An: Rat der Stadt Sprockhövel, Bürgermeister Ulli Winkelmann

Sprockhövel glyphosatfrei! Unsere Stadt soll pestizidfreie Kommune werden!

Sprockhövel glyphosatfrei! Unsere Stadt soll pestizidfreie Kommune werden!

Wir sind abhängig von der Natur. Aber durch Glyphosat und andere Pestizide wird unsere Natur unwiederbringlich zerstört: Insekten und Vögel sterben aus, Böden werden unfruchtbar, Nahrungsmittel und damit Menschen werden vergiftet.

Glyphosat ist nachweislich krebserregend, erbgutverändernd und hat langfristige Folgen für Natur und Mensch. Trotzdem wurde das Pestizid gerade auf skandalöse Weise für weitere 5 Jahre zugelassen. Deshalb müssen wir jetzt aktiv werden!

Unsere Nachbarstadt Witten macht es vor und ist seit 35 Jahren pestizidfreie Kommune.

Wir fordern: Um Natur und Menschen der Stadt Sprockhövel vor den Gefahren durch Pestizide zu schützen, soll sich Sprockhövel durch Ratsbeschluss zur pestizidfreien Kommune erklären!

Warum ist das wichtig?

Glyphosat ist nachweislich krebserregend, erbgutverändernd und hat langfristige Folgen für Natur und Mensch. Trotzdem wurde das Pestizid gerade auf skandalöse Weise für weitere 5 Jahre zugelassen, sodass nun auf lokaler Ebene gehandelt werden muss.

#### Aktuelle Informationen ####

Am 14.12. hat die Stadt Sprockhövel auf Anfrage der Grünen im Rat mündlich erklärt, dass die Stadt kein Glyphosat oder ähnliche Unkrautvernichtungsmittel auf öffentlichen Flächen benutzt. Die genauen Details sind mir nicht bekannt, da mir bislang keine schriftliche Erklärung vorliegt.

Die Antwort der Stadt Sprockhövel ist eine sehr gute Nachricht und eröffnet nun die realistische politische Chance, dass sich die Stadt durch einen Beschluss des Rats öffentlich, verbindlich und dauerhaft zur pestizidfreien Kommune erklärt. Nur durch einen derartigen Beschluss wäre sicher gestellt, dass städtische Betriebe, Dienstleister oder Pächter der Stadt dauerhaft zum Verzicht auf Pestizide verpflichtet werden.

Zudem wäre die Stadt Sprockhövel ein sichtbares Vorbild für BürgerInnen, Unternehmen und Landwirte. Dies könnte weitere Schritte und Initiativen zum Verzicht auf Pestizide anstoßen.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Glyphosat gehört nicht in die Natur, egal wo.
  • Ich unterzeichne, obwohl ich in Bayern lebe, weil ich die Stadt meiner Großeltern liebe, zum einen. Zum anderen, weil ich es feiere, wie eine Stadt sich einfach einen Scheiß dafür interessiert, was die Großen machen, ein Statement setzt und ihr Ding durchzieht! Glyphosat gehört nicht in die Natur!
  • Die Zulassung von Glyphosat für weitere 5 Jahre trägt zur Umweltzerstörung bei, auch wenn es nicht nachweislich krebserregend ist

Neuigkeiten

2018-03-01 10:57:15 +0100

Nach einer kontroversen Debatte wurde am vergangenen Donnerstag im Ausschuss für Umwelt eine wichtige Entscheidung für den Umweltschutz getroffen. Mit teilweise überwältigenden Mehrheiten wurden folgende vier Punkte beschlossen und dem Rat empfohlen (kein Protokollauszug!).

1. Kein Einsatz von Glyphosat durch die Stadtund ZGS auf allen kommunalen Flächen.
2. Verpflichtung von privaten Dienstleistungsunternehmen, die den Auftrag zur Pflege öffentlicher Flächen erhalten - auch im Auftrag der ZGS -, zu einem Verzicht auf Glyphosat. Dies gilt auch für Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen, die die Pflege städtischer Flächen, wie z.B. Kreisverkehren, übernommen haben.
3. Initiierung von bienen- und insektenfreundlichen Blühflächen oder Projekten.
4. Zukünftige Verankerung eines Verbots des Einsatzes von Glyphosat in Pachtverträgen von kommunalen Flächen für eine landwirtschaftliche oder Gartenbau-Nutzung und in Nutzungsüberlassungen kommunaler Sportflächen.

2017-12-16 09:54:44 +0100

Am 14.12. hat die Stadt Sprockhövel auf Anfrage der Grünen im Rat mündlich erklärt, dass die Stadt kein Glyphosat oder ähnliche Unkrautvernichtungsmittel auf öffentlichen Flächen benutzt. Die genauen Details sind mir nicht bekannt, da mir bislang keine schriftliche Erklärung vorliegt.

Die Antwort der Stadt Sprockhövel ist eine sehr gute Nachricht und eröffnet nun die realistische politische Chance, dass sich die Stadt durch einen fraktionsübergreifenden Beschluss des Rats öffentlich, verbindlich und dauerhaft zur pestizidfreien Stadt erklärt. Nur durch einen derartigen Beschluss wäre sicher gestellt, dass städtische Betriebe, Dienstleister oder Pächter der Stadt dauerhaft zum Verzicht auf Pestizide verpflichtet werden.

Zudem wäre die Stadt Sprockhövel ein sichtbares Vorbild für BürgerInnen, Unternehmen und Landwirte. Dies könnte weitere Schritte und Initiativen zum Verzicht auf Pestizide anstoßen.

2017-12-16 09:53:45 +0100

Die Westdeutsche Zeitung berichtet über die Petition und die Idee einer pestizidfreien Stadt: http://www.wz.de/lokales/sprockhovel/die-natur-ist-stark-gefaehrdet-wenn-man-sie-nicht-schuetzt-1.2577576

2017-12-12 18:28:38 +0100

100 Unterschriften erreicht

2017-12-10 21:49:22 +0100

50 Unterschriften erreicht

2017-12-10 17:02:22 +0100

25 Unterschriften erreicht

2017-12-10 10:53:19 +0100

10 Unterschriften erreicht