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An: Stadträtin Rosemarie Heilig, Dezernentin für Klima und Umwelt, Stadtrat Stefan Majer, Dezernent für Mobilität und Gesundheit

Hitzealarm: Frankfurt am Main abkühlen - für Klima und Gesundheit

Hitzealarm: Frankfurt am Main abkühlen - für Klima und Gesundheit

Der Sommer in Deutschland wird immer heißer. Die Anzahl der Hitzetage hat sich verdreifacht. Das ist eine Gefahr für Gesundheit und Leben: Tausende Todesfälle verursachen die kochenden Temperaturen jedes Jahr.

Deshalb fordern wir: Setzen Sie die folgenden Maßnahmen für Frankfurt rasch um.

1. Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stoppen und natürliche Kohlenstoffsenken aufbauen.

2. Grünflächen naturnah ausweiten und schützen
Sofortige vertikale Begrünung aller öffentlichen Flächen, wie die Fassaden von Schulen (Efeu und Wilderwein können sehr günstig Fassaden abkühlen)

3. Ungenutzte Rasenflächen durch regionale Stauden und Hecken ersetzen

4. Baumkonzept: Baumfällungen strenger regulieren und reduzieren & jede Straße muss Bäume bekommen. Die Pflanzaktionen sollten dieses Jahr starten! Ein Baum ist so leistungsstark wie 10 Klimaanlagen, kann die Stadt abkühlen und Luft reinigen.

5. Autoverkehr in der Innenstadt und auf stark feinstaubbelasteten Straßen an heißen Tagen sofort stoppen.

6. Solar auf jedes geeignete Dach und an den Balkon, verpflichtende Installation von PV-Anlagen bei Neubauten

7. Sofortiger Versiegelungsstopp für Grünflächen & Entsiegelung von Flächen starten: eine signifikante Reduzierung von Betonflächen, Parkflächen und z.B. Steingärten. Das schützt uns auch vor Starkregen.

8. Wasserspender im öffentlichen Raum bereitstellen, die mit Fußpumpe bei Bedarf genutzt werden können.

9. Kühle Dächer und Straßen: Dächer können weiß oder mit einer anderen hochreflektierenden Farbe gestrichen oder mit Ziegeln bedeckt werden, um mehr Sonnenlicht zu reflektieren und weniger Wärme zu absorbieren.

10. Förderung von Regenwassertonnen

11. Hitzewarnsystem für öffentliche Einrichtungen & gekühlte Räume bereitstellen

12. Hitzebeständige Sanierung aller öffentlichen Krankenhäuser

13. Möglichkeiten für alle Einwohner*innen, sich abzukühlen: in kostenlosen cooling rooms, Museen etc.

14. Ansprechstellen und Betreuung für besonders gefährdete Personen

Warum ist das wichtig?

Um 1,2°C hat sich die Erde bis jetzt erhitzt - die Folgen spüren wir deutlich. Jedes Jahr brechen die Temperaturen in Deutschland neue Rekorde. Doch auch der heißeste Sommer, den wir bisher erlebt haben, wird mit großer Wahrscheinlichkeit gleichzeitig der kälteste für den Rest unseres Lebens sein. Eine weitere Aufheizung der Atmosphäre auf 2,4°C ist realistisch, wenn die Emissionen nicht sofort drastisch gesenkt werden.

Zunehmende Hitzewellen sind die mit Abstand tödlichsten wetterbedingten Katastrophen in Europa. Deutsche Städte sind auf Hitze-Extreme kaum vorbereitet. Allein zwischen 2018 und 2020 hat es in Deutschland schätzungsweise 19.000 Hitze-Tote gegeben. Die vielen versiegelten Flächen heizen sich auf und machen den Sommer in der Stadt unerträglich.

Gerade die Hochhäuser in Frankfurt tragen wesentlich zum Aufheizen der Innenstadt bei und wichtige Frischluftschneisen werden immer weniger. Daher dürfen keine weiteren Neubaugebiete ausgewiesen werden. Vorgärten dürfen nicht "geschottert" werden, sondern müssen begrünt werden.

Frankfurt muss dringend umsteuern und seine Bewohner*innen vor der Hitze schützen. Insbesondere Kinder, Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Frauen mit Babys und Kleinkindern müssen jetzt aktiv vor Klimagefahren geschützt werden. Aber auch die Tiere der Stadt sind bei diesen Temperaturen notleidend, sowohl Haus- als auch Wildtiere.

Frankfurt am Main, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2022-08-04 16:46:14 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2022-08-04 14:46:47 +0200

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2022-08-04 14:04:38 +0200

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2022-07-28 12:41:11 +0200

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2022-07-26 07:54:34 +0200

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2022-07-25 17:04:03 +0200

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