An: Die Ministerpräsident/innen der Länder

Stoppt Ferkelkastration ohne Betäubung!

Stoppt Ferkelkastration ohne Betäubung!

Sehr geehrte Damen und Herren,

20 Millionen Ferkel werden jedes Jahr kastriert - bei vollem Bewusstsein. Die Gesetzeslage ist klar: Ab dem 1. Januar 2019 soll die qualvolle Tortur endlich verboten werden. Doch einige Bundesländer stellen sich quer. Stellen Sie im Bundesrat sicher, dass es keine Ausnahmen gibt: Die Ferkelkastration ohne Betäubung muss überall verboten werden!

Warum ist das wichtig?

Das Ferkel wird fixiert. Dann schneidet der Bauer zwei Schlitze in den Hodensack, quetscht den Samenstrang ab und schneidet die Hoden heraus - ohne Betäubung. Diese grausame Prozedur erleiden jedes Jahr 20 Millionen männliche Ferkel [1]. Der Grund: In etwa fünf Prozent der Fälle riecht das Eberfleisch sonst unangenehm. Dabei gibt es längst Alternativen, bei denen die Ferkel nicht leiden müssen [2].

Der Bundestag hat schon lange beschlossen, die Tierquälerei zu beenden. Bereits vor fünf Jahren änderte er das Tierschutzgesetz: Ab dem 1. Januar 2019 dürfen Ferkel nur noch unter Betäubung kastriert werden. Genug Zeit für die Landwirte also, auf tierschonende Alternativen umzusteigen. Doch jetzt, wo sich diese großzügige Frist dem Ende zuneigt, begehrt die Agrarlobby auf - und erhält Unterstützung aus der Politik: In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachen versuchen die Landwirtschaftsministerien, das Verbot zu verhindern [3]. Und schon nächste Woche wollen sie im Bundesrat die Weiterführung der Ferkelfolter durchsetzen [4].

Jetzt ist es an den Ministerpräsidenten der Länder, die Folter endlich zu beenden. Sie müssen klarstellen: Ferkelkastration ohne Betäubung darf es ab 2019 nicht mehr geben. Die Chancen stehen gut: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen stehen mit ihrer Forderung nach noch mehr Tierleid bis jetzt alleine da. Im Bundesrat ließe sich also eine Mehrheit für das Ende der Ferkelfolter finden, wenn die übrigen Bundesländer geschlossen auftreten. Wir erinnern sie daran, dass staatlich tolerierte Tierquälerei keinen Platz in Deutschland hat. Unterzeichnen Sie darum bitte diese Petition.

[1] Die Zeit, “Leiden wegen ein paar Euro”, 25. April 2018
[2] Albert-Schweitzer Stiftung, “Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration”, Mai 2018
[3] NDR, “Ferkelkastration mit örtlicher Betäubung?”, 11. Juli 2018
[4] Bundesrat, Drucksache 405/18, 22. August 2018

Bildquelle: Markus Walti / pixelio.de


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Seit 2013 hatte man nun Zeit Alternativen zu entwickeln und nicht ist passiert - wie immer wenn es um das Tierwohl geht. Das ist der Grund warum ich als Nicht-Christ trotzdem hoffe, dass es eine Hölle gibt ...
  • Ich bin prinzipiell gegen die Einflussnahme von Lobbyverbänden auf gewählte Volksvertreter und betrachte diese als schwerwiegenden Angriff auf die Demokratie in unserem Land.
  • Eine Grausamkeit gegen Tiere weniger. Weitere werden folgen

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2018-10-11 19:46:46 +0200

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