An: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

“Russisch-Roulette“ bei der Medikamenten- Behandlung stoppen! > 50.000 Tote/Jahr in Deutschland!

“Russisch-Roulette“ bei der Medikamenten- Behandlung stoppen!  > 50.000 Tote/Jahr in Deutschland!

Sehr geehrter Herr Minister Gröhe,

Seit dem 1.7.2016 ist es plötzlich keine Kassenleistung mehr, wenn vor riskanten Medikamentenbehandlungen im Labor getestet wird, ob der Patient ein Medikament vertragen kann oder ob durch unerwünschte Nebenwirkungen eine Verschlechterung seines Zustands oder sogar der Tod zu befürchten ist. Nur ein solcher Test kann individuelle Unverträglichkeiten vorher zeigen und damit Tausende von unnötigen Todesfällen pro Jahr verhindern.

Gefährliche Reaktionen gibt es vor allem bei Chemotherapien, Psychopharmaka, Gerinnungshemmern, Schmerzmedikamenten, Cholesterinsenkern, Rheumamitteln u.a.

Der Labortest auf Medikamenten-Unverträglichkeit muss Kassenleistung bleiben!

Herr Minister, Ihr Haus hat die Rechtsaufsicht über den Bewertungsausschuss Ärzte und Krankenkassen, der die Abschaffung dieser Kassenleistung zum 1.7.2016 beschlossen hat.

- Wir fordern Sie und Ihr Ministerium daher auf, von Ihrem Interventionsrecht Gebrauch zu machen und dafür zu sorgen, dass dieser Beschluss umgehend zurückgenommen wird!

- Wir fordern darüber hinaus, dass regelmäßig – als Kassenleistung - vor der Anwendung belastender Medikamente die individuelle Verträglichkeit durch Bluttests analysiert wird!

Warum ist das wichtig?

1. Die Behandlungssicherheit für alle Patienten muss erhöht werden!
Jährlich sterben ca.10 x mehr Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten (16.000-58.000) als im Straßenverkehr (3.400) [1,4]!
Diese Größenordnung wird auch vom Bundessachverständigenrat in seinen Analysen bestätigt [3,5]. Der Bundesachverständigenrat geht zudem von ca. 200.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr wegen Nebenwirkungen von Medikamenten aus [12,13], d.h. die heutigen Medikamente stellen eine erhebliche Bedrohung für Millionen und die Nebenwirkungen zusätzlich einen extremen Kostenfaktor dar. Dies könnten deutlich weniger sein, wenn regelmäßig vor potentiell gefährlichen Medikamentenbehandlungen entsprechende Verträglichkeitstests im Blut durchgeführt würden. Anstatt diese in breitem Umfang für alle verbindlich einzuführen wurden diese jedoch zum 1.7. 16 aus der Kassenerstattung genommen und Menschen damit unnötigen lebensgefährlichen Risiken ausgesetzt.

Schwere Komplikationen treten z.B. bei Chemotherapien in 40 – 60% der Krankheitsfälle auf, wenn nicht vorher getestet wurde, ob der Körper die „chemische Keule“ überhaupt verträgt [20-29]. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bringt die Chemotherapie den Patienten oft schneller um als der Krebs! [17,18].

Das Gleiche gilt beim Einsatz von Psychopharmaka, die nach Meinungen einiger Fachleute die dritthäufigste Todesursache überhaupt darstellen [8,9].
Auch Schmerzmedikamente, Gerinnungshemmer, Rheumamittel und Cholesterinsenker können gravierende Nebenwirkungen bis hin zum Tod haben [10,11,33-37]. Diese individuellen Unverträglichkeiten v o r der Verordnung solcher Medikamente bei den Patienten nicht zu testen, ist daher letztlich eine grobe Fahrlässigkeit, nichts anderes als ein „Russisch-Roulette“ auf Leben und Tod!

Deshalb muss diese vorbeugende Laboruntersuchung weiterhin von den Kassen bezahlt werden!

2. Zweiklassen-Medizin ist ethisch nicht vertretbar, immerhin geht es um Menschenleben!
Eine einmalige Laboruntersuchung zur Abklärung der Risiken einer Medikamententherapie kostet ca. 500-800€, d.h. weniger als auch nur 1 Tag im Krankenhaus. Für Sicherheit in dieser wichtigen Frage ein sehr geringfügiger Einsatz! Für viele Kassen-Patienten ist das aber selbst dieser Betrag eine unerschwingliche Summe! 90 % aller Versicherten sind Kassenpatienten, für die diese lebensrettenden Untersuchungen zum 1.7.2016 von der Kostenübernahme ausgeschlossen wurden. Aus humanitären Gründen und nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung müssen alle Patienten Zugang zu diesen wichtigen Labortests haben – nicht nur die privat Versicherten und die, die es sich leisten können!

3. Die Kassen könnten so auch Milliarden Euros sparen,
denn es ist um ein Vielfaches teurer, die Nebenwirkungen von Medikamenten im Nachhinein zu behandeln, als ihre Verträglichkeit vor der Einnahme für vergleichsweise wenig Geld zu untersuchen! Es wäre eine enorme Kostenersparnis für die Kassen, wenn viele z.T. sehr teure, jedoch oft wirkungslose oder gefährliche Medikamente (wie die Chemotherapie) von vorneherein bei bekannter Unverträglichkeit nicht verordnet würden.
Deshalb sollten diese vergleichsweise niedrigen Laborkosten weiterhin als Kassenleistung für alle zur Verfügung stehen!

Sehr geehrter Herr Minister,
- Sorgen Sie bitte dafür, dass das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit auch bei medizinischen Behandlungen geschützt wird.
- Gewährleisten Sie das Recht jedes Menschen auf Gleichbehandlung bei der Medikamentensicherheit.
- Nutzen Sie die Möglichkeit, erhebliche Kosten im Gesundheitswesen einzusparen.

Alle Belege finden Sie in einem ausführlichen Literaturverzeichnis zur Petition unter www.natuerlichgesundwerdenfueralle.org

Dies ist eine Kampagne von:
Ngwfa: Natuerlich Gesund Werden Für Alle e.V.
Gemeinnütziger unabhängiger Verband für Patientenschutz
www.natuerlichgesundwerdenfueralle.org

Weitere Fragen? Möchten Sie uns unterstützen?
Sie erreichen uns über: patientenorientiert@web.de


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ich habe unterzeichnet,weil ich selber beinahe an Medikamenten gestorben währe.Mußte sehr leiden und mir selber helfen.Das war 2001.gehe seitdem zu keinem Artzt mehr,wel dieses von Ärtzten nicht ernst genommen wird.Ich lebe noch .
  • Letztens ist eine Freundin an einer Chemotherapie gestorben.

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2016-10-19 14:31:08 +0200

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