An: An den Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises 142, Herrn Marco Bülow

Stoppen Sie das Fracking-Gesetz, Herr Bülow!

Als Bürger aus Ihrem Wahlkreis wenden wir uns an Sie, weil am 01. Juli der Umweltausschuss des Bundestages über den Fracking-Gesetzentwurf der Regierung entscheidet. Wir begrüßen, dass Sie sich bereits kritisch zur Fracking-Technologie geäußert haben. Als Mitglied des Umweltausschusses haben Sie es nun in der Hand, ob Fracking ein Riegel vorgeschoben wird. Wir fordern Sie daher auf:

- Stimmen Sie im Umweltausschuss des Bundestages gegen den Fracking-Gesetzentwurf.
- Fordern Sie einen Verzicht auf die Expertenkommission, welche anstelle des Bundestags über kommerzielles Fracking entscheiden soll.
- Engagieren Sie sich für ein Verbot der Verpressung von mit Schadstoffen belastetem Lagerstättenwasser.
- Setzen Sie sich für eine Streichung der 3000-Meter-Grenze ein, unterhalb der Fracking erlaubt werden.
- Engagieren Sie sich für ein konsequentes Fracking-Verbotsgesetz

Warum ist das wichtig?

Fracking gefährdet unser Trinkwasser, schadet dem Klimaschutz und löst Erdbeben aus - die Bundesregierung muss deshalb Fracking endlich verbieten.

Doch der Fracking-Gesetzentwurf der Bundesregierung soll der gefährlichen Fracking-Technologie in großen Teilen Deutschlands den Weg ebnen. Anstatt Fracking konsequent zu verbieten, will die Bundesregierung diese Risikotechnologie unterhalb von 3000 Metern generell erlauben, mit Ausnahme einiger Ausschlussgebiete. Und auch überhalb von 3000 Metern könnte eine Expertenkommission, die demokratisch nicht legitimiert ist, Fracking ab 2018 möglich machen. Zudem erlaubt der Gesetzentwurf, mit Schadstoffen belastetes
Lagerstättenwasser unterirdisch zu verpressen - ohne vorherige Reinigung.