An: den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Staatssekretärin Erika Huxhold

NEIN!!! zu Schulen ohne Schulsozialarbeit in Lüneburg und Niedersachsen

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Wir fordern die vollumfängliche Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit.
An jeder Schule, gleich welcher Schulform, muss Schulsozialarbeit fester und unbefristeter Bestandteil des Schulalltags werden.

Warum ist das wichtig?

Nachdem die Bundesfinanzierung der Schulsozialarbeit Ende 2015 ausgelaufen ist, wurden teilweise Zwischenfinanzierungen unterschiedlicher Laufzeit auf kommunaler Ebene initiiert, viele Stellen mussten aber ersatzlos gestrichen werden.

Das Kultusministerium in Hannover steht im Versprechen, noch diesen Sommer ein tragfähiges Konzept zur Finanzierung der Schulsozialarbeit aus Landesmitteln vorzulegen; bei Rückfragen wird lediglich auf laufende Verhandlungen mit Städten und Gemeinden hingewiesen. Die Landesregierung hat als erste Aktion 100 Stellen für Sozialarbeiter an Schulen ausgeschrieben, begründet werden diese allerdings durch die notwendige Integration von Flüchtlingskindern. Und wieder sind auch diese Stellen nur befristet für 2 Jahre, längstens bis zum 31.07.2018.

Wir fordern die Landesregierung von Niedersachsen - im Besonderen den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Staatssekretärin Erika Huxhold - auf, ihre Verantwortung zu übernehmen und die Anstellung von Schulsozialarbeitern an allen Schulen fest zu installieren sowie dauerhaft und zuverlässig zu finanzieren!

Eine andere Initiative beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt ‚Schulsozialarbeit an Grundschulen‘ und ist zu finden unter „Frau Ministerin Heiligenstadt, wir fordern mehr Schulsozialarbeiter insbesondere an Grundschulen!„
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Die Finanzierung der Schulsozialarbeit über das Bildungs- und Teilhabepaket läuft Ende 2015 endgültig aus. Über alle Parteigrenzen hinweg herrscht Einigkeit darüber, wie wichtig, notwendig und unersetzbar Schulsozialarbeit ist. Aber keiner der Verantwortlichen in der Landesregierung und den Kommunen zieht rechtzeitig Konsequenzen daraus und sichert die Finanzierung für die Zukunft.

Dadurch besteht die Gefahr, dass viele eben erst geschaffene Schulsozialarbeitsstellen in Niedersachsen zum Januar 2016 auslaufen und ersatzlos wegfallen. Durch ihre unersetzlichen Hilfestellungen für Kinder, Lehrer und Eltern leistet die Schulsozialarbeit einen erheblichen Anteil, im Schulleben ein verantwortliches Miteinander zu verwirklichen.

An unseren Schulen treten täglich Probleme auf, denen Schulsozialarbeit präventiv entgegenwirkt. Sie fördert Empathiefähigkeit und gewaltfreie Kommunikation, hilft benachteiligten Kindern, kann bei Konflikten in Schule und Elternhaus vermitteln und führt so auch zu mehr Chancengleichheit an unseren Schulen. Die SchulsozialarbeiterInnen unterstützen Lehrer und Eltern mit ihrer sozialpädagogischen Fach- und Beratungskompetenz und sind vor Ort eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule, Familien und Behörden.

Mit der Inklusion und der Integration von Flüchtlingskindern steigt der Bedarf an Schulsozialarbeit noch weiter.

Der Wegfall der Schulsozialarbeit bedeutet einen Rückschritt auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Um auch die Einschulung und die ersten Schulwochen aktiv zu nutzen, wird die Online-Petition noch bis zum 17.08.2016 weiterlaufen.
Unsere Abgabe in Hannover wird dann am 17. oder 19.08.2016 direkt in Hannover stattfinden. Dort haben wir die Möglichkeit diese im Zuge der Plenarsitzungen persönlich an die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zu übergeben!


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich habe unterzeichnet, weil ich den Einsatz von SchulsozialarbeiterInnen an allen Schulformen - auch an verlässlichen Grundschulen - als wertvolle Unterstützung für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern ansehe. Katharina B.
  • Danke, liebe Eltern, für diese wertvolle Unterstützung mit dieser Petition und für ein JA zur Schulsozialarbeit! Danke für den Einsatz für einen Ausbau und bessere Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit in Niedersachsen! Schulsozialarbeit benötigt endlich eine gesetzliche Verankerung! Meike Grams
  • Ich unterzeichne weil ich die Schulsozialarbeit so wichtig ist. Wichtig damit wir nicht später durch einen "teuren Reperaturbetrieb" finanzieren müssen was zum Beginn der "Laufbahn im gesellschaftlichen Miteinander" versäumt wurde.