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Hartz4: Ablehnen schlecht bezahlter Jobs darf nicht bestraft werden!

Hartz4: Ablehnen schlecht bezahlter Jobs darf nicht bestraft werden!

Sanktionen müssen gestoppt werden, wenn Arbeitslose einen Job im Jobcenter ablehnen, die meistens unterbezahlt sind.

Warum ist das wichtig?

Die Lobbys der Großkonzerne, die von Sanktionierung profitieren haben maßgeblich dafür gesorgt, dass die SPD damals mit der Agenda 2010 die Hartz-Gesetze eingeführt hat. Ab da an bis jetzt wird im Jobcenter sofort sanktioniert, wenn ein Job abgelehnt wird, auch wenn dort unmenschliche Löhne gezahlt werden. Dies geschieht zum Nachteil der ganzen Gesellschaft und ehrlichen Unternehmern, die anständige Löhne zahlen möchten.

Die Zahl der Empfänger, die erwerbstätig und von Arbeitslosengeld 2 (Hartz Vier) abhängig sind, ist 2007 von 23,1% bis zum Oktober 2012 um 30,4 % gestiegen. Mehr als die Hälfte (57,7 %, Daten aus 2011) von den Aufstockern arbeiten Vollzeit. Das heißt, dass die Allgemeinheit Löhne subventioniert. Die Pflicht, eine Arbeit im Jobcenter anzunehmen (§31SGB 2), wo so wenig Geld bezahlt wird, dass es nicht zum Leben reicht, hat viele reguläre Beschäftigungsverhältnisse mit soliden Löhnen zerstört.

Viele Unternehmen nutzen Hartz-Vier um Löhne zu senken, weil sie sich auf den Steuerzahler verlassen können, der dann einspringt. Durch diese Dumpinglöhne wird der Wettbewerb zu Lasten fair zahlender Unternehmer verzerrt. 11 Milliarden Euro gingen im Jahr 2009 als Aufstockung an bedürftige Arbeiter (Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung). Im Juni 2012 waren 1,32 Millionen Menschen auf die zusätzliche Aufstockung angewiesen. Bei diesen Menschen wird die Rente im Alter auch nicht reichen, sodass der Steuerzahler dann doppelt belastet ist, denn diese Arbeitnehmer werden später auch auf Sozialhilfe angewiesen sein.

Der Mindestlohn ändert leider sehr wenig an der Zahl der Austocker, dass heißt, dass die Gesellschaft in Zukunft auch noch mit Steuern Löhne bezahlen wird, die normalerweise das Unternehmen bezahlen sollte.

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