An: Bundesregierung und Landesregierung Baden-Württemberg

Keine Abfalldeponien in Deutschlands Wäldern

Keine Abfalldeponien in Deutschlands Wäldern

Umgehende Entfernung von 2500 Tonnen Bauschutt mit hohem Müllanteil aus dem Naturpark und FFH Gebiet-Stromberg, Landkreis Heilbronn.

Warum ist das wichtig?

Mit der Praxis, beim Bau von Waldwegen unaufbereiteten Bauschutt zu verwenden, muss Schluss sein. Ich fordere deshalb,dass der eingebrachte Bauschutt wieder ausgebaut und gereinigt wird, so dass er in zukünftigen Jahrzehnten keine Gefahr für Umwelt, Menschen, Tiere, Pflanzen sowie das Grundwasser darstellt und diese Ablagerungen nicht zu einer Deponiealtlast werden.

Deponieflächen sind in Deutschland knapp, während das Abfallaufkommen aus dem Abriss von Gebäuden zunimmt. Beim Bauschutt liegt es nahe, Steine, Betonbrocken und Ziegelbruch als Ersatzbaustoff für den Wegebau zu verwenden. Das ist Praxis und die Behörden schauen nicht so genau hin, wenn Unternehmen unbemerkt von der Öffentlichkeit große Mengen Bauschutt für den Wegebau in den Wald fahren. Der Bauschutt ist oft voller Müll und außerdem mit Schwermatallen, polyzyklischen aromatisierten Kohlenwasserstoffen ( PAK ) und polychlorierten Biphenylen ( PCB ) durchsetzt.

In einem besonders krassen Fall habe ich beobachtet, dass in Baden-Württemberg im Naturpark Stromberg, ein Schutzgebiet von europäischem Rang, breite Wege in einer Dicke von fast einem Meter und auf einer Länge von hunderten Metern mit Bauschutt gefüllt wurden, der alle möglichen Verunreinigungen enthielt, wie sie beim Abriss von Gebäuden anfallen können. Also Folien, Kabel,Installationsmaterial, Holz, Schlacke, Dämmmaterial, Asphaltbrocken, PVC, Eisen, Blei und Glasbruch.

Die Behörden sind der Meinung, dass das "alles seine Ordnung hat" und der Bauschutt ein bisschen belastet sein darf, sofern er dem Abfallschlüssel Z1.1 entspricht. Konsequent überwacht wird das nicht und wenn die Arbeit beendet ist, sieht man es den Wegen oft nicht mehr an was in ihnen schlummert.

Mit der Petition möchte ich erreichen, dass auf Bundesebene und im konkreten Fall durch die Landesregierung Baden-Württemberg eine klare Regelung geschaffen werden muss, dass nur aufbereiteter Bauschutt, der frei von Verunreinigungen durch Müll ist, für den Wegebau verwendet werden darf. Außerdem sollen Schutzgebiete jeglicher Art von dieser Abfallverwertung ausgeschlossen werden.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Nach Abschluss der Petition werde ich die Unterschriften persönlich in der Landesregierung übergeben.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich arbeite selbst in einer Firma, die Bauschutt recycelt und wir achten auf sauberes Material. Müll gehört nicht in den Wald und schon gar nicht in Schutzgebiete!
  • Weil die Restwälder oftmals auch die letzten Refugien für Tiere und Pflanzen aller Art sind - erhalten wir diese und kämpfen für mehr Verantwortung gegenüber unser aller Ressourcen!! "Billig" darf nicht mehr das Maß aller Dinge sein!
  • was soll der DRECK in der Natur? kostet die Aufarbeitung den Verantwortlichen GELD ? . . . und was ist mit der NATURGESUNDHEIT ?

Neuigkeiten

2018-05-20 19:50:54 +0200

In der Zwischenzeit haben wir den Ermittlungsdienst- Gewerbe/ Umwelt der Polizei eingeschaltet. Wir haben Anzeige erstattet. Es stellt sich nach Meldungen von Zeugen heraus, dass immer mehr Waldwege besonders in der Region Heilbronn und darüber hinaus auch in anderen Teilen der Bundesrepublik mit dieser Praxis durch Bauschuttentsorgung mit hohem Müllanteil verfüllt wurden und immer noch verfüllt werden. Ich werde auch als Initiator seit Tagen bedroht. Es handelt sich um eine Firma die diese Praxis der Müllbeseitigung seit Jahren durchführt, mit Wissen der Behörde. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und erhoffen durch die Petition, dass diese Praxis der Entsorgung aufhört und gesetzlich anders geregelt wird. Die Betroffenen spielen im Moment auf Zeit, wir bekommen weder von Landesumweltbehörde noch vom Landratsamt Heilbronn im aktuellen Fall zurzeit keinerlei Rückmeldungen.

2018-03-27 11:41:56 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2018-03-23 06:44:41 +0100

100 Unterschriften erreicht

2018-03-19 19:02:04 +0100

50 Unterschriften erreicht

2018-03-16 10:02:17 +0100

25 Unterschriften erreicht

2018-03-15 23:40:11 +0100

Es kommt Bewegung in die Sache. Nachdem ich gemeinsam mit dem BUND und einigen Helfern Tageszeitungen und den SWR informiert habe und darüber hinaus über Internet auf den Abfall aufmerksam gemacht habe, überprüft nun am 22.03.2018 das Landratsamt Heilbronn durch Entnahme von Proben den Wegebauzustand. Danach werden wir über die weiteren bekannt gewordenen Müllentsorgungen in anderen Waldgebieten im Landkreis Heilbronn vorgehen.

2018-03-15 16:17:38 +0100

10 Unterschriften erreicht