An: Oberbürgermeister Sierau, Dortmunder Ratsmitglieder, Herrn Brinkmann (Chef der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung) und Herrn Pehlke (Dortmunder Stadtwerke)

Keine Braunkohle für Dortmund – stoppen Sie den Risiko-Deal der Steag!

Keine Braunkohle für Dortmund – stoppen Sie den Risiko-Deal der Steag!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sierau,
Sehr geehrte Dortmunder Ratsmitglieder,
Sehr geehrte Herren Brinkmann (Chef der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung) und Pehlke (Dortmunder Stadtwerke),

Mit dem geplanten Ankauf des Lausitzer Braunkohle-Reviers holt die Steag beträchtliche finanzielle Risiken nach Dortmund und ruiniert die Klima-Bilanz der Stadt. Ein Unternehmen der Ruhrgebiets-Kommunen darf sich nicht auf ein riskantes Abenteuer in der Lausitzer Braunkohle einlassen.

Ich fordere Sie auf: Nutzen Sie die Dortmunder Stimmen im Aufsichtsrat. Verhindern Sie das riskante Braunkohle-Abenteuer der Steag! Die Steag darf die Lausitzer Braunkohle weder erwerben noch betreiben.

Warum ist das wichtig?

Die Stadtwerke könnten die Lausitzer Braunkohle kaufen – und damit viele Umwelt- und Finanzrisiken nach Dortmund holen.

Die Steag hat ein Kaufgebot für das zweitgrößte deutsche Braunkohle-Revier abgegeben: die Lausitz. Mit diesem Braunkohle-Abenteuer würde die Steag erhebliche finanzielle Risiken nach Dortmund holen. Der Deal wäre das Gegenteil von „Energiewende“ – und würden den Klimawandel weiter anheizen.

Der bisherige Eigentümer, der schwedische Konzern Vattenfall, will die Lausitzer Braunkohle nicht ohne Grund loswerden. Braunkohle ist ein Risiko-Geschäft und Klimakiller.

- Braunkohle ist der dreckigste Energieträger, der Klima und Umwelt am meisten schadet. Viele tausende Menschen sollen in der Lausitz für den Tagebau ihre Heimat verlieren. Klimaschutz und soziale Verantwortung hören aber nicht an der Stadtgrenze auf.
- In der Lausitz schlummern unkalkulierbare Ewigkeitskosten. Der Spreewald muss saniert, Grundwasserschäden müssen behoben werden – Kosten in Milliardenhöhe, die direkt die Steag und damit auch Dortmund belasten würden.
- Selbst die Gewerkschaft Verdi, die viele Kohle-Arbeiter vertritt, hält den Ausstieg aus der Kohle für unausweichlich. Wenn unsere Klimaziele umgesetzt werden, werden Kraftwerke und Tagebaue stillgelegt, lange bevor sich die Investition auszahlt. Die Steag und damit Dortmund bleiben auf den Kosten sitzen.

Die Aufgabe der Steag ist kein riskantes Braunkohle-Abenteuer in der Lausitz – sondern eine verlässliche und umweltfreundliche Energieversorgung für Nordrhein-Westfalen. Das haben Kommunen beim Kauf auch so beschlossen.

Essen, Bochum und Oberhausen haben die Risiken des Deals bereits erkannt - und sich fraktionsübergreifend gegen eine Beteiligung an dem Lausitzer Braunkohle-Revier ausgesprochen. Zieht Dortmund nach? Auch Bürger/innen aus Duisburg und Dinslaken fordern von ihren Städten eine eindeutige Ablehnung. Zusammen können wir den Risiko-Deal der Steag verhindern!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition an Oberbürgermeister Sierau und die Dortmunder Verantwortlichen!

PS. Auch für den Fall, dass die Steag die Braunkohle lediglich betreiben und nicht kaufen will: Die Risiken lassen sich nicht allein auf den Eigentümer abwälzen – und die Klimabilanz der Stadt wäre in jedem Fall dahin. Dazu kommt: Wenn die Steag sich auf die komplexe Abwicklung des Lausitzer Braunkohle-Reviers konzentrieren muss, geraten die Bedürfnisse Dortmunds und NRWs zusehends aus dem Blick.

Mehr Informationen zu den Risiken des Braunkohle-Geschäfts:
- Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu den Risiken des Braunkohle-Deals
- Studie des Umwelt-Thinktanks E3G zu den Lausitzer Risiken

Adressaten des Appells:

Oberbürgermeister: Ulrich Sierau (SPD)
E-Mail: oberbuergermeister@dortmund.de

Rat der Stadt:
- SPD (36 Sitze), Fraktionsvorstand: Norbert Schilff, E-Mail: fraktion@spd-fraktion-dortmund.de
- CDU (26 Sitze), Fraktionsvorstand: Ulrich Monegel, E-Mail: fraktion@cdu-dortmund.de
- Grüne (15 Sitze), Fraktionsvorstand: Ingrid Reuter, E-Mail: fraktion@gruene-do.de
- Die Linke (6 Sitze) & Piraten (2 Sitze), Fraktionsvorstand: Utz Kowalewski, E-Mail: Utz.Kowalewski@dielinke-dortmund.de bzw. fraktion@dielinke-dortmund.de
- FDP (2 Sitze) & Bürgerliste (1 Sitz), Fraktionsvorstand: Lars Rettstadt, E-Mail: info@fdp-bl.de


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Eine moderne Stadt, die auf Zukunftstechnologien setzt, sollte andere Wege der Energiesicherheit suchen als ausgerechnet die klimaschädliche und wenig effiziente Braunkohleverstromunf.
  • Braunkohlenbergbau nimmt Mensch, Tier und Pflanze Heimat und Lebensraum und zerstört jahrtausendealte Kulturlandschaften.
  • Vattenfall wird gute Gründe für den Ausstieg haben. Die gleichen Gründe sprechen gegen einen Einstieg von Dortmund in den Bereich von Kohlestrom. Kohlestrom wird ja auch an anderen Stellen als totes Verfahren diskutiert.

Neuigkeiten

2016-02-12 14:48:57 +0100

An der beeindruckenden Unterzeichner-Zahl sollen die Verantwortlichen nicht so leicht vorbeikommen. Kurz vor der Ratssitzung am Donnerstag wollen wir die Petition an die Mitglieder des Stadtrates übergeben.

Und je mehr Leute vor Ort ihren Forderungen Nachdruck verleihen, desto mehr Einfluss haben sie auf den Stadtrat.

Bitte kommen Sie zur Aktion!
Ort: Rathaus Dortmund, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund
Zeit: Donnerstag, 18. Februar, 14 Uhr

2016-02-09 22:03:01 +0100

Heute lief in der Sendung "Lokalzeit Dortmund" im WDR-Fernsehen um 19.30 Uhr ein Beitrag über unsere Petition:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/videokauftsteagbraunkohlerevier100_size-L.html?autostart=true#banner