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An: Den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau, Dieter Salomon, in seiner Funktion als Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber.

Sozial- und Erziehungsdienste aufwerten!

Sozial- und Erziehungsdienste aufwerten!

Sehr geehrter Oberbürgermeister Salomon,

akzeptieren Sie die Forderungen der Gewerkschaften ver.di und GEW in den Tarifverhandlungen der Sozial- und Erziehungsdienste in vollem Umfang!
Argumente wie „kein Geld“ und „Schuldenbremse“ sind vorgeschoben! Wenn für Anderes Geld da ist, dann auch für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst!

Warum ist das wichtig?

Seit dem 25.02.2015 verhandeln die Gewerkschaften ver.di und GEW mit dem Arbeitgeberverband der Kommunen den Tarifvertrag für die kommunal beschäftigten Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und alle übrigen Beschäftigten nach dem Tarifwerk SuE „Sozial- und Erziehungsdienst“ neu. Die wichtigsten Forderungen sind:

- Einkommenserhöhung für alle darin erfassten Berufsgruppen von ca. 10 %

- Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei einem Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber. Damit entsteht bei einem Wechsel kein Einkommensverlust.

- Neue Festlegungen bei Tätigkeitsmerkmalen, die bisher zu Ungerechtigkeiten zwischen einzelnen Berufsgruppen geführt haben

Von einer besseren Bezahlung dieser Berufsgruppen im öffentlichen Dienst würden auch viele Beschäftigte der übrigen sozialen Dienstleistungsbranche profitieren, die sich am SuE-Tarifwerk orientiert z.B. kirchliche Träger und Wohlfahrtsverbände. Davon wären direkt und indirekt über 700.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.

Von einer Aufwertung z. B. im Kita-Bereich oder bei sozialen Fachdiensten profitiert die ganze Gesellschaft, zum Beispiel durch die Förderung frühkindlicher Entwicklung, den Ausgleich von Benachteiligung und die Abwendung von Kindeswohlgefährdung. Eine angemessene Bezahlung würde der steigenden Belastung und den steigenden Anforderungen endlich Rechnung tragen. Die Bezahlung der Sozial- und Erziehungsdienste würde so eher an das Lohnniveau der technischen Berufe herangeführt. Da 94 % in dieser Branche Frauen sind, wäre eine Aufwertung auch ein Beitrag zum Ausgleich der Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern.

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Neuigkeiten

2015-03-24 19:26:03 +0100

25 Unterschriften erreicht

2015-03-01 17:58:43 +0100

10 Unterschriften erreicht