unter prouckermark@yahoo.de bei mir melden.

Hier noch der Link zum Ablaufplan des "Dialogs":
http://www.mik.brandenburg.de/wp_verwalt/wp-content/uploads/150616_M_MIK_Kommunikationsstrategie_nach_Kabinettbefassung.pdf

2015-07-26 14:57:16 +0200

Am 21.09.15 kommt voraussichtlich der Innenminister H. Schröter nach Prenzlau um die Kreisreform vorzustellen. Bitte den Termin vormerken und möglichst erscheinen. Wenn näheres bekannt wird, gebe ich sofort Bescheid! Wir sollten H. Schröter doch einen würdigen Empfang bereiten :-)

2015-07-06 15:36:41 +0200

Um noch mehr Menschen zu erreichen, habe ich ein Plakat (DIN A4) und einen Flyer (Vorder- und Rückseite zum selber schneiden) entworfen, welche man selber ausdrucken kann. Verbreitet diese überall, wo immer Ihr es für sinnvoll erachtet (und auch genehmigt ist), z.B. an Eure Autoscheiben kleben. Über den QR-Code kommt man dann ganz einfach zur Petititon. Für alle die selber ein Plakat, Flyer, ... machen wollen, habe ich auch den QR-Code und das Logo für die Petition zur Verfügung gestellt. Unter folgenden Links kommt ihr zu den Dateien.
https://www.dropbox.com/s/27a0a9zenftrvk3/Plakat_DINA4_01.pdf?dl=0
https://www.dropbox.com/s/83e3nn2wv9jguft/flyer_Vorderseite.pdf?dl=0
https://www.dropbox.com/s/am2c47nkx6e7q0m/flyer_Rueckseite.pdf?dl=0
https://www.dropbox.com/s/5ughtqk0ze6cdvl/logo-petition.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/pvgr7xddlrt6iat/QR-Code-Petition.jpg?dl=0

2015-07-03 12:42:42 +0200

Dass eine Landkreisfusion keine Probleme löst zeigt eindrucksvoll der heutige mecklenburgische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Hierzu ist der Artikel im Nordkurier vom 18.11.2014 sehr interessant: https://www.nordkurier.de/demmin/die-kreisgebietsreform-ist-eine-missgeburt-1811155611.html