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An: die Bundesumweltministerin und alle Bundestagsabgeordneten

Höchstens 1,75 Grad Erwärmung zulassen! - Kritik am Klimaschutzgesetz

Diese Kampagne wurde beendet.

Höchstens 1,75 Grad Erwärmung zulassen! - Kritik am Klimaschutzgesetz

Die für Deutschland für max. 1,5° Erwärmung bemessene „CO2-Wanne“ = erlaubte Gesamtemission wird auf dem Weg der Anlage 2 des Klimaschutzgesetzes schon bald überlaufen! (Fotoquelle: Alamy Stock Foto ©)

Das Problem

• Einerseits hat sich Deutschland im Klimaschutzgesetz verpflichtet, dazu beizutragen, dass die globale Durchschnittstemperatur gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2° C begrenzt wird, möglichst sogar 1,5° C nicht überschreitet.
Dieses Ziel bedeutet, dass die Gesamtmenge der seit 2018 emittierten Treibhausgase eine bestimmte Höhe nicht übersteigen darf.
• Andererseits soll bis 2050 Klimaneutralität erreicht werden, ein Ziel ohne Bezug zur Gesamtmenge der Emissionen.

Der in Anlage 2 des Klimaschutzgesetzes vorgeschriebene Emissions-Minderungsweg ist allein durch dieses zweite, europäische Kriterium bestimmt worden. Deshalb ist nicht beachtet worden, dass auf dem Weg gemäß Anlage 2 von 2018 bis Ende 2030 von Deutschland bereits rd. 9.000 Mio. t klimaschädlicher Treibhausgase emittiert sein werden, während das Ziel „max. 1,5° C Erwärmung“ für den deutschen Anteil nur etwa 6.000 Mio. t CO2e gestattet, das Ziel "max. +1,75° C" nur etwa 8.300 Mio. t CO2e (bzgl. 1,5° bei nur 50 %, bzgl. 1,75° bei 66,7 % Wahrscheinlichkeit, tatsächlich die Temperaturgrenze nicht zu überschreiten). Sobald die genannten Emissionsmengen erreicht sind, ist Netto-Null-Emission gefordert - nicht erst 2050!

Schlussfolgerung:

Der Weg zur Emissionsminderung, den die Gesetzesanlage 2 vorgibt, entspricht ganz und gar nicht der in § 1 formulierten Verpflichtung, dazu beizutragen, dass der fragliche Temperaturanstieg auf „deutlich unter 2° C“ begrenzt wird.

Forderung:

Ich fordere daher,
- dass sich die Politik bei der Planung der von Deutschland zu erledigenden Klimaschutzschritte an den vom Weltklimarat veröffentlichten Höchstmengen für CO2-Emissionen orientiert
- und dass Deutschland sich mit aller Kraft an der Aufgabe beteiligt, global zumindest das Ziel „höchstens 1,75° C Erwärmung“ zu erreichen.

Nähere Informationen zur Analyse des Klimaschutzgesetzes und seiner Anlage 2 finden Sie in einer Präsentation und zwar
in Kurzform unter https://www.klimaneutral-handeln.de/pet/ueberlaufende-Wanne-II.pdf und in Langform mit ausführlichen Erläuterungen und Hintergrundinformationen unter https://www.klimaneutral-handeln.de/pet/ueberlaufende-Wanne.pdf.

Bitte, unterstützen Sie meine Forderungen durch Mitunterzeichnung des unten zu findenden OFFENEN BRIEFs an die Bundesumweltministerin und alle Bundestagsabgeordneten!

Warum ist das wichtig?

OFFENER BRIEF
Höchstens 1,75 Grad Erwärmung zulassen! – Kritik am Klimaschutzgesetz (KSG)

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Schulze,
sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete!

Ich bitte Sie mit diesem OFFENEN BRIEF, der von …. in Sachen Klimaschutz engagierten Menschen unterschrieben worden ist,
• dass Sie sich bei der Planung der von Deutschland zu erledigenden Klimaschutzschritte an den vom Weltklimarat veröffentlichten Höchstmengen für CO2-Emissionen orientieren
• und sich dafür einsetzen, dass unser Land sich mit aller Kraft an der Aufgabe beteiligt, global zumindest das Ziel „höchstens 1,75° C Erwärmung“ zu erreichen.

