An: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Kennzeichnung von Uran in mineralischem Phosphatdünger

Kennzeichnung von Uran in mineralischem Phosphatdünger

Sehr geehrte Frau Dr. Barbara Hendricks,

wir fordern eine Kennzeichnungspflicht für das Inverkehrbringen mineralischer Phosphatdünger mit Urananteil. Das deutsche Düngerecht beinhaltet bereits eine Kennzeichnungspflicht verbunden mit einer indirekten Begrenzung für das Schwermetall Cadmium, jedoch nicht für Uran.

Denken Sie an unsere und die Zukunft unsere Kinder. Bereits jetzt sind tausende Tonnen Uran in deutschen Äckern versunken und befinden sich auf dem Weg in unser Trinkwasser. Nur mit einer klaren Kennzeichnung können wir diesem Problem entgegenarbeiten!

Warum ist das wichtig?

Uran im Trinkwasser ist für alle Lebewesen schädlich. Besonders betroffen sind aber unsere kleinsten Mitmenschen - die Kinder. Studien zeigen immer wieder, dass diese Uran viel besser aufnehmen, als wir Erwachsene. Die Aufnahme ist sogar drei bis sechs Mal so hoch!

Zudem liegen schon derzeit einige Regionen über den derzeit erlaubten Grenzwerten für Uran im Trinkwasser. Die Lösung, das verunreinigte Wasser mit sauberem Wasser zu strecken, funktioniert nicht ewig. Und das Filteranlagen deutscher Wasserversorger pünktlich zum Atomausstieg anfangen, radioaktiven Müll zu produzieren, kann auch kein vertretbarer Weg sein.

Deswegen benötigt Deutschland als ersten Schritt eine klare Kennzeichnung über die Menge an Uran in mineralischem Phosphatdünger.

(Foto: Amazone GmbH & Co. KG)