An: den Bundesverkehrsminister Herrn Alexander Dobrindt

Stoppt die Küstenautobahn A 20!

Stoppt die Küstenautobahn A 20!

Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt,

stoppen Sie die Planungen für den Bau der Küstenautobahn A 20 und streichen Sie dieses Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan!

Warum ist das wichtig?

Die geplante Küstenautobahn A 20 soll auf einer Länge von 120 km von Westerstede bis nach Drochtersen (Elbquerung) führen. Die Trasse würde einzigartige, intakte, bisher noch verkehrsarme Landschaften für immer vernichten. Sie verläuft mitten durch Moorgebiete, europäische Schutzgebiete und Streusiedlungen. Sie verbraucht rund 3.500 Hektar Fläche. Sie bedroht Existenzen. Sie trennt, versiegelt und zerstört wertvolle Landschafts – und Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie verschlingt mindestens 3 Milliarden Euro Steuergelder. Und sie hat keinen Nutzen!

Neue Autobahnen schwächen den ländlichen Raum und führen zum Abbau regionaler Arbeitsplätze. Ein gutes Beispiel für derartig fatale Folgen ist die A 20 in Mecklenburg-Vorpommern.
Auch für Europa ist die A 20 nutzlos: Die großen Transitströme queren Deutschland nicht etwa in Küstennähe, sondern viel weiter südlich. Für die vielzitierte Hinterlandanbindung der Seehäfen verläuft die A 20 in die falsche Richtung: Über 75 % der Warenströme aus den Seehäfen fließen nach Süden bzw. Südosten. Die A 20 aber verläuft von Westen nach Osten.

Der ökologische Schaden und die Einbuße an Lebensqualität durch die A 20 wären immens:
Die Trasse zerstört Biotope und Schutzgebiete. Sie widerspricht den Grundsätzen des Klima- und des Artenschutzes. Sie bedroht die Lebensgrundlage von uns allen. Mehr als die Hälfte der Trasse verläuft durch Moor- und Marschlandschaften sowie durch sensible Waldgebiete.
Die Trasse verschlingt riesige Flächen: Nach Angaben der Bundesregierung hat sie hat einen Flächenbedarf von 3.448 Hektar. Das entspricht 60 landwirtschaftlichen Betrieben von durchschnittlicher Größe.
In den betroffenen Regionen sinkt die Lebensqualität drastisch. Die Autobahn bringt Lärm- und Schadstoffemissionen dorthin, wo bisher noch Stille und klare Luft zum Atmen zu finden sind. Das betrifft nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Vielzahl erholungssuchender Touristen.
Die A 20 ist eine Bedrohung der wertvollen und einmaligen Lebensräume im Nordwesten Deutschlands.

Am 16. März 2016 hat Bundesverkehrsminister Dobrindt den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) vorgelegt. Danach begann die Öffentlichkeitsbeteiligung. Bis zum 2. Mai 2016 konnte jede Bürgerin und jeder Bürger Stellung dazu nehmen. Auch der Koordinationskreis der Bürgerinitiativen gegen die A20 hat eine ausführliche Stellungnahme eingereicht. Auf Grundlage der ausgewerteten Einwendungen soll der BVWP dann noch einmal überarbeitet werden, bevor er dem Bundeskabinett zum Beschluss vorgelegt wird. Machen wir dem Verkehrsminister und den Kabinettsmitgliedern jetzt deutlich, dass wir das ökonomisch und ökologisch sinnlose Groß-Projekt A20 verhindern wollen! Wir wollen dieses unsinnige Projekt nicht mit unseren Steuergeldern finanzieren!

Unterschreiben Sie hier gegen die A 20! Verbreiten Sie die Aktion in ihrem Bekanntenkreis, bei ihren Freunden, in ihrer Region! Bevor das Kabinett über den BVWP beschliesst (Datum steht noch nicht fest), wollen wir die Unterschriften an den Verkehrsminister überreichen.

Mehr zum Thema erfahren Sie auf: www.a22-nie.de und
http://www.kompendium-a20.de/


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Vollkommen unnötiges Milliardengrab,Politiker-Denkmal. Planungskosten schon Verschwendung 1.Klasse
  • Wann hört dieser Wahnsinn auf, immer mehr Umgehungsstraßen von Umgehungen etc. zu bauen? Wir müssen uns darauf besinnen, der Natur wieder mehr Stellenwert zu geben!! Es bedarf Mut, Respekt und Verantwortung!
  • Wann hört dieser Verkehrsterror endlich auf?! Wir wollen Naturschutz und vernünftige Mobilität und nicht diesen Wahnsinn! Weg mit diesem undemokratischen, verantwortungslosen Minister!!!!!!!!!!!!!