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An: Khaltmaagiin Battulga, Staatspräsident der Mongolei sowie Oliver Schnorr, Inhaber der deutschen Firma Eurokhan

Rettet den Kharaganafluss - Kein Wasserkraftwerk am Schwarzen See im Hohen Altai, Mongolei

Rettet den Kharaganafluss - Kein Wasserkraftwerk am Schwarzen See im Hohen Altai, Mongolei

Der Schwarze See und der Kharaganafluss sind seit vielen Generationen die angestammte Heimat von 350 Tuwa-Nomadenfamilien im Hohen Altai-Gebirge, Westmongolei. Sie sind die wichtigsten Trinkwasserquellen für die Nomaden. Darüber hinaus bedeuten sie ihnen spirituelle Heimat, denn der Kharaganafluss, die nahen Berge, aus denen er kommt und der Schwarze See sind ihnen heilig.

Wir fordern, daß die Stimmen der Nomaden berücksichtigt werden, die sich mehrheitlich gegen ein Bauvorhaben ausgesprochen haben. Wir fordern, daß das Menschenrecht der Tuwa auf ihre Heimat und auf ihre nomadische Tradition gewahrt bleibt.

Wir bitten den mongolischen Staatspräsidenten Khaltmaagiin Battulga, die Grundrechte dieser Menschen auf ihre Heimat, auf Wasser und Leben und auf ihr spirituelles Erbe zu schützen und das geplante Bauvorhaben zu verbieten. Wir hoffen, daß er sich schützend vor die nomadische Kultur und vor die weitgehend unberührte Natur des Kharaganatals und des Schwarzen Sees stellt.

Wir fordern den Eurokhan-Firmeninhaber Oliver Schnorr auf, die Ablehnung des Projekts durch die betroffenen Familien zu respektieren und die Baupläne fallenzulassen.

Warum ist das wichtig?

Der Kharaganafluss und der Schwarze See sind überlebenswichtig für die oben genannten 350 Tuwa-Nomadenfamilien. Der Kharaganafluss ist die Lebensader des Kharaganatals. Seit Generationen errichten die Tuwa-Nomaden an diesem Fluss und am Schwarzen See ihre Jurten im Wechsel der Jahreszeiten dort, wo genügend Wasser und Weideland für ihre Tiere vorhanden sind. Sie halten Kamele, Pferde, Yaks, Schafe und Ziegen und leben von Fleisch und von den vielen Milchprodukten, die sie selbst herstellen. Morgens gehen die Frauen an den Fluss und holen dort ihr Trinkwasser. Sie machen Feuer und kochen Tee. Danach werden die Tiere gemolken, die vorher am Fluss getrunken und dort geweidet haben. So ist der gesamte Tagesablauf der Menschen vom Fluss abhängig. Das Wasser ist sauber und kristallklar und kommt aus den nahen Bergen.

Nun soll der Fluss nach Plänen der deutschen Firma Eurokhan unter Leitung von Oliver Schnorr in den fünf Kilometer entfernten Schwarzen See umgeleitet werden. Der Fluss soll ein geplantes Wasserkraftwerk mitspeisen, obwohl langjährige Studien belegen, daß in der Region für ein solches Vorhaben nicht genug Wasser vorhanden ist. Dies wurde über die Köpfe der Tuwa-Nomaden hinweg geplant, ohne sie überhaupt zu fragen, ohne mit ihnen zu sprechen. Als die Pläne bekannt wurden, haben sich alle Einheimischen dagegen ausgesprochen. Bisher wurden sie nicht berücksichtigt. Wer von uns kann sich vorstellen, daß ihm die eigene Heimat, der Wohnort, die Existenzgrundlage ungefragt einfach weggenommen werden soll? Das wäre ein unmögliches und unmenschliches Vorgehen!

Es würde bedeuten, daß die Nomaden kein Wasser zum Leben mehr hätten und kein Wasser mehr für ihre Tiere. Es gäbe dort kein Weideland mehr. "Die Nomaden würden zu ökologischen Flüchtlingen. Das hiesse Entwurzelung und tiefste Armut", so Galtai Galsan, Sohn des Stammesoberhaupts, Heilers und Schriftstellers Galsan Tschinag.

Mit Freunden von der Galsan Tschinag Stiftung und vom Förderverein Mongolei e.V. habe ich die Nomaden im Kharaganatal mehrmals besucht. Wir sind beeindruckt von ihrer nachhaltigen Lebensweise in großer Abhängigkeit und Ehrfurcht vor der Natur. Das Tal, der Fluss und der Schwarze See sind ihnen heilig und spenden ihnen Wasser und Nahrung.

Wir unterstützen die Tuwa-Nomaden, weil wir ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft selbst erlebt haben. Wir möchten dazu beitragen, dass sie ihre nomadische Kultur in Verbindung mit der Natur bewahren können.
Helfen Sie deshalb bitte mit und unterzeichnen Sie ebenfalls diese Petition!

Wie die Unterschriften übergeben werden

Wir übergeben diese Petition Galsan Tschinag, Stammesoberhaupt der Tuwa-Nomaden und seinem Sohn Galtai Galsan. Beide hatten bereits ein Treffen mit dem mongolischen Staatspräsidenten. Weitere Treffen sind geplant. Dabei kann die Petition überreicht werden, um dem Staatspräsidenten zu verdeutlichen, daß auch im Ausland die Kultur der Tuwa-Nomaden und die Natur der Mongolei sehr geschätzt werden. An Oliver Schnorr, Inhaber von Eurokhan, soll die Petition per E-Mail übergeben werden.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Der Altai ist die Wiege der Menschheit und muss in seiner Schönheit erhalten bleiben

Neuigkeiten

2019-07-10 21:57:50 +0200

500 Unterschriften erreicht

2019-06-21 20:03:37 +0200

100 Unterschriften erreicht

2019-06-20 11:23:53 +0200

50 Unterschriften erreicht

2019-06-19 10:19:52 +0200

25 Unterschriften erreicht

2019-06-18 19:44:47 +0200

10 Unterschriften erreicht