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An: Simone Bagel-Trah, Aufsichtsratsvorsitzende von Henkel, und Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel

Henkel muss die Finanzierung von Lukaschenkos Propaganda-TV beenden!

Henkel hat bestätigt, keine Werbung mehr im belarusischen Staatsfernsehen auszustrahlen

Henkel muss die Finanzierung von Lukaschenkos Propaganda-TV beenden!

Kein anderes deutsches Unternehmen schaltet so viel Werbung im belarusischen Staatsfernsehen wie Henkel. Der Konzern bewirbt Persil Waschmittel oder Schwarzkopf Shampoos auf Propaganda-Sendern unter der direkten Kontrolle von Diktator Alexander Lukaschenko. Dessen Regime ist für schwerste Menschenrechtsverletzungen und für über 900 politische Gefangene verantwortlich. Aktuell instrumentalisiert Lukaschenko auf menschenverachtende Weise Geflüchtete an den Grenzen zu Polen, Litauen und Lettland für seinen Machterhalt.

Im belarusischen Staatsfernsehen findet keinerlei unabhängige Berichterstattung statt. Stattdessen werden misshandelte politische Gefangene vorgeführt und zu öffentlichen Schuldeingeständnissen gezwungen. In Propaganda-Sendungen werden Regime-Gegner:innen mit dem Tode bedroht. Durch die Schaltung von TV-Werbung finanziert Henkel die menschenverachtende Propaganda des Lukaschenko-Regimes und dessen gezielte Desinformationskampagnen unmittelbar.

Henkel darf sich nicht länger mitschuldig machen an den Verbrechen des Lukaschenko-Regimes und an den gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Belarus! Wir fordern Henkel dazu auf, die Werbung in allen staatlich kontrollierten Medien in Belarus und die damit verbundene Finanzierung der Propaganda-Sender des verbrecherischen Lukaschenko-Regimes sofort zu beenden.

Warum ist das wichtig?

Sommer 2020: Nach der gefälschten Präsidentschaftswahl in Belarus gehen Hunderttausende auf die Straßen - die größten Massenproteste seit Gründung der Republik. Seither wurden in Belarus mehr als 40.000 Menschen aus politischen Gründen festgenommen, Tausende von ihnen wurden gefoltert oder misshandelt.[1] Berichten zufolge wurden mehrere Regimegegner getötet. Belarusische Menschenrechtsorganisationen haben aktuell mehr als 900 Inhaftierte als politische Gefangene anerkannt.[2]

All diese Menschenrechtsverletzungen werden in den staatlichen belarusischen Medien, die durch die Werbung von Henkel mitfinanziert werden, verschwiegen. Zudem wird gezielt Desinformation verbreitet, etwa zur Situation an der belarusisch-polnischen Grenze. Die Staatsmedien, kontrolliert vom Lukaschenko-Regime, beteiligen sich zudem an Kampagnen gegen Regimekritiker:innen. Politische Gefangene werden vor laufender Kamera vorgeführt und zu erpressten Schuldeingeständnissen gezwungen.[3]

Direkt neben dieser erschreckenden Zurschaustellung verängstigter und misshandelter Regimegegner platziert Henkel Werbung für Persil oder Schwarzkopf Shampoos. Wie eine Beobachtung der Werbung im belarusischen staatlichen Fernsehen im November 2021 ergeben hat, werden 58 Prozent der Werbespots von westlichen Konzernen aus der EU, den USA, Großbritannien und der Schweiz geschaltet [4]. Darunter sind bekannte Marken wie Persil, Colgate, Mars oder Pepsi.

Unter den westlichen Konzernen liegt das deutsche Unternehmen Henkel, gemessen an der Anzahl der Werbeschaltungen, auf dem dritten Platz. Henkel ist damit die größte westeuropäische Einnahmequelle des belarusischen Staatsfernsehens und finanziert durch seine Werbung das wichtigste Propagandainstrument des verbrecherischen Lukaschenko-Regimes.

Quellen:
[1] https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2021-0420_DE.html
[2] https://prisoners.spring96.org/en
[3] https://www.lphr.org/die-drohgebaerden-des-belarusischen-staatsfernsehens
[4] https://www.lphr.org/westliche-unternehmen-werbung-staatsfernsehen-belarus/

Libereco-Newsletter:
https://libereco.org/newsletter

Neuigkeiten

2022-02-09 09:06:31 +0100

Petition ist mit 201 Unterschriften erfolgreich

2022-02-08 20:03:17 +0100

Da Henkel unmittelbar nach dem Start unserer Online-Petition öffentlich bestätigt hat, dass sie keine Werbung im belarusischen Staatsfernsehen mehr ausstrahlen werden, haben wir diese Petition nicht weiter beworben. Danke alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern!

2021-12-07 10:22:24 +0100

100 Unterschriften erreicht

2021-12-06 22:26:30 +0100

50 Unterschriften erreicht

2021-12-06 15:06:20 +0100

25 Unterschriften erreicht

2021-12-05 18:34:34 +0100

10 Unterschriften erreicht