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An: Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Todesurteil für bedrohte Tierarten

Todesurteil für bedrohte Tierarten

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,

wir wissen, dass Ihnen der Natur- und Umweltschutz am Herzen liegt und Sie hinter dem Volksbegehren Artenvielfalt stehen. Dürfen die Naturschützer der Gemeinde Kirchheim bei München Sie um Unterstützung bitten, die Überbauung eines der letzten registrierten Magerrasen-Biotope zu verhindern?

Das Biotop wurde 1991 vom LFU unter der NR. 7836-0019 registriert und hat sich seitdem zu einem „wertvollen Biotop mit regionaler Bedeutung“ entwickelt. Es beherbergt zahlreiche besonders geschützte Arten. Ein entsprechendes Gutachten liegt vor.

Der Bürgermeister von Kirchheim hat sich Ende November 2019 in einem Städtebaulichen Vertrag schriftlich verpflichtet, nicht nur dieses Biotop zu überbauen, sondern auch die Ansiedlung von besonders geschützten Arten zu verhindern.

Der Gemeinderat von Kirchheim hat den zugehörigen Bebauungsplan am 27.01.2020 per Satzungsbeschluss für wirksam erklärt.

Die Untere Naturschutzbehörde hat wiederholt auf den Normenkonflikt zu § 44 Abs. 1 BNatSchG hingewiesen und festgesetzt, dass bei den Erschließungsarbeiten „Beeinträchtigungen der trockenen Initialvegetation bzw. der mageren Altgrasbestände, auf denen die wertgebenden Arten wie Idas-Bläuling, Kurzschwänziger Bläuling, Weißbindiges Wiesenvögelchen und der Heidegrashüpfer nachgewiesen wurden, zu vermeiden sind“. Zudem ist im Umweltbericht vorgegeben, dass die Herstellung der Ersatzhabitate in jedem Fall abgeschlossen sein muss, bevor mit der Baumaßnahme begonnen werden darf.

Mit der Erschließung wurde die Bayern Grund GmbH beauftragt, deren Subunternehmer das Biotop am 10.02.2020 mit einem Kettenfahrzeug befahren und in Teilbereichen beschädigt hat.

Warum wenden wir uns an Sie?

Der Bürgermeister ist Mitglied der CSU.
Der Gemeinderatsbeschluss wurde mit allen Stimmen der CSU-Gemeinderäte gefasst.
Der Erschließungsträger ist zu 62,5% im Besitz des Freistaats Bayern.

Wer, wenn nicht Sie, kann diesen Naturfrevel und die Vernichtung von Leben stoppen? Wir zählen auf Sie.

Warum ist das wichtig?

Die Gemeinde Kirchheim bei München plant den Bau von Wohnungen für 3.000 Bürger. Im Baugebiet liegt ein wertvolles Biotop mit „besonders geschützten“ Tierarten, die in anderen Bundesländern bereits vor dem Aussterben stehen und als „stark gefährdet“ gelten. Darunter der seltene Tagfalter Idas-Bläuling, der nur in Symbiose mit bestimmten Ameisenarten existieren kann.
Die Planer ignorieren die strengen Auflagen der Naturschutzbehörden seit 18 Monaten und haben am 10.02.2020 mit der Zerstörung des Biotops begonnen. Vermutlich ist die Ordnungsstrafe billiger als die Erfüllung der Auflagen.
Profit darf nicht vor Leben gehen, deshalb unterstützt bitte diese Petition. Der wunderschöne Falter soll weiter leben.

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • weil Schmetterlinge nicht als "Ungeziefer" behandelt werden dürfen
  • "Vermutlich ist die Ordnungsstrafe billiger als die Erfüllung der Auflagen" Gehts eigentlich noch???
  • Weil es endlich Zeit wird, der Natur eine Stimme zu geben

Neuigkeiten

2020-02-14 13:31:38 +0100

100 Unterschriften erreicht

2020-02-13 18:32:54 +0100

50 Unterschriften erreicht

2020-02-13 12:50:25 +0100

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2020-02-12 18:48:44 +0100

10 Unterschriften erreicht