Der Hintergrund meiner Bitte ist die Anlage 2, die dem im Dez. 2019 verabschiedeten Bundes-Klimaschutzgesetz beigefügt wurde. Die darin vorgeschriebenen jährlichen Emissionshöchstmengen entsprechen ganz und gar nicht der in § 1 formulierten Verpflichtung, dazu beizutragen, dass der globale Temperaturanstieg auf deutlich unter 2° C begrenzt wird. Möglichst soll sogar laut § 1 eine Erwärmung von mehr als 1,5° C verhindert werden.

Die Ursache dieses Mangels ist, dass für die Kalkulation der Anlage 2 nur die alte Vorgabe europäischer Politik herangezogen wurde, durch fortlaufende Reduzierung der jährlichen Treibausgasemissionen – prozentual bezogen auf das Ist von 1990 – im Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Das entscheidende Kriterium muss aber die Beachtung der Grenzen noch erlaubter Emissionen (Budgetgrenzen) sein. Sie wurden 2018 vom IPCC veröffentlicht. Die Budgets im Blick auf die zu tolerierenden Erwärmungsgrenzen, z.B. +1,5° oder +1,75° oder +2° C, – auf den deutschen Anteil heruntergebrochenen – müssen beachtet werden.

Das geschah bei der Festlegung des Minderungspfads von 2020-2030 aus Anlage 2 offensichtlich nicht. Nach dessen Vorgabe werden zum Ende 2030 bereits rd. 9.076 Mio. t CO2e emittiert worden sein, obgleich das anteilige deutsche IPCC-Budget für das 1,75°-Ziel bis zur ab dann nötigen Null-Emission nur 8.200 Mio. t CO2e erlaubt, das für das 1,5°-Ziel sogar nut etwa 6.000 Mio. t CO2e (bzgl. 1,5° bei nur 50 %, bzgl. 1,75° bei 66,7 % Wahrscheinlichkeit, tatsächlich die Temperaturgrenze nicht zu überschreiten). Ab den Budgetgrenzen ist Netto-Null-Emission erforderlich - nicht erst ab 2050!

Im Anhang dieses OFFENEN BRIEFs (https://kurzelinks.de/Anlage-OFFENER-BRIEF) finden Sie ausführliche Erläuterungen zur Sache.

Während ich meine Analyse des Klimaschutzgesetzes vorantrieb, veröffentlichte der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen sein Umweltgutachten 2020 (https://kurzelinks.de/Umweltgutachten-SRU), in dem in Kapitel 2 unter der Überschrift „Pariser Klimaziele erreichen mit dem CO2-Budget“ eine Analyse mit genau gleicher Tendenz vorgelegt wurde.
Ich hoffe deshalb sehr darauf, dass Sie sich das o.g. Anliegen zu eigen machen!

Mit freundlichen Grüßen
(Horst Emse), im Namen aller Unterstützer

47803 Krefeld, den …
Deußstraße 18a
horst.emse@klimaneutral-handeln.de

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Wir müssen endlich als breite den Naturschutz für Flora und Fauna umsetzen und von der Politik inklusive Transparenz und Kontrolle einfordern. Corona hat gezeigt, wie schnell sich die Natur erholen und die Luft in Großstädten besser werden kann. denn ansonsten ist das Leben künftig nich Nachhaltigkeit ist unsere Zukunft!
  • Nie mehr schweigen!
  • Bitte unterstützt auch folgende Anliegen ... https://weact.campact.de/petitions/search?q=%C3%B6pnv

Neuigkeiten

2020-06-19 16:26:47 +0200

Pardon! In der gestern übersandten Nachricht war der Link fehlerhaft. Der richtige lautet https://www.klimaneutral-handeln.de/pet/ueberlaufende-Wanne.pdf. Ich glaube, an keiner anderen Stelle finden Sie so viele Informationen zum Bundes-Klimaschutzgesetz und dessen großen Mangel. Und die Präsentation ist jetzt, so hoffe ich, sehr ansprechend. Bitte, unterstützen Sie mich weiterhin!

2020-06-18 14:56:12 +0200

Endlich ist es mir gelungen, das große Defizit des Kilmaschutzgesetzes in einer hoffentlich ansprechenden Weise zu präsentieren. Der Link dorthin: https://www.klimaneutral-handeln.de/pet/ueberlaufende-Wanne.pdf. Schauen Sie doch einmal hinein!

2020-06-08 12:46:24 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-06-04 14:03:57 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-06-03 15:27:28 +0200

25 Unterschriften erreicht

2020-06-03 11:47:17 +0200

10 Unterschriften erreicht