An: Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Rettungsgasse - Weg frei für mehr Respekt!

Rettungsgasse - Weg frei für mehr Respekt!

Rettungsgassen sind für die schnellstmögliche Hilfe unbedingt erforderlich. Oft werden diese nicht gebildet, auch mussten schon Einsatzkräfte hunderte Meter zu Fuß gehen und wurden angepöbelt. Das geht definitiv zu weit!

20 Euro Strafe sind viel zu wenig. Angemessene Konsequenzen mit abschreckender Wirkung sind nötig!

Keine Rettungsgasse gebildet, obwohl räumlich möglich, oder diese unberechtigt genutzt bzw. Einsatzfahrzeuge an der Durchfahrt gehindert - das lässt sich vergleichen mit Vorfahrtsverstoß und roter Ampel, denn in beiden Fällen ist die Straße für andere Verkehrsteilnehmer freizuhalten
= angemessenere Geldstrafen, Punkte, Fahrverbote!

Dabei darf Prävention nicht nur aus Strafandrohung bestehen, auch Informationsmaßnahmen sind durchzuführen.

Warum ist das wichtig?

In meiner ehrenamtlichen Zeit im Rettungsdienst habe ich mehrfach erlebt, wie wichtig schnelle Hilfe ist, um bestmögliche Überlebenschancen und Genesung zu ermöglichen. Jeder wünscht sich in einer Notlage, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste schnell eintreffen.

Die Straßenverkehrsordnung regelt daher die Rettungsgasse bereits bei Schrittgeschwindigkeit: Auf der linken Spur weichen alle nach links aus, alle anderen Spuren nach rechts. Das muss funktionieren, sonst kann die für Verletzte ohnehin entscheidende Zeit noch knapper werden!

So wurden am 15. März 2017 die Einsatzkräfte auf dem Weg zu einem fünf Meter tief auf einen gesperrten Fahrbahnabschnitt der A5 bei Weiterstadt gestürzten Gerüstbauer aufgehalten. Für 2 Kilometer im Stau benötigten sie über 20 Minuten und mussten die letzten 800 Meter mit der Ausrüstung zu Fuß zur Einsatzstelle gehen [1]. Dabei wurden die Feuerwehrleute "teilweise verspottet und bepöbelt" [2].

Die aktuellen Bußgelder wirken unter solchen Bedingungen vermutlich wie ein Schlag ins Gesicht der Einsatzkräfte.

Neben höheren Strafen ist es wichtig, breit zu informieren. Eine Anpassung wird voraussichtlich große Medienwirksamkeit erzeugen. Zudem sollte z.B. durch Radiodurchsagen, an digitalen Schilderbrücken und mit Bannern an Brücken [3] erinnert werden, wie eine Rettungsgasse gebildet wird.

Sehr geehrter Herr Minister, ich bitte Sie, meine Vorschläge zu prüfen, dieses wichtige Thema aufzugreifen und die schnelle Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen sowie gesetzlichen Anpassungen auch zu Ihrer Herzensangelegenheit zu machen.

Viele Grüße
Timo-Manuel Junge

Quellen:
[1] http://hessenschau.de/panorama/feuerwehr-zeigt-30-rettungsgasse-blockierer-an,rettungsgasse-autobahn-102.html
[2] http://hessenschau.de/panorama/nur-mini-bussgelder-fuer-rettungsgassen-blockierer,rettungsgasse-a5-bussgeld-100.html
[3] https://innen.hessen.de/presse/pressemitteilung/jeder-kann-helfer-bei-ihrem-wichtigen-job-unterstuetzen

PS: Das Foto zur Petition wurde bei einer Übung aufgenommen.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Sofern ausreichende Unterstützung meiner Petition besteht, würde ich gerne möglichst viele Unterschriften an den Minister übergeben.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil jeder einmal in die Lage kommen kann.
  • Weil ich als ehemaliger Zivilschützer weis, was eine Verzögerung der Rettungsmaßnahmen bedeutet. Die Einsatzfahrzeuge sollten alle mit Videokameras ausgerüstet werden und JEDER Verstoß ohne Nachsicht mit 1000 € Geldbuße UND einem Monat Fahrverbot bestraft werden. Weiter sollte das KFZ als Tatwerkzeug eingezogen werden. Leider wird sich nur dann was ändern, wenn es weh tut.
  • weil es leider nicht anders geht den Autofahrer wachzurütteln.

Neuigkeiten

2017-07-11 18:44:04 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2017-04-11 13:10:56 +0200

100 Unterschriften erreicht

2017-04-02 09:20:59 +0200

50 Unterschriften erreicht

2017-03-28 12:25:54 +0200

10 Unterschriften erreicht