An: Martin Bachmann, Vorstand des Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geothermie e.V. und Olaf Lies, Wirtschaftsminister von Niedersachsen (SPD)

Hände weg vom Fracking-Moratorium

Hände weg vom Fracking-Moratorium

Sehr geehrter Herr Bachmann, sehr geehrter Herr Lies,

seit fast fünf Jahren wird in Deutschland faktisch nicht mehr mit Fracking nach Erdgas gebohrt. Doch jetzt wollen Sie dieses Moratorium aufkündigen und neue Bohrungen durchführen lassen.

Das ist vollkommen inakzeptabel. Fracking gefährdet unsere Umwelt und Gesundheit - die Erfahrungen aus Hemslingen und Rotenburg machen das deutlich. Wenn Sie das Fracking-Moratorium beenden, werden Sie deshalb auf den entschiedenen Widerstand von uns Bürgerinnen und Bürgern stoßen.

Ich fordere Sie auf: Lassen Sie das Fracking-Moratorium unangetastet! Akzeptieren Sie endlich, dass 80 Prozent der Deutschen ein Verbot von Fracking wollen.

Warum ist das wichtig?

Die Fracking-Industrie hat am 15. Juni angekündigt, das seit knapp fünf Jahren bestehende Fracking-Moratorium aufzukündigen. Am 24. Juni beschloss der Bundestag das lange umstrittene Fracking-Gesetz. Dieses Gesetz erlaubt das in Niedersachsen praktizierte Sandstein-Fracking, wenn auch unter verschärften Auflagen. Jetzt bald werden erste Anträge zur Wiederaufnahme von Fracking-Bohrungen erwartet. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) unterstützt den Vorstoß zu Beendigung des Moratoriums. Niedersachsen ist zentral für die Fracking-Industrie, weil dort der größte Teil der deutschen Erdgasförderung konzentriert ist.

Welche fatalen Auswirkungen Fracking-Bohrungen haben können, haben wir bei uns in Hemslingen - einem niedersächsischen Ort mit zahlreichen Gasförderstellen - bereits erlebt. In unserem Ort - und im benachbarten Rotenburg - wurde früher auch gefrackt und inzwischen werden in unserer Region stark erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Ursache dieser erhöhten Krebsraten ist zwar noch nicht zweifelsfrei geklärt - doch ein Zusammenhang zur Gasförderung liegt nahe. Denn bei Fracking-Bohrungen werden große Mengen giftiger Chemikalien in den Boden gepresst. Außerdem traten bei der Gasförderung immer wieder Benzol, Quecksilber und weitere gesundheitsschädliche Stoffen aus. Und auch das giftige Lagerstättenwasser und das Abfackeln von Gasen gefährdet unsere Gesundheit.

Wenn das Fracking-Moratorium aufgehoben wird, dann drohen an vielen Orten Fracking-Bohrungen - zunächst in Niedersachsen, später auch bundesweit. Das müssen wir gemeinsam verhindern!

In Zeiten der Energiewende brauchen wir die Fracking-Technologie nicht. Fracking schadet neben der Gesundheit auch dem Klimaschutz, weil es zum Austritt von klimaschädlichem Methan führt. Der Verbrauch von Erdöl und Erdgas wird in Zukunft stark sinken müssen - nur so können wir die Klimaziele der Bundesregierung und des Pariser Klimaabkommens erreichen. In Pilotanlagen wird schon heute aus überschüssigem Windstrom Windgas hergestellt. Anstatt Fracking, sollten wir diese Alternative zu fossilem Erdgas fördern.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Die Folgen von Fracking nicht ausreichend erforscht werden und die Erfahrung in USA zeigen das wir unsere Umwelt damit zerstören können.
  • weil es keinen zuverlässigen Umweltschutz gibt und in den betroffenen Gebieten die Menschen durch die Verwendeten giftigen Stoffe krank macht. Es muss das umgekehrte Prinzip gelten, sobald nur der Verdacht besteht das eine Schädigung für Mensch, Tier und Umwelt besteht muss der Betrieb oder die Verwendung von Verfahren solange ausgesetzt werden .
  • Solarenergie ist besser

Neuigkeiten

2016-06-18 15:18:21 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2016-06-16 17:36:43 +0200

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2016-06-16 17:25:21 +0200

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2016-06-16 16:42:05 +0200

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