An: Bundeskanzlerin Angela Merkel

Keine neuen Atomkraftwerke in der EU! (BEENDET)

Keine neuen Atomkraftwerke in der EU! (BEENDET)

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, bitte wirken Sie politisch auf benachbarte EU-Staaten wie Polen, die Slowakei, Tschechien oder Ungarn ein, um dort geplante Atomkraftwerke zu verhindern. Überzeugen Sie Ihre Regierungskollegen in diesen Ländern von den erneuerbaren Alternativen zur riskanten und teuren Atomkraft. Verteidigen Sie die Energiewende und den Atomausstieg auf europäischer Ebene - und lassen Sie nicht zu, dass in direkter Nähe zu Deutschland gefährliche AKW entstehen.

Warum ist das wichtig?

In der EU droht eine Wiederkehr der Atomkraft: Zahlreiche Staaten planen den Bau von AKW in den nächsten Jahren. Diese Vorhaben treffen offenbar bei Teilen der EU-Kommission auf Wohlwollen. Wie Medien in den vergangenen Wochen berichteten, hat die Kommission in einem Strategiepapier vorgeschlagen, die Rahmenbedingungen für AKW-Investitionen im Sinne der Atomlobby zu verbessern und die Kooperation von EU-Staaten im Atombereich zu stärken. Zudem soll die Entwicklung so genannter Mini-Reaktoren vorangetrieben werden.

Wenn sich diese Pläne durchsetzen sollten, begibt sich Europa auf einen ebenso gefährlichen wie teuren Irrweg. Denn für alte wie für neue Reaktoren gilt: Die Risiken eines Atomunfalls sind nicht beherrschbar - auch nicht über Ländergrenzen hinweg. Zudem gibt es keine sichere Endlagerung von strahlendem Atommüll. Für die Kosten der Entsorgung sollen auch künftig die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gerade stehen.

Hinzu kommt: Weil AKW-Projekte schon jetzt unwirtschaftlich sind, wollen einige Staaten ihren Bau und Betrieb mit hohen Milliardensummen subventionieren. Das aber verzerrt den Wettbewerb zu Lasten sauberer Erzeugungsarten. Weil die Energiemärkte der EU-Mitgliedsländer sich immer stärker vernetzen, kann diese Verzerrung zugunsten der Atomindustrie am Ende auch die ökologische Energiewende in Deutschland beschädigen.

Studien zum AKW Hinkley Point C in Großbritannien oder zu Paks II in Ungarn zeigen außerdem: Aufgrund von Mehrbelastungen für das deutsche EEG-System würden auch die Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge zahlen, weil in anderen EU-Staaten hochsubventionierte Atomkraftwerke entstehen.

Der Atomkurs einiger Mitgliedsstaaten droht die EU energiepolitisch zu spalten und kann die Energiewende beschädigen. Die Zeit drängt: Die Bundesregierung muss sich angesichts immer neuer Störfälle, Unregelmäßigkeiten und Terrorrisiken bei europäischen Atomkraftwerken endlich konsequent dafür einzusetzen, dass EU-Staaten um Deutschland herum ihren Atomkurs überdenken. Deutschland muss verhindern, dass die EU ein Regelwerk schafft, das die unwirtschaftliche und gefährliche Atomtechnologie begünstigt.Die Bundesregierung sollte das Thema deshalb auf die Agenda des Europäischen Rates setzen und die betreffenden Staaten vom Atomausstieg und erneuerbaren Alternativen überzeugen. Zudem schließen wir uns der politischen Forderung nach einem europäischen Atomgipfel an, auf dem die Staats- und Regierungschefs der EU auch über den geplanten Neubau von Atomkraftwerken und über erneuerbare Alternativen diskutieren.

Handeln Sie jetzt! Zeigen Sie Flagge gegen den Bau neuer europäischer Atomkraftwerke - und für eine saubere und sichere Energiezukunft in der EU.

Mehr zum Thema erfahren Sie unter www.no-point.de

Wie die Unterschriften übergeben werden

Die Petition soll noch vor der bevorstehenden parlamentarischen Sommerpause im Juli persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben werden.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Wie sicher Atomkraft ist, haben Tschernobyl und Fukushima gezeigt.
  • Weil ich für Fortschritt und nicht für Rückschritt bin!
  • Die Energiewende soll vorangetrieben werden, nicht sabotiert!

Neuigkeiten

2016-04-28 20:38:27 +0200

50,000 Unterschriften erreicht

2016-04-27 10:52:16 +0200

"30 JAHRE NACH TSCHERNOBYL DROHT EINE WIEDERKEHR DER ATOMKRAFT"
Interview mit Sönke Tangermann: http://blog.greenpeace-energy.de/themen/hinkley-point-c/interview-30-jahre-nach-tschernobyl-droht-eine-wiederkehr-der-atomkraft-in-europa/

2016-04-20 13:41:31 +0200

ANHÖRUNG IN BRÜSSEL
Kritik an Atomprojekten wirkt: Greenpeace Energy von EU-Kommission zur Anhörung eingeladen. Dabei ging es um das geplante AKW Paks II in Ungarn. Mehr Infos: http://www.no-point.de/1254-2/

2016-03-22 21:41:08 +0100

ANTI-ATOMKRAFT-DEMO BERLIN 19. MÄR 2016
Flagge zeigen gegen neue AKWs in Berlin
http://blog.greenpeace-energy.de/themen/hinkley-point-c/fotostrecke-anti-atomkraft-demo-in-berlin-2/

2016-03-22 21:38:23 +0100

ENERGIE-KONFERENZ 17. MÄR 2016
Gabriel: Atomkraft ist zu teuer, Erneuerbare schaffen zehn mal mehr Arbeitsplätze
http://blog.greenpeace-energy.de/themen/energiepolitik/gabriel-atomkraft-ist-teuer-und-schafft-weniger-arbeitsplaetze-als-erneuerbare/

2016-03-11 14:29:39 +0100

EMNID-UMFRAGE 10.MÄR 2016
68 Prozent der Deutschen fordern: Regierung soll sich für europäischen Atomausstieg einsetzen
https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/68-prozent-der-deutschen-fordern-regierung-soll-sich-fuer-europaeischen