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An: Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin; Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin

Mehr (Corona-)Sicherheitsabstand dank autofreier Straßen in Berlin

Mehr (Corona-)Sicherheitsabstand dank autofreier Straßen in Berlin

Einerseits reduzieren wir unsere sozialen Kontakte, bleiben zuhause und versuchen zu anderen auf Distanz zu bleiben. Andererseits müssen wir notwendige Wege zum Einkaufen, zur Arbeit oder zur Versorgung von Menschen in Quarantäne zurücklegen. Wir müssen uns weiterhin manchmal draußen bewegen, Sport machen und (allein oder zu zweit) spazieren gehen, damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt. Doch auf engen Bürgersteigen ist es nahezu unmöglich, den Sicherheitsabstand von 2 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Während sich aber Menschen auf den Bürgersteigen drängen, sind die Autostraßen deutlich leerer.

Daher fordern wir, den öffentlichen Raum für uns Stadtbewohner*innen zu erweitern. Wir wollen, dass einige Hauptstraßen in Berlin autofrei werden, damit wir als Anwohner*innen uns ohne Ansteckungsgefahr draußen bewegen können.

Warum ist das wichtig?

Ich wohne in einem dicht besiedelten Gebiet Berlins. Wenn ich derzeit noch für notwendige Besorgungen aus dem Haus gehe, komme ich unausweichlich ständig anderen in die Quere. Um unsere körperliche und psychische Gesundheit in Zeiten von Kontaktverboten zu schützen, müssen wir jedoch ab und zu unser Haus verlassen und uns draußen bewegen. Um dabei das Ansteckungs- und Verbreitungsrisiko mit dem Coronavirus zu reduzieren, brauchen wir mehr Platz im öffentliche Raum.

Auf vielen Straßen fahren derzeit viel weniger Autos als sonst und es wäre möglich einige größere Straßen ohne große Einschränkungen für den Autoverkehr zu sperren. In New York, Philadelphia und Bogotá passiert das schon teilweise[1]. Dort wurden jetzt schon einige Straßen für Autos gesperrt und für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen geöffnet. Und auch in Berlin scheint es möglich: In Kreuzberg wurde kurzfristig mehr Platz für Fahrräder geschaffen[2] . Die breiteren Wege verhindern, dass Fahrradfahrer*innen gezwungen sind, auf die ohnehin schon vollen Gehwege auszuweichen.

In der Coronakrise liegt auch die Chance, unser Zusammenleben in der Stadt neu zu gestalten. Wir wollen mehr öffentlichen Raum für Menschen statt für Autos!

[1] https://ggwash.org/view/76768/philly-new-york-and-bogota-are-making-more-streets-walk-bike-only-should-dc
[2] https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-radwege-fuer-mehr-abstand-wie-die-coronakrise-den-radverkehr-in-berlin-voranbringt/25682324.html

(Das Bild ist ein Symbolbild. Quelle: https://pixabay.com/de/photos/beine-stra%C3%9Fe-allein-herausforderung-1031653/)


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Corona ist in Gegenden mit hoher Luftbelastung besonders stark verbreitet. Gute Luft und Bewegung im Freien scheint hilfreich zu sein. Das Tourismusverbot an der Küste schadet der Situation. Gute Seeluft wäre hilfreich.
  • Ich bin Automechaniker und Autist. Seit den Autofreien Sonntagen der 70ern sollte klar sein , dass der Individualverkehr keine Zukunft hat. Als Autist brauche ich Sicherheitsabstand sowohl vor Viren als auch vor Reizüberflutung.
  • Freie Bürger fordern Befreieung von den Pampers-Panzern.

Neuigkeiten

2020-03-27 15:51:59 +0100

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2020-03-27 12:20:40 +0100

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2020-03-27 11:30:16 +0100

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2020-03-27 11:27:08 +0100

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2020-03-27 10:11:02 +0100

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