An: Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Bundeskanzler Christian Kern, Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter

Kein Ausbau des Wiener Flughafens! Für eine zukunftsweisende Mobilität!

Kein Ausbau des Wiener Flughafens! Für eine zukunftsweisende Mobilität!

Detaillierte Infos, Erklärungen und Quellenangaben findet ihr in unserem Positionspapier:
http://systemchange-not-climatechange.at/positionspapier-stopp-3-piste/

Wir setzen uns ein für...

...DEN STOPP DER AUSBAUPLÄNE.

…EINE VERRINGERUNG STATT WACHSTUM DES FLUGVERKEHRS.

…ÖFFENTLICHEN UND UMWELTSCHONENDEN VERKEHR.

…REGIONALE WIRTSCHAFTSKREISLÄUFE.

…GLOBALE VERANTWORTUNG UND KLIMAGERECHTIGKEIT.

Warum ist das wichtig?

EINE DRITTE PISTE...

...HEIZT DEN KLIMAWANDEL AN.
Meint es Österreich ernst mit dem in Paris unterzeichneten Klimavertrag, so ist ein Stopp der 3. Piste unabdingbar. Es ist nur möglich, die globale Erwärmung auf 1,5- bis 2-Grad zu begrenzen und damit gravierende Klimaveränderungen zu verhindern, wenn ein sozial-ökologischer Wandel unserer Gesellschaft und Wirtschaft JETZT stattfindet – insbesondere im Bereich Mobilität. Laut Planungen soll eine dritte Piste einem steigenden Flugwachstum dienen und Schwechat zum Drehkreuz ausgebaut werden. Dadurch würden die Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs in Schwechat gegenüber dem Basisjahr 2003 bis zum Jahr 2025 um das 2- bis 3-fache anwachsen. Zusätzlich zum CO2-Ausstoß sind bei Flügen weitere umwelt- und klimaschädliche Substanzen relevant. Obwohl nur etwa 3-7% der Weltbevölkerung fliegt, leiden alle unter den Auswirkungen des Klimawandels – ausgerechnet Menschen im Globalen Süden, die wenig fliegen.

… ZERSTÖRT LEBENSRÄUME FÜR PFLANZEN UND TIERE.
Rund 760 Hektar Fläche würde das Projekt 3. Piste in Anspruch nehmen. Knapp 200 Hektar müssten für Landebahn und Rollwege mit Beton und Asphalt versiegelt werden – das entspricht 8 mal der Wiener Ringstraße. Betroffen sind auch 20 Hektar Wald, der gerodet werden soll, sowie Trockenrasenflächen und Schutzgebiete von sehr seltenen, bedrohten Großtrappen und Zieseln in nächster Nähe. Die dafür vorgebrachte Scheinlösung lautet, die zerstörte Natur solle über Ausgleichsflächen woanders „wiederhergestellt“ werden. Doch Natur ist nicht gleich Natur. Statt des Ablasshandels mit Naturzerstörung sollte unnötige, nicht nachhaltige Infrastruktur gar nicht erst gebaut werden.

… VERHINDERT STADTNAHE LANDWIRTSCHAFT.
Durch den Ausbau würden zudem mehrere hundert Hektar Ackerfläche zerstört werden. Dies ist besonders gravierend angesichts der Tatsache, dass ohnehin schon täglich rund 20 Hektar Fläche in Österreich versiegelt werden – obwohl eine regionale und stadtnahe Landwirtschaft notwendig ist für eine zukunftsweisende erdölarme Lebensmittelversorgung.

… FÜHRT ZUR ZUNAHME VON FLUGLÄRM, LUFTVERSCHMUTZUNG UND
GESUNDHEITSSCHÄDEN.
Der Flughafen liegt in unmittelbarer Nähe dichtverbauten Gebietes. Die 3. Piste würde den Flugverkehr genau über die Ballungszentren des Großraums Wien leiten. Direkt betroffen sind dann mindestens 350.000 Menschen. Das vom Flughafen prognostizierte Flugaufkommen würde von derzeit (2013) 240.000 Flugbewegungen auf 460.000 im Jahr 2030 ansteigen, also ca. jede Minute ein Start und eine Landung. Lärm, vor allem nachts, sowie die Luftverschmutzung durch Stickoxide und Feinstaub, verursachen physische und psychische Gesundheitsschäden.

… DIENT PRIVATEN PROFITEN - ABER FÜHRT ZU SCHÄDEN FÜR DIE
ALLGEMEINHEIT.
Flugverkehr ist nur deshalb ein profitables Geschäft, weil sämtliche externe Kosten auf die Gesellschaft ausgelagert werden – wie Gesundheitsschäden, Klimawandel und Naturzerstörung. Gleichzeitig profitiert die Flugindustrie von einer Reihe von Steuererleichterungen: Die FWAG (Flughafen Wien Aktiengesellschaft) ist grundsteuerbefreit, die Flugabgabe sehr gering, Auslandsflüge sind von der Umsatzsteuer, Kerosin von der Mineralölsteuer befreit. Das Insolvenzrisiko der FWAG, die inzwischen zu 38% einem australischen Pensionsfonds gehört, wird auf die Steuerzahler*innen abgewälzt werden, da man die FWAG nicht in Konkurs gehen lassen kann, wenn das prognostizierte Passagieraufkommen nicht eintritt.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Wir im Rhein-Main-Gebiet haben erfahren, wie Hunderttausende von Menschen seit dem Bau der neuen Landebahn zusätzlich unter Lärm und Feinstaubbelastung massiv leiden! Es braucht neue, nachhaltige Konzepte, um die Umwelt zu schonen - das Prinzip "schneller, weiter, größer" ist nicht mehr zeitgemäß.

Neuigkeiten

2016-10-11 13:54:09 +0200

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2016-06-19 23:04:23 +0200

100 Unterschriften erreicht

2016-06-15 15:43:46 +0200

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2016-06-14 11:13:17 +0200

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