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An: Grant Hendrik Tonne, Kultusminister in Niedersachsen

Infektionsschutz auch für die KiTa-Beschäftigten

Infektionsschutz auch für die KiTa-Beschäftigten

Die Kitas öffnen wieder. Doch statt einer vorsichtigen Öffnungen, wie in den Schulen, sollen die Erzieher*innen in den Kitas die Betreuung in voller Regelgruppenstärke mit 25 Kindern wieder aufnehmen. Das sieht jedenfalls der aktuelle Plan des niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) vor.

Auch wenn sich Eltern und Kinder freuen, dass die Kitas wieder öffnen, darf darüber nicht der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter*innen in den Kindertagesstätten vernachlässigt werden. Doch das Gesundheitskonzept des Kultusministeriums tut genau das: Die Beschäftigten werden nicht ausreichend vor dem Coronavirus geschützt. So riskiert der Minister, dass es zu Neuinfektionen kommt und dass die Kitas wieder schließen müssen. Deshalb fordert die Kirchengewerkschaft Niedersachsen vom Kultusminister:

• Teilgruppenbetreuung wie in der Schule
• Kein Regelgruppenbetrieb mit 25 Kindern
• Keine Neuaufnahmen in der gegenwärtigen Situation
• Regelmäßige kostenlose Corona-Testungen der Kita-Teams
• Kostenlose Bereitstellung von Masken und Visieren

Warum ist das wichtig?

Nach Meinung des Landes Niedersachsens hat die Öffnung der KiTas wohl Vorrang vor dem Infektionsschutz der KiTa-Beschäftigten!

Auch das Kultusministerium geht davon aus, dass Kinder am Covid 19-Virus erkranken können, ohne Symptome zu zeigen und damit Überträger des Corona-Virus Sars-CoV 2 sein können.

Daraus folgt, dass eine Ausweitung der Notgruppen von bisher höchstens 14 Kinder auf die Regelgruppenstärke von 25 Kindern das Infektionsrisiko beträchtlich ansteigen lässt. „Wenn doppelt so viele Kinder da sind, verdoppelt sich auch das Infektionsrisiko!“ haben z.B. alle Kita-Träger in Göttingen übereinstimmend erklärt.
Doch es kommt noch schlimmer. Herr Tonne empfiehlt, bei Personalmangel einfach fachfremde Kräfte einzustellen, die lediglich ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen. Dies wird zu einer erheblichen Mehrbelastung der Fachkräfte führen. Während in den Schulen gilt, dass die Lehrkräfte dafür sorgen müssen, das die Schüler in ihrer Halbklassengruppe ihre Plätze mit den Mindestabständen nicht verlassen dürfen, räumt das Kultusministerium ein, dass für den KiTa-Bereich ein erhöhtes Risiko durch die „erforderliche Nähe-Situationen zwischen Fachkraft und Kind (z.B. in Pflege- und/oder Trost-Situationen) zum Abbau von Ängsten“ besteht.

Besonders verwerflich finden es die Kita-Beschäftigten, dass sogar trotz der weiter bestehenden Infektionsgefahr neue Kinder in die Gruppen aufgenommen werden sollen und Eltern stundenweise mit in die Gruppe kommen.
Mit den Neuaufnahmen von Kindern sollte besser noch gewartet werden. Auch viele Eltern sagen uns immer wieder, dass ein überhastetes "Hochfahren" der KiTa-Gruppen nicht auf Kosten der Sicherheit von Kindern und Beschäftigten gehen dürfe.

Bitte unterstützen Sie die Petition, um mehr Sicherheit für die KiTa-Beschäftigten zu erreichen.

https://www.youtube.com/watch?v=1bDwPP3AMQ4
http://kg-nds.de/
https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-die-kitaoeffnungen-fuer-risikogruppen-bedeuten/
http://kg-nds.de/wp-content/uploads/2020/06/Rahmenhygieneplan-Kitas-15-06-20-4.pdf


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Neumann Valentina
  • Ich arbeite in einer OGS und da geht es mir ähnlich, wie den Kita-Mitarbeitern. Die Erzieher sind wohl Mitarbeiter zweiter Klasse.
  • Weil die Erzieherinnen bis jetzt schutzlos arbeiten sollen, ein Unding!

Neuigkeiten

2020-06-23 17:12:41 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2020-06-19 08:59:03 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2020-06-18 18:37:22 +0200

500 Unterschriften erreicht

2020-06-18 09:59:58 +0200

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2020-06-17 23:02:47 +0200

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2020-06-17 19:33:22 +0200

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2020-06-17 18:23:42 +0200

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