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An: Gemeinderat der Stadt Heidelberg und Oberbürgermeister Dr. Würzner

Vorfahrt für Lebensqualität und Umwelt im Neuenheimer Feld mit dem ÖPNV, Rad und zu Fuß

Vorfahrt für Lebensqualität und Umwelt im Neuenheimer Feld mit dem ÖPNV, Rad und zu Fuß

Wir fordern Herrn Oberbürgermeister Dr. Würzner und den Gemeinderat der Stadt Heidelberg auf, dem Umweltverbund (ÖPNV, Radverkehr, Fußgänger) bei der Lösung der Verkehrsprobleme im Neuenheimer Feld absolute Priorität einzuräumen, auf weiteren Straßenneubau zu verzichten und konsequent und kurzfristig Maßnahmen umzusetzen, die beim motorisierten Individualverkehr Kostenwahrheit herstellen und diesen im Feld reduzieren. Wir verweisen hierbei insbesondere auf die im „Masterplan 100 % Klimaschutz“ geforderte „Kostenwahrheit bei Parkgebühren“, da es nach wie vor eine hohe Anzahl kostenfreier Parkplätze im Feld gibt und der monatliche Preis für die Nutzung eines Parkplatzes deutlich unter den Kosten für ein Job-Ticket liegt. Darüber hinaus sollten die monatlichen Parkkosten entsprechend den Kostensteigerungen beim Job-Ticket erhöht werden, um keine neuen Anreize für die Nutzung des Autos zu setzen. Es soll ausdrücklich auch der Bau einer Straßenbahn als leistungsfähiges und umweltfreundliches öffentliches Transportmittel möglichst auf der ursprünglich geplanten Trasse im Neuenheimer Feld umgesetzt werden.

Warum ist das wichtig?

Das Neuenheimer Feld ist ein bedeutender Arbeits- und Lebensraum für viele Heidelberger mit daraus resultierenden vielfältigen Anforderungen. Darüber hinaus müssen bei dessen weiterer Entwicklung die übergeordneten Ziele der Stadt und des Landes Baden-Württembergs berücksichtigt werden. Diese sind insbesondere im Klimaschutz anspruchsvoll. So will Heidelberg bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf um die Hälfte senken. Das Land Baden-Württemberg hat im Klimaschutzgesetz festgelegt, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mindestens 25 Prozent zu senken, bis zum Jahr 2050 wird eine Minderung um 90 Prozent angestrebt. Die Bundesregierung will ihr Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu senken, so schnell wie möglich erreichen.
Dem steht ein Autoverkehr entgegen, der in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich gewachsen ist, insbesondere auch als Ziel- und Quellverkehr in das und aus dem Neuenheimer Feld. Dies ist nicht nur für die Pendler, die zur Rush-Hour im Stau stehen, eine unbefriedigende Situation. Sie steht auch den oben genannten Zielen entgegen. Dem soll nach Wunsch des Landes, der Uni, einiger Nutzer des Neuenheimer Feldes und einiger politischer Gruppierungen in Heidelberg mit dem Bau neuer Straßen begegnet werden. Hier wird insbesondere der Bau einer weiteren Autobrücke von der Anschlussstelle Heidelberg-Wieblingen, quer durch den gleichnamigen Stadtteil und das Naturschutzgebiet am Neckar („5. Neckarquerung“), als auch von der A 5-Anschlussstelle Dossenheim ein neuer Zubringer („Nordzubringer“), vorgeschlagen. Der Nordzubringer würde durch eines der letzten noch zusammenhängenden, landwirtschaftlichen Gebiete in Heidelberg, dem Handschuhsheimer Feld, führen. Beide Straßenneubauten würden neben negativen klimapolitischen Folgen weitere, ökologisch nicht vertretbare Nachteile mit sich bringen und stünden im krassen Gegensatz zu den umweltpolitischen Zielen der Stadt, des Landes und des Bundes.
So hat sich Heidelberg zum Ziel gesetzt, die für die Stadt wesentlichen groß- und kleinräumigen Freiflächen zu erhalten (vergleiche Stadtentwicklungsplan Heidelberg 2015). Dazu gehört zweifellos das Handschuhsheimer Feld mit seinen hochwertigen Ackerflächen, das zudem von der Heidelberger Bevölkerung als Naherholungsraum intensiv genutzt wird. Des Weiteren haben sich sowohl Baden-Württemberg als auch Deutschland zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch deutlich zu reduzieren.
Der Bau weiterer Straßen wird die Auto-Verkehrsprobleme mittelfristig nicht lösen. Im Gegenteil, gemäß der Erkenntnis „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“, schaffen neue Straßen neue Anreize, das Auto zu nutzen. Sie führen damit zu noch mehr Verkehr und Belastungen für Bürger und Umwelt. Dabei gibt es längst bewährte Alternativen, die auch in Heidelberg mit erheblichen finanziellen Mitteln gefördert werden. Ein weiterer Straßenbau würde diese Bemühungen konterkarieren. Eine konsequente Politik zugunsten des Umweltverbundes bestehend aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Personennahverkehr würde dagegen die Verkehrsprobleme im Feld dauerhaft lösen und Umwelt und Anwohner, auch entlang der Zufahrtsstraßen, entlasten.

Das ist eine Unterschriftensammlung des "Aktionsbündnis klimafreundliche Mobilität Neuenheimer Feld". Die Petition wird unterstützt von Greenpeace Mannheim-Heidelberg und dem Verein Ökostadt Rhein-Neckar.

Links zum Weiterlesen:
https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Leben/masterplan+100+prozent+klimaschutz.html
https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg_ROOT/get/documents_E-656386139/heidelberg/Objektdatenbank/31/PDF/Energie%20und%20Klimaschutz/31_pdf_Masterplan%20Bericht%20und%20Maßnahmen.pdf
(Kostenwahrheit bei Parkgebühren!, S.44, IFEU-Endbericht, 2014)
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/klima/klimaschutz-in-baden-wuerttemberg/
https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/klimaschutzziele-deutschlands
https://www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/entwickeln/Stadtentwicklungsplan.html
https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg_ROOT/get/documents_E-278540654/heidelberg/Objektdatenbank/12/PDF/12_pdf_Step_2015_mit_Lesezeichen_mit_Vorwort_E_Wuerzner_s.pdf
https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/siedlungs-verkehrsflaeche#textpart-5

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil eine nachhaltige Verkehrswende nicht schnell genug passieren kann.
  • Weil ich mich einsetzen möchte für eine zukunftsfähige Politik. Dazu gehören auch nachhaltige Lösungen für Verkehrsprobleme. Mehr Straßen zu bauen, schafft die falschen Anreize.
  • Alles, was die sog. Klimaziele fördern kann, sollte gefördert werden. Das geht über der Reduktion des individualisierten Autoverkehrs weit hinaus, aber das ist das Augenscheinlichste. Deutschland hat sich viel zu stark von der Autoindustrie abhängig gemacht, und das muß sich ändern. Die Aktivitäten im Neuenheimer Feld sind da ein kleiner Baustein.

Neuigkeiten

2019-04-10 12:20:22 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2019-04-03 21:06:44 +0200

500 Unterschriften erreicht

2019-04-03 15:32:42 +0200

100 Unterschriften erreicht

2019-03-31 11:35:28 +0200

Es fehlen nicht mehr viele Unterschriften, um die 100er Marke zu knacken. Danke an alle, die sich mit uns für einen umwelt- und klimafreundlichen Verkehr im Neuenheimer Feld einsetzen.
Am Donnerstag hat der Gemeinderat einstimmig Sofortmaßnahmen im Verkehrsbereich im Neuenheimer Feld beschlossen, die u. a. das Parken teurer und das Jobticket attraktiver machen sollen. Zum Nachlesen unter dem Link der Bericht der RNZ:
https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-verkehrsinfarkt-neuenheimer-feld-sofortmassnahmen-gegen-den-dauerstau-beschlossen-_arid,430382.html
Allerdings brauchen wir für einen leistungsfähigen ÖPNV eine Straba, die das Neuenheimer Feld zentral und nicht an der Peripherie erschließt. Ohne diese Maßnahme werden Verbesserungen wie ein attraktiveres Jobticket ins Leere laufen, weil nicht die notwendigen Transportkapazitäten zur Verfügung stehen. Deshalb brauchen wir noch viele weitere Unterschriften für unsere Petition.

2019-03-23 20:18:10 +0100

50 Unterschriften erreicht

2019-03-18 17:12:02 +0100

25 Unterschriften erreicht

2019-03-17 20:59:25 +0100

10 Unterschriften erreicht