An: Bundesumweltminister

Gegen ein geplantes Verbot der Freizeitfischerei im Fehmarnbelt

Das Bundesumweltministerium plant im Fehmarnbelt ein generelles Angelverbot. Ein bereits bestehendes FFH -Gebiet ( Flora-Fauna-Habitat ) soll erweitert und in diesem ein Angelverbot ausgesprochen werden. Die geplante Maßnahme wurde dem Land und Verbänden mitgeteilt.

Warum ist das wichtig?

Da man wohl der Meinung sei, kleine Kunstköder und Bleie, würden den Gewässergrund schädigen, wie auch die ca. 18 m langen Hochseeangelkutter und die kleinen Privatboote, wobei die Kutter einen Tiefgang von ca. 2,50 m aufweisen. Im wirtschaftlichen Bereich gibt es jedoch keine Einschränkungen und große Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 15 m dürfen weiterhin das Gebiet durchfahren und deren Zahl beläuft sich auf ca. 40.000 p.A, wobei davon auszugehen ist, das diese Zahl noch zunimmt. Diese Schiffe erzeugen eine mächtige Sogwirkung und bei Wassertiefen von 7 - 26 m kann man sich gut vortsellen, welche Auswirkungen der Sog auf die Unterwasserfauna hat. Da ist es schwer nachzuvollziehen, warum Hobbyfischer das Gebiet mehr schädigen sollen als große Schiffe. Weiterhin stellt der Hobbyfischereitourismus in Schleswig Holstein einen großen wirtschaftlichen Faktor dar und bedroht viele Arbeitsplätze, nicht nur auf den Angelkuttern, sondern betroffen sind alle Orte und Gemeinden in und um Heiligenhafen und Fehmarn. In einer besonders strukturschwachen Region wie Schleswig Holstein, halte ich das aus wirtschaftlichen Gründen für sehr verantwortungslos und aus Sicht der Hobbyfischer für ein unangemessene und überzogene Maßnahme. Es scheint mir doch sehr fraglich, das kleine Boote, Pilker und Grundbleie das Habitat mehr schädigen sollen, als Berufsschiffahrt oder die geplante Beltquerung.