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An: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), sowie die Kultusminister*innen der Länder

Echte Nothilfen für Studierende jetzt!

Echte Nothilfen für Studierende jetzt!

Studierenden sind in der Coronakrise die Nebenjobs weggebrochen. Doch die Nothilfen, die die Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) jetzt für die nächsten drei Monate vorgestellt hat, liegen weit unter dem Existenzminimum.

Ich fordere die Bundesministerin für Bildung und die Minister*innen der Länder deshalb auf, die Nothilfen auf das Niveau des von der Bundesregierung für 2020 errechnete Existenzminimum anzuheben und die Hilfen schnell und unbürokratisch zur Verfügung zu stellen.

Warum ist das wichtig?

Die Zahl der BAföG Empfänger*innen ist auf einem Rekordtief: Im vergangenen Studienjahr war nur noch jede*r fünfte Studierende BAfög berechtigt [1]. Zwei Drittel der Studierenden in Deutschland arbeiten deshalb neben dem Studium, in Cafés, im Theater, in Restaurants oder im Kino. In der Coronakrise sind ihnen über Nacht die Einkünfte weggebrochen.

So ging es auch mir. Ich studiere Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Vor der Pandemie habe ich in der Küche eines Pizzalieferdienstes gejobbt, doch das geht jetzt nicht mehr. Und auch die zusätzlichen Aufträge als Erlebnispädagoge und Fotograf auf Hochzeiten fallen diesen Sommer weg. Ich habe viel Hoffnung in die Nothilfen der Bundesregierung gesteckt, doch 500 Euro reichen hinten und vorne nicht.

Ein Rechenbeispiel: Für die Miete bezahle ich jeden Monat 460 Euro, dazu kommen die Kosten für Versicherungen, der Studienbeitrag, Kosten für meinen Handyvertrag und Rundfunkgebühren. Insgesamt komme ich damit schon auf Ausgaben von insgesamt 689 Euro. Dabei sind Kosten für Lebensmittel, Mobilität, Studienmaterial oder Kulturangebote nicht berücksichtigt. Meine Ersparnisse sind aufgebraucht. Damit ich weiter studieren kann, müssen die Nothilfen jetzt schnell auf das Existenzminimum von 784 Euro angehoben werden und unbürokratisch bewilligt werden.

[1] “Nicht mal jeder fünfte Student bekommt Bafög”, Handelsblatt, 02. August 2019

Foto cc by Sari Montag, "Geld I", flickr.de

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich bin ein ausländischer Student und muss ganz selbstätig mein Geld für das Studium verdienen, als ich keine Unterstützung von Eltern oder BaföG bekomme. Ich bin wegen des Coronas ohne Arbeit geblieben und die angebotene "Hilfe" ist zu spät gekommen und ist ein echt guter Witz
  • Selbst betroffen
  • Ich erhielt gestern eine Email, dass noch bis heute die beantragung von Überbrückungshilfe möglich sei. Fands schonmal interessant, dass so kurzfristig über derlei Dinge informiert wird, aber gut. Der Betrag zwischen 100€und 500€ der dort pro Monat gewährt wird ist ein Witz.

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2020-06-16 18:06:06 +0200

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2020-06-16 14:54:26 +0200

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