An: Stefan Wenzel, Umweltminister Niedersachsen; Siegfrid Popp,NLWKN

Keine Verklappung von Baggergut im Weltnaturerbe Wattenmeer

Keine Verklappung von Baggergut im Weltnaturerbe Wattenmeer

Sehr geehrter Herr Umweltminister Stefan Wenzel (MU Niedersachsen),

sehr geehrter Herr Siegfried Popp (NLWKN Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz)

Die Niederlande plant die Vertiefung der Außenems unmittelbar vor der deutschen Küste an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland. Das Baggergut soll unter anderem in sensiblen Naturschutzzonen im Weltnaturerbe und Nationalpark Wattenmeer verklappt werden, in unmittelbarer Nähe der Urlaubsziele an der deutschen Küste sowie den ostfriesischen Inseln. Das Verklappen von Baggergut in sensiblen Zonen wird zu einer irreversiblen Schädigung dieses einzigartigen Gebietes führen.
Wir fordern vom niedersächsischen Umweltministerium als obersten Dienstherrn des NLWKN diese Eingriffe zu untersagen.
Stoppen Sie das Vorhaben der Niederlande und genehmigen Sie keine Verklappung von Baggergut in diesen Gebieten!

Warum ist das wichtig?

Durch die Küstennahe Verklappung des Baggergutes wird die Trübung des Wassers zunehmen und die Strände der deutschen Nordseeinseln – allen voran Borkum – verlieren ihren einmaligen Charakter. Eine weitere Verschlechterung der Wasserqualität gefährdet Wirtschaftszweige wie Tourismus und Fischerei. Die Belastung des gesamten Öko-Systems ist schon heute grenzwertig. In dem Lebensraum Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer sind solche Maßnahmen zu unterlassen.

Aktuelle Situation:
Die Ems-Mündung vor der Deutsch/Niederländischen Küste ist bereits jetzt durch zahlreiche Eingriffe erheblich geschädigt. In laufenden Verfahren muss der EU berichtet werden, wie die Länder eine Verbesserung der Situation herbeiführen wollen. Eine weitere Vertiefung gefährdet die Küstenregion und wird wie alle vorangegangenen Eingriffe die Situation in der Emsmündung und auch im Flusslauf verschlechtern.

Hintergründe:
Um das neue 1,6 Gigawatt RWE Kohlekraftwerk in Eemshaven (NL) mit großen Schiffen beliefern zu können, möchte die Niederlande die Außenems vertiefen und das Baggergut auf deutscher Seite im Weltnaturerbe Wattenmeer unter anderem in ausgewiesenen Schutzzonen verklappen. Kohlelieferanten sind zum Beispiel Brasilien, Kolumbien und Südafrika. Für die Betreiber des Kohlekraftwerkes ist es das Ziel, mit größtmöglichen Schiffen einen wirtschaftlichen Betrieb des Kraftwerkes zu erreichen. Belange der Umwelt und einer lebenswürdigen Zukunft spielen in diesen Betrachtungen keine Rolle. Weil der Weg auf die offene See zu weit und damit den Betreibern auch zu teuer ist, soll das Baggergut in den Naturschutzräumen verklappt werden. Die letzten Berufsfischer der ostfriesischen Küste und die Strände der unmittelbar an das Gebiet grenzenden Insel Borkum sind ebenso gefährdet wie viele Arten dieses einzigartigen Lebensraumes.

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Schützen Sie bitte das Weltnaturerbe. Energiekonzerne haben viel Geld, die können ihren Müll auch weit weg verklappen. Man sieht es doch an dem Atomdeal, die Konzerne habe die Gewinne eingefahren, die Kosten für die mittelfristige und langfristige Lagerung des Atommülls haben sie dem Steuerzahler aufgebürdet.
  • Wir haben keine zweite Erde im Kofferraum, die wir herausholen könnten wenn diese hier komplett kaputt ist. Wir alle sind nur Gäste auf diesem Planeten und die Wirtschaft tut wirklich so als würde ihr die Erde gehören.
  • Das ist 'ne doppelte Schweinerei: 1. Einfach den Meeresboden umschaufeln. - Keiner weiß dabei, was da unten auf dem Grund lebendig begraben wird. 2. Diese Schäden auch noch zu Gunsten dieser überholten Energiegewinnung anzurichten, ist mir unbegreiflich! Und das von den NL! Gerade sie sollten zuerst die fossilen Energieträger hinter sich lassen wollen. Sie sind doch mit die Ersten, die durch die "Rache der Natur" hinweggespült werden. Ach, wenn wir doch vernunftbegabte Wesen wären!

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2016-04-28 17:21:45 +0200

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