An: an die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert, den Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen Thomas Schmidt, den Landtag Sachsen-Anhalt und den sächsischen Landtag

Keine neue Giftmülldeponie - Keine Müll-Importe nach Deutschland!

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert, Sehr geehrter Herr Thomas Schmidt, Sehr geehrte Damen und Herren des Landtages Sachsen-Anhalt, Sehr geehrte Damen und Herren des sächsischen Landtages,

stoppen Sie unbedingt die Errichtung einer zusätzlichen Gefahrenstoffdeponie für Asbest und giftige Schlacken im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt direkt an der Landesgrenze zu Sachsen. Die Menschen in den nächsten Orten wohnen nicht einmal 2 km entfernt von der geplanten Deponie und die nächsten Orte in Hauptwindrichtung liegen nur ca. 3 km entfernt in Sachsen.

Warum ist das wichtig?

Die geplante Deponie ist
1. Unnötig
In 20 km Entfernung ist bereits eine große Mülldeponie (Cröbern) der Klasse 2/3 in Betrieb. In dieser Deponie können alle geforderten Reststoffe entsorgt werden. Ausreichende Kapazität ist hier noch vorhanden. Die Deponie in Profen würde ausschließlich wirtschaftlichen Interessen der Mibrag mbH und Partner dienen, welche aufgrund mangelnder Zukunftsperspektiven der Kohle auf alternative Geschäftsfelder wie Mülltourismus umschwenken wollen.

2. Gefährlich
Eine Gründung auf Aufschüttung an einem Seeufer sollte seit der Rutschung Nachterstedt (bei der leider Menschenleben zu beklagen waren) indiskutabel sein. Die Gefahr der Kontamination des gesamten Bodens, Trinkwassers und Grundwassers und damit der gesamten geplanten Seenlandschaft besteht.

3. Umweltschädlich
Die Deponie ist ein erheblicher Eingriff in die Natur. Sie wird eine Fläche von ca. 75ha umfassen. Dabei zerstört sie u.a. 11ha Wald und mehrere Hektar geschützten Trockenrasen. Sie tötet oder vertreibt geschützte Tiere und Pflanzen und vernichtet deren Lebensraum und das unmittelbar an einem benachbarten europäischen Fauna- Florahabitat.
Der zusätzliche Verkehr von LKWs erhöht die schon stark belastete Braunkohle-Region zusätzlich mit Feinstaub, Lärm und Dreck. Die Deponie verschwendet bis zu 86 Kubikmeter Grundwasser täglich, welches dann kontaminiert und verloren ist.

4. Gesundheitsschädlich
Herr Dr. V. Sperling aus Markranstädt bestätigte uns, dass mit einem erheblichen Anstieg bei Krankheiten wie Lungenkrebs. Bronchitis, Neurodermitis, Verdauungskrankheiten und vielen weiteren Problemen bei den Anwohnern der angrenzenden Ortschaften zu rechnen ist.

5. Eine ökologische und politische Katastrophe
Die MUEG, die Betreiberin der Deponie, ist eine Tochter der Mibrag und Remondis. Das sind z. T. ausländische Investoren mit verschachtelten, schwer durchschaubaren Unternehmensstrukturen, welche ausschließlich auf Profitmaximierung aus sind (Raubtierkapitalismus - s. Greenpeace).
Die Deponie dient allein wirtschaftlichen Interessen. Die Gefahr des Giftmüll-Imports aus anderen Ländern ist enorm. Sie zerstören unser Land auf lange Sicht und hinterlassen für die Kinder der Region eine ökologische Katastrophe.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Für viel Steuergeld wurden im Osten sog. Altlasten aus der Zeit seit 1945 beseitigt. Es muss verhindert werden, dass wir nun die Fehler der Vergangenheit wiederholen und neue Problemdeponien schaffen, die später wieder aufwändig saniert werden müssen. Das darf ein von den GRÜNEN geführtes Ministerium nicht zulassen.
  • Ich bin entsetzten.
  • Meine Verwandten in der Nähe leben und es mit den Mühldeponien in Sachsen-Anhalt schon lange eine unsaubere Geschichte ist.

Neuigkeiten

2017-06-29 00:22:54 +0200

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2017-06-28 16:13:35 +0200

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2017-05-12 22:22:52 +0200

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2017-05-10 20:56:39 +0200

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2017-05-01 18:12:53 +0200

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