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An: Sächsische Staatsregierung

Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Sachsen braucht mehr Jugendbeteiligung!

Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Sachsen braucht mehr Jugendbeteiligung!

Wir fordern, junge Menschen direkt an der Umsetzung von BNE in Sachsen zu beteiligen!

Im Weltaktionsprogramm der UNESCO „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und in der Strategie der Bundesregierung zur Umsetzung dieses Programms spielt Jugendbeteiligung und die Mobilisation von jungen Menschen eine herausragende Rolle – in der BNE-Strategie Sachsen vom 22.01.2019 dagegen nicht!

Wir als junge Generation stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Wir müssen jetzt die entscheidenden Weichen stellen für eine friedliche und nachhaltige Welt. Es geht um unsere Zukunft und deshalb haben wir das Recht, mitzubestimmen, was wir lernen und wie zukunftsfähige Bildung aussieht! Denn Bildung ist der Schlüssel zur sozial-ökologischen Transformation unserer Gesellschaft.

Im Plan der Bundesregierung ist der Jugend das Recht auf Mitgestaltung des Bildungssystems eingeräumt worden. Diese Recht fordern wir nun auch in Sachsen ein! Als direkt Betroffene dieses Systems haben wir jungen Menschen wertvolle Ideen, um Bildung nachhaltiger zu gestalten. Diese wollen und sollten wir verwirklichen. Und zwar jetzt.

Warum ist das wichtig?

Das Weltaktionsprogramm „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO präzisiert in einer detaillierten Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms fünf wesentliche Handlungsfelder: Eines davon (Priority Action Area 4) ist es, die Jugend zu befähigen und sie zu mobilisieren, BNE umzusetzen („Empowering and mobilizing youth“ S. 22-23 Unesco Roadmap for Implementing the Global Action Programme on Education for Sustainable Development). Dazu sollen BNE-Maßnahmen speziell für Jugendliche entwickelt werden. Die herausragende Stellung der jungen Menschen wird im Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung, der am 20.06.2017 von der Nationalen Plattform (dem obersten Lenkungsgremium für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland) verabschiedet wurde, präzisiert.

Der NAP hebt klar hervor, dass „junge Menschen […] unverzichtbare Akteurinnen und Akteure [sind], wenn es um die Gestaltung von Zukunft und Transformation geht. Sie müssen durch wirksame Beteiligung und Mitsprache in der BNE jugendgemäß eingebunden werden. Nur so kann sich neues Handeln unter Beteiligung aller entfalten“ (Nationaler Aktionsplan BNE S.70)

Sowohl das BMBF (Bildungsministerium für Bildung und Forschung) als auch das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) haben sich im NAP dazu verpflichtet, Commitments umzusetzen, um die Jugend langfristig zu beteiligen. Das BMBF hat dazu das Jugendbeteiligungsgremium youpaN finanziert, das aus 20 jungen Menschen besteht, welche in den Fachforen, der Nationalen Plattform, in bundesweiter Kooperation und direkt vor Ort an der Umsetzung von BNE arbeiten.

Wir empfinden es als äußert bedauerlich, dass in dem Prozess zur Erstellung der Sächsischen Landesstrategie zu BNE junge Menschen nicht systematisch beteiligt worden sind. Außerdem ist es für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass das prioritäre Handlungsfeld Jugend, das durch den NAP detailliert ausgestaltet wurde, und zu ersten langfristig angelegten Jugendbeteiligungsprozessen geführt hat, von der BNE-Landesstrategie Sachsen in keiner Weise berücksichtigt wurde.

Folgerung/Forderung: Deshalb sollte die am 22.01.2019 von der Sächsischen Staatsregierung verabschiedete Sächsische Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dahingehend erweitert werden, dass junge Menschen in angemessener Weise an der Umsetzung von BNE in Sachsen beteiligt werden.

Wir fordern die Landesregierung Sachsen dazu auf, in Anlehnung an den NAP (insbesondere an S. 70/71) ein eigenständiges Jugendforum einzuführen, das in gleichberechtigter Weise mit anderen Stakeholdern und Expertengremien die Landesstrategie BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen umsetzt. Dieses Jugendforum soll die Möglichkeit haben, in einem von ihnen mit gestalteten Rahmen eigene Initiativen zur Umsetzung von BNE zu ergreifen, die von der Landesregierung wertschätzend aufgenommen und berücksichtigt werden. Junge Menschen sollen in sämtlichen Prozessen – angefangen von der Überarbeitung der Lehrpläne, um diese BNE-gerechter zu machen, über Gespräche mit Expert*innen zum Thema BNE bis hin zur Evaluierung von Maßnahmen zur Umsetzung von BNE – eingebunden werden und Möglichkeiten haben, ihre Sicht nicht nur zu äußern, sondern diese Prozesse aktiv mitzugestalten.

Außerdem fordern wir, ähnlich zu den bereits existierenden Formaten auf Bundesebene, youcoN und youprO, regionale Konferenzen zu BNE durchzuführen, sowie Mittel für eigenständige Projekte von jungen Menschen zum Thema BNE bereitzustellen.

Ferner sollte die Landesregierung die finanziellen und personellen Mittel zur Verfügung stellen, um jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten zu geben, an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE auf lokaler Ebene mitzuwirken, wie es auch im NAP als explizites Ziel geäußert wird.

Die Erstellung eines umfassenden Jugendbeteiligungskonzeptes muss den Rahmenbedingungen in den Bundesländern angepasst werden. Bei diesem Prozess ist es unabdingbar, dass wir junge Menschen miteinbezogen werden. Das youpaN bringt dazu gerne die bereits gemachten Erfahrungen auf Bundesebene ein.

Wir als junge Generation stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Wir müssen jetzt die entscheidenden Weichen stellen für eine friedliche und nachhaltige Welt. Es geht um unsere Zukunft und deshalb haben wir das Recht mitzubestimmen was wir lernen und wie zukunftsfähige Bildung aussieht!

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2019-05-27 13:58:07 +0200

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2019-05-24 21:21:26 +0200

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