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An: Familienministerin Dr. Franziska Giffey, Landesregierungen

Soziale Arbeit ist unverzichtbar - Ausreichende Finanzierung und gute Arbeitsbedingungen!

Bis zu zwei Millionen Beschäftigte sind in Deutschland in der Sozialen Arbeit tätig – in Kindertagesstätten, in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Unterstützung von Wohnungslosen oder Geflüchteten und in vielen anderen Bereichen. In einer vielfältigen Gesellschaft tragen sie – mehrheitlich Frauen – zum Schutz des Einzelnen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Doch diese unverzichtbare Arbeit ist im Zuge der Corona-Pandemie gefährdet. Dabei wird sie gerade jetzt dringend gebraucht.

In dieser Situation auf Kurzarbeit zu setzen, ist fatal: Gerade jetzt bedarf es des vollen Einsatzes der Kolleginnen und Kollegen in der Sozialen Arbeit – und einer auskömmlichen Finanzierung!

Die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen sowie bei den Trägern der freien Wohlfahrtspflege müssen schnell und unbürokratisch handeln, um eine qualitativ hochwertige Soziale Arbeit abzusichern. Wir fordern von ihnen,

  • dass alle Bereiche der Sozialen Arbeit weiter vollständig durch ihre bisherigen Kostenträger finanziert werden. Wegbrechende Einnahmen, zum Beispiel Elternbeiträge, sind durch den Bund zu ersetzen.
  • die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, durch ausreichend Personal und genug hochwertiges Schutzmaterial wie Mundschutz, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel.
  • mit einer »Krisen-Zulage« das Engagement der Beschäftigten zu honorieren, die in direktem Kontakt mit Menschen arbeiten und einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • eine deutlich bessere Personalausstattung, die es ermöglicht, kontinuierlich und auch in Krisenzeiten fachlich begründet und angemessen zu handeln.
  • die Systemrelevanz der Sozialen Arbeit bei den zurzeit unterbrochenen Tarifverhandlungen für die kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste materiell zu berücksichtigen und Verbesserungen auch bei freien Trägern vollständig umzusetzen.
  • bundesweit geltende, trägerunabhängige Regeln mit ver.di zu vereinbaren, die eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs von Kindertagesstätten, Einrichtungen der Behindertenhilfe und anderer Bereiche sicherstellen.

Warum ist das wichtig?

#wirsindunverzichtbar
Die Maßnahmen gegen die Pandemie verstärken die soziale Isolation von Menschen, führen zu Verunsicherung, verschärfen bestehende und schaffen neue Problemlagen. Diese treffen vor allem Frauen, Kinder, Ältere und Menschen, die unter den Bedingungen von Behinderung, Flucht oder Wohnungslosigkeit leben. In dieser schwierigen Situation brauchen sie verlässliche Beratung, Unterstützung und Begleitung. In Krisen sind sie auf professionelle und schnelle Hilfe angewiesen.

Dadurch steigen die Anforderungen an die Soziale Arbeit. Hilfsangebote müssen aufgrund von Betriebsschließungen und Kontaktverboten konzeptionell und methodisch weiterentwickelt werden. Das bedeutet mehr, nicht weniger Arbeit.

Ein Drittel der Beschäftigten in der Sozialen Arbeit arbeitet bei öffentlichen, zwei Drittel bei freien oder privaten Trägern. Das oft unter prekären Bedingungen: Fachkräftemangel, zum Teil schlechte Bezahlung und schwierige, äußerst belastende Arbeitsbedingungen prägten schon vor der Corona-Pandemie den Arbeitsalltag. Um ihre so wichtige Aufgabe erfüllen zu können, brauchen die Einrichtungen eine auskömmliche Finanzierung. Die Beschäftigten brauchen gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal, eine angemessene Bezahlung und sichere Arbeitsverhältnisse. Jetzt und in Zukunft.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Die Petition wird mit Delegationen sowohl auf Bundesebene als auch in den Bundesländern übergeben.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Wir "müssen" heraus aus diesem "Nurindustriestaat". Die Industrie wird von der Politik angebetet wie ein goldenes Kalb. Fachkräfte sind nur noch Maschinen aus Fleisch und Blut. Es gibt eine Menge Menschen die diesen Staat mit ihrer Arbeit am laufen halten, außerhalb der Industrie. Wir brauchen wieder einen gesunden Mittelstand. Der Raubbau am Sozialstaat & der Demokratie muß gestopt werden!
  • Ich habe selbst als Schulbegleiterin gearbeitet es eine emotionale und teilweise körperlich schwere Arbeit. Wir haben zum Mindestlohn gearbeitet sehr wenig Geld bekommen. Viele Kolleginnen waren Alleinerziehende. Jetzt arbeite ich beim Jugendamt in der Abteilung für gefährdete Kinder und Jugendliche. Wir hatten im Lock down keinen Kontakt zu den Familien auch da hätte es mehr Hilfe gebraucht. Aber immer scheitert es am Geld . Traurig
  • die Erweiterung der Basis für soziale Belange, sowie ein echtes NEU-Denken ALLER Gesellschaften ist schon erkennbar! Hier könnte ich Seiten-weise kleine bis größere Phänomene aus aller Welt aufzählen, warum Umstände, Klima, Wirtschaft, "Rassen"-Politik etc. nennen, die zeigen, warum es einfach NICHT SO WEITER gehen kann! Dank 3F (Fridays f...), 'Black Lives Matter', 'Bedingungsloses Grundeinkommen' etc. sind Gedanken und Grundsteine gelegt! Ihr wisst: Gedanken KANN man nicht töten!

Neuigkeiten

2020-06-12 14:51:22 +0200

20,000 Unterschriften erreicht

2020-05-28 11:06:34 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2020-05-17 11:00:27 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2020-05-14 18:34:15 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2020-05-14 17:34:14 +0200

500 Unterschriften erreicht

2020-05-14 17:09:19 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-05-14 17:07:00 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-05-14 12:23:36 +0200

25 Unterschriften erreicht

2020-05-13 12:14:17 +0200

10 Unterschriften erreicht