An: die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann und den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius

Keine Kürzungen bei Migrationsberatung in Niedersachsen

Foto: Bernd Schwabe [CC BY-SA 4.0 
(https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons from Wikimedia Commons

Sehr geehrte Frau Reimann, sehr geehrter Herr Pistorius,

wir fordern Sie mit Nachdruck dazu auf, die Finanzierung der Migrationsberatung in Osnabrück und allen anderen niedersächsischen Gemeinden nicht zurück zu fahren, sondern - im Gegenteil - zu verbessern!

Warum ist das wichtig?

Die niedersächsische Landesregierung hat angekündigt, dass ab 2019 deutlich weniger Geld für die Migrationsberatung zur Verfügung gestellt werden soll. Zur Debatte steht eine Kürzung um 50 Prozent! Da die Haushaltsverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, lohnt es sich jetzt, gegen eine Kürzung zu protestieren.

In Stadt und Landkreis Osnabrück werden über die Richtlinie Migrationsberatung vom Land Niedersachsen rund 11 Stellen gefördert. Demgegenüber stehen 8.000 Menschen, die in den vergangenen drei Jahren hierher geflohen sind. Träger sind die Caritas, Outlaw und Exil. Deren Berater*innen und Sozialarbeiter*innen machen eine sehr gute Arbeit und stehen auch uns Ehrenamtlichen stets mit professionellem Rat zur Seite. Doch selbst mit den vorhandenen Stellen kann längst nicht das an Beratung und psychosozialer Begleitung geleistet werden, was nötig wäre. Es kommen jetzt zwar deutlich weniger neue Menschen an, aber sehr viele von denen, die bereits da sind, brauchen über Monate und Jahre Unterstützung.

Jetzt die Gelder zu kürzen, wird die Integration unserer neuen Mitbürger und Mitbürgerinnen erschweren. Mittel- und langfristig wird dies zu erheblichen Folgekosten führen.

https://www.fluechtlingshilfe-rosenplatz.de/petition-keine-kuerzungen-bei-migrationsberatung-in-niedersachsen/

Wie die Unterschriften übergeben werden

Am 19. Juni haben wir die Petition der Sozialministerin übergeben. Hier der Artikel, der daraufhin in der NOZ erschien:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1328399/osnabruecker-uebergeben-in-hannover-petition-fuer-fluechtlingssozialarbeit
Da bis jetzt immer noch unklar ist, ob der Bund tatsächlich die selbe Summe wie 2018 den Ländern geben wird, lassen wir die Petition vorerst weiter laufen. Also: unterschreiben macht weiterhin Sinn!


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Das ist das Mindeste was zu tun ist. Besser wäre allerdings eine Aufstockung für eine Regierungsberatung zur Abschaffung von Waffenproduktion und Kriegstreiberei!
  • Wer hier kürzt, schafft nur die Grundlage für die erwartbare nächste Klage über mangelnde Integration. Akzeptieren wir die Realität und kümmern wir uns auch auf staatlicher Ebene vernünftig um die Geflohenen!
  • Die Arbeit mit geflüchteten Personen zeigt mir Tag für Tag, dass wir noch lange nicht an dem Punkt angekommen sind, um die Beratungsangebote nun zu kürzen oder komplett einzustampfen. Integration ist ein langer Weg, welcher viel Geduld benötigt. Doch Geduld allein reicht nicht aus. Ohne die entsprechende Beratung greift das System nicht und die zahlreichen Angebote Osnabrücks werden nicht mehr optimal genutzt.

Neuigkeiten

2018-04-26 15:57:37 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2018-04-25 17:42:46 +0200

500 Unterschriften erreicht

2018-04-23 20:17:53 +0200

100 Unterschriften erreicht

2018-04-23 10:53:33 +0200

50 Unterschriften erreicht

2018-04-22 22:06:12 +0200

25 Unterschriften erreicht

2018-04-21 07:22:46 +0200

10 Unterschriften erreicht