An: Rat der Stadt Wuppertal

Wuppertaler Appell: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen!

Wuppertaler Appell: Für Seenotrettung und einen sicheren Hafen!

Der Rat der Stadt Wuppertal möge beschließen:

Die Stadt Wuppertal ist fassungslos angesichts des schrecklichen Sterbens vor den Toren Europas. Sie unterstützt das politische Signal der drei Städte Köln, Bonn und Düsseldorf, die Seenotrettung wieder zu ermöglichen und mahnt hierzu eine europäische Lösung dringend an.

Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der Humanität und der Menschenrechte.

Reine Solidaritätsbekundungen ohne praktische Konsequenzen sind wirkungslos. Daher erklärt sich die Stadt Wuppertal bereit, sofort geflüchtete Menschen aus der Seenotrettung über den bisherigen Verteilschlüssel hinaus, aufzunehmen.

Sie fordert die Bundesregierung auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Gleichzeitig fordert die Stadt Wuppertal alle Kommunen in der Bundesrepublik auf, ähnlich oder gleichlautende Erklärungen zu beschließen.

Warum ist das wichtig?

Wuppertal ist eine bunte und weltoffene Stadt. Immer schon waren bei uns Menschen aus anderen Kulturen willkommen. Deswegen ist unsere Stadt so vielfältig, sympathisch, lebens- und liebenswert.

Das war auch im „Sommer der Migration“ 2015 nicht anders. Im Gegenteil: Auf vorbildliche Art und Weise gelang es der Stadt, Menschen, die fliehen mussten, aufzunehmen und willkommen zu heißen. Alle gemeinsam, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, soziale, kommunale und kirchliche Einrichtungen und viele Ehrenamtliche, die sich in Initiativen zusammenschlossen, zeigten eine Welle der Hilfsbereitschaft, die ihresgleichen sucht. „Deutschland braucht mehr Wuppertal“, hieß es damals bundesweit.

Darauf sind wir stolz und freuen uns, wenn wir den Menschen, die Wuppertal seit 2015 bereichern, begegnen: Auf der Straße, im Geschäft, am Arbeitsplatz. Und gleichzeitig sind wir fassungslos angesichts dessen, was sich zur Zeit vor den Toren Europas abspielt. Menschen verdursten in der Wüste, ertrinken im Mittelmeer oder vegetieren unter katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingslagern vor sich hin. Sie werden misshandelt, vergewaltigt und ermordet. Angesichts dessen möchten wir nicht hilflos und untätig zugucken. Uns ist klar, dass wir in Wuppertal weitere Menschen aufnehmen können und unsere Aufnahmekapazität noch nicht erreicht ist. Und vor allem ist die große Hilfsbereitschaft der Wuppertalerinnen und Wuppertaler noch lange nicht erschöpft. Deshalb fordern wir den Rat der Stadt Wuppertal auf, ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtenden zu setzen.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Töten durch unterlassen passt nicht in mein Wertebild
  • Keiner soll sagen können, er hätte nichts gewusst!
  • Europäische Werte enden nicht an den Küsten des Mittelmeers. Ich kann mich nur einer Vorrednerin (veronica J.) anschließen : Das Sterben im Mittelmeer muß aufhören. Seenotrettung blockieren ist unterlassene Hilfeleistung!

Neuigkeiten

2018-08-16 13:29:26 +0200

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2018-08-15 13:51:25 +0200

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2018-08-11 15:00:11 +0200

